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Herr der Ringe - Die Serie - Die Ringe der Macht

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Swafnir:

--- Zitat von: Rumpel am 15.02.2022 | 17:05 ---Womit wir wieder bei Erdsee wären - hätten die damals den Mut gehabt, konsequent nicht-weiß zu besetzen, sähe die Diskussion heute vielleicht schon ganz anders aus ...
--- Ende Zitat ---

Da wird dir keiner hier widersprechen.

Drantos:

--- Zitat von: Rumpel am 15.02.2022 | 17:03 ---Ja, warum nicht? Ist jetzt nicht so, dass ich nicht wahrnehme, dass da plötzlich eine dunkelhäutige Zwergin dabei ist, aber ich habe kein bisschen das Gefühl, dass ich dafür jetzt eine diegetische Erklärung brauche, weil sonst das ganze Gebäude der Fiktion für mich einstürzt. Die ist da halt. Wird schon irgendwelche Gründe haben, die aber vielleicht einfach nicht wichtig für die Geschichte sind.

--- Ende Zitat ---

Das Blöde ist, ich finde die Darstellung des schwarzen weiblichen Zwergs ja optisch ziemlich cool, aber nicht im Kontext von Mittelerde. Ich kann es nicht beschreiben, es fühlt sich für mich einfach falsch an. Bei Dungeons & Dragons Verfilmungen hätte ich überhaupt kein Problem damit. Klingt komisch, ist aber so.

cu Drantos

Grubentroll:

--- Zitat von: Rumpel am 15.02.2022 | 17:03 ---Ja, warum nicht? Ist jetzt nicht so, dass ich nicht wahrnehme, dass da plötzlich eine dunkelhäutige Zwergin dabei ist, aber ich habe kein bisschen das Gefühl, dass ich dafür jetzt eine diegetische Erklärung brauche, weil sonst das ganze Gebäude der Fiktion für mich einstürzt. Die ist da halt. Wird schon irgendwelche Gründe haben, die aber vielleicht einfach nicht wichtig für die Geschichte sind.

--- Ende Zitat ---
Sehe ich anders.
Das gehört doch quasi zum 1x1 des Schreibens, dass Personen/Dinge/Umstände die herausstechen auch eine Bedeutung haben sollten.
Sonst kommt man schnell ins gefühlte Surreale.

Aber ein jeder Jeck ist anders.


--- Zitat von: Arldwulf am 15.02.2022 | 17:09 ---Wenn dies der Fall wäre: Sollten wir dann nicht den Kontext abwarten? Aktuell ist halt noch überhaupt nichts bekannt darüber wie dieser aussieht.

Ich kann gut verstehen wenn am Ende jemand sagt: Mensch die Erklärung für den rothaarigen Numenorer hinten in der Ecke war ja echt blöd.

Aber das ist halt nicht was aktuell kritisiert wird. Es gibt noch gar keine Erklärung die man blöd finden könnte und darum wirkt die Kritik halt sehr "aus Prinzip"

--- Ende Zitat ---
Sorry, aber ich mag nicht mit Leuten diskutieren die gleich die Nazikeule rausholen wie du vorher nur weil jemand eine andere Meinung zu gutem Worldbuilding hat.

Grubentroll:

--- Zitat von: Rumpel am 15.02.2022 | 17:10 ---Das wäre dann aber ein sehr enger Begriff von Fantasy ... "Der Palmweintrinker" - afrikanische Fantasy. "Kiriku" - afrikanische Fantasy. "Imaro" - Fantasy mit starkem afrikanischen Bezug. "The Broken Earth" - afroamerikanisch geprägte Fantasy. Das fällt mir so auf Anhieb ein, obwohl ich in dem Bereich nicht besonders gelesen bin. Und vom ganzen asiatischen Raum habe ich ehrlich gesagt null Ahnung, da wird es wohl auch noch haufenweise geben.
Wenn Fantasy nur das ist, was durch die nordeuropäische Mittelerde-Kunstmythologie und durch ein paar Werke der Sword and Sorcery geprägt ist, dann ist das Genre natürlich nordeuropäisch geprägt, aber das ist ein Zirkelschluss.

--- Ende Zitat ---

Ja gut, wenn du jetzt alles was mit fantastischer Literatur zu tun hat mit "Fantasy" betitelst magst du recht haben.
Ich meinte da das Genre welches Tolkien losgetreten hat.


Achamanian:

--- Zitat von: Grubentroll am 15.02.2022 | 17:03 ---
Ich fand auch Will Smith als Prince of Bel Air ziemlich super.
und jetzt?

--- Ende Zitat ---

Okay, kurzer Ausflug in die Theorie: Es ist ja (m.E.) gerade einer der großen Vorteile des Weiß-Seins, dass mensch sich da i.d.R. nicht durch äußeren Druck auf eine "Race Identity" festgeschrieben fühlt, sondern in der Identifikation ziemlich frei flottieren kann und sich als "einfach nur ein Mensch" fühlen darf. Für Menschen mit langanhaltenden Diskriminierungserfahrungen aufgrund der Hautfarbe ist das weit schwerer.

Um sich das zu veranschaulichen, empfehle ich immer wieder das Buch "Selbstporträt in Schwarz und Weiß", einem stark autobiografischen, kurzen und sehr empathischem Essay, das übrigens von einem Kritiker der Identitätspolitik/Critical Whiteness Theory stammt und trotzdem sehr eindringlich identitätsprägende Rassismuserfahrungen beschreibt. https://edition-tiamat.de/selbstportraet-in-schwarz-und-weiss/

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