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Herr der Ringe - Die Serie - Die Ringe der Macht
Lyonesse:
Bombadil füllt in seiner Rolle bisher eine ähnliche Nische wie der Klausner Trevrizent
in der Parzival-Sage.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Sein Sprechen mit Goldbeere ist ja fast nur erklärbar, wenn er an zwei Orten
gleichzeitig wäre. Aber vielleicht wird sie ja auch noch eingebaut, die Gegend
braucht schließlich dringend Wasser.
Ich glaube bei reddit hat irgendwer geschrieben, dass Bombadil die Hobbits ins Auenland
führen wird. Vielleicht ist das aber auch schon das Auenland! Es fehlt ja nur noch Wasser
und eine magisch beschleunigte Plattentektonik oder etwas in der Art.
Der böse Zauberer im Osten ist Saruman, der ist halt nur in einer Trance und nicht er selbst.
Beim Zaubererduell mit dem Fremden wacht er dann schließlich auf. Der Fremde bekommt
vom alten Weidenmann vorher seinen Stab und heißt von da ab Gandalf.
Es ist also alles geregelt. ;)
Raven Nash:
Die Chronologie ist gar nicht das Problem. Die ganze Storyline ergibt nur einfach keinen Sinn, und das nicht nur in Hinblick auf die Zukunft, sondern schon auf die "Gegenwart". Und Tom Bombadils Rolle darin ist so richtig aufgesetzt.
Seraph:
Ich bin ja auch jemand, der geliebte Franchises gerne verteidigt und Emotionen über Logik hält und der auch wirklich krampfhaft versucht, etwas zu mögen...aber selbst mir fällt es schwer, an Folge 4 etwas Positives zu sehen.
Und dabei fand ich den Start in die zweite Staffel sogar sehr gelungen! Ein singender Gil-Galad? Die Annatar-Szene? Cirdan? Ja, sowas will ich sehen! Das geht in die Richtung eines Mittelerdes, was wir so sehr lieben.
Aber nachdem Folge 3 schon nur sehr mittelmäßig war, reißen sie mit Folge 4 wieder alles komplett ein. Die einzige ansatzweise sympathische Figur ist Definitiv-Nicht-Gandalf, alle anderen Charaktere lösen einfach keine Emotionen in mir aus, nerven tierisch (Galadriel!) oder passen gefüglt besser in die 90er-Robin-Williams-Peter Pan-Verfilmung als nach Mittelerde (der Niemand-Hobbit...).
Tom Bombadil ist solide gespielt, aber was hat der in Rhun verloren? Und was sollte das mit Goldbeere?
Ich bin echt fassungslos.
Namo:
Da habe ich ja scheinbar Glück. Ich muss zugeben, dass ich nach Staffel 1 ohnehin nicht die höchsten Erwartungen an Staffel 2 hatte. War aber bei nem Recap der Staffel 1 das ich vorher gesehen habe, auch wieder überrascht wieviel Handlung dann doch in Staffel 1 war. Irgendwie hatte ich die als ziemlich langatmig in Erinnerung. Aber das war vermutlich dann doch nur der Vortrag der Handlung weswegen das so war.
Noch immer finde ich die Drehbücher einfach nicht gut geschrieben. Umgekehrt finde ich die Schauwerte großartig muss ich sagen. Wenn ich es nicht schon machen würde, würde mich das direkt zum Rollenspiel in Mittelerde animieren. Was mich ein wenig stört sind vermutlich die gefühlt zu vielen Handlungsstränge, so dass keiner richtig für mich in Fahrt kommt. Denn die meisten Handlungen finde ich jetzt schon ganz spannend. Aber nicht, wenn ich jede Woche nur ein paar Minuten hingeworfen bekomme.
Gerade die Ents ins Folge 4 fand ich zum Beispiel besser animiert und gestaltet wie die Ents in den Filmen. Und auch TB fand ich Klasse. Ist mir ehrlich gesagt relativ egal warum und wieso der jetzt in Rhun sitzt. Ich meine wir sind im zweiten Zeitalter und wir reden über mehrere tausend Jahre die vergehen bis zum HdR. Über die ganzen Interpretationen der Serie rege ich mich nicht auf und lass die mal machen. Die kann ich schlussendlich erst werten wenn sie abgeschlossen sind. Darüber mache ich mir momentan bei der Resonanz zur Serie aber Sorgen. Die ist ja scheinbar nicht ganz so gut. Kann ich auch verstehen irgendwo.
Ich selbst bin tatsächlich einfach nur dankbar für jedes bißchen Mittelerde dass ich auf den Bildschirm bekomme. Und objektiv betrachtet gefällt mir die Serie daher schon. Tatsächlich mag ich sie von der Handlung her auch viel mehr als die Hobbit Filme. Jetzt bin ich aber auch ein klein wenig Tolkiennerd und fand es z.B. auch total geil die Hügelgräberhöhen zu sehen. Die Szene fand ich sehr genial. Auch wenn es dramaturgisch fragwürdig war, warum sie letzten Endes da gelandet sind.
Ich kann für mich also die Dialoge (dich ich wirklich nicht gut finde) gedanklich gut von der Handlung und dem Szenenbild trennen. Ähnlich wie es eigentlich mir Tolkiens Büchern auch ist. Nach 4 Folgen bisher gefällt mir Staffel 2 insofern schon ein gutes Stück besser wie Staffel 1. Ich bin gespannt wie die zweite Hälfte der Staffel aussehen wird.
Raven Nash:
--- Zitat von: Namo am 9.09.2024 | 09:09 ---Gerade die Ents ins Folge 4 fand ich zum Beispiel besser animiert und gestaltet wie die Ents in den Filmen.
--- Ende Zitat ---
Bis auf die - wieder mal - vergebene Chance, die Entfrau näher an Tolkien darzustellen. Denn laut Baumbart waren die Entfrauen ja deutlich unterschiedlich zu den männlichen Ents, hatten weniger mit Bäumen, dafür mehr mit Frucht- und Ackerpflanzen am Hut. Da wäre also sowas wie ein Beerenstrauch oder auch irgendwas Blühendes deutlich näher dran gewesen.
So hatte man einfach einen weiteren Ent mit weiblicher Stimme.
Und genau das macht die Serie in meinen Augen so schlecht: vergebenes Potential an Stellen, an denen es sicher nicht ums Geld ging.
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