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Herr der Ringe - Die Serie - Die Ringe der Macht
caranfang:
--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am 19.02.2022 | 19:25 ---Also ich will bei (pseodo)Historischen Stoffen etwas authentizität, und wenn es halt historisch nicht passt oder man keinen Weg findet es vernünftig einzubauen (ich find z.B. das der Kevin Costener Robin Hood und der 13. Krieger das z.B. ganz gut machen, wobei wenn man das in jedem Film macht wirkt es auch irgendwann ausgelutscht) dann sollen sie es mMn lassen.
--- Ende Zitat ---
Wobei man nicht vergessen sollte, weshalb der von Morgan Freeman gespielte Charakter in Robin Hood - Prince of Thieves eingebaut wurde. Es hängt damit zusammen, dass es in der Serie Robin of Sherwood mit Nazir einen Sarazenen als einen von Robins Gefährten gab. Ursprünglich war Nazir ein Handlanger des Hauptantagonistes des Pilotfilms und hätte diesen nicht überlebt, wenn der Schauspieler sich nicht so gut mit dem Rest der Besetzung verstanden hätte. Nazir entwickelte sich sehr schnell zum Publikumsliebling.
Der 13. Krieger ist ein Sonderfall, da der von Antonia Banderas gespielte Charakter wirklich existiert hat und auch wirklich in die betreffende Region gereist ist.
--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am 19.02.2022 | 19:25 ---Dumas was ja auch nicht weiß...
--- Ende Zitat ---
Selbst Dumas, der selbst PoC war, hätte es nicht gutgefunden, wenn man einen Charakter aus seinen werken eine andere Hauptfarbe verpasst hätte...
Kurna:
--- Zitat von: Drantos am 19.02.2022 | 19:15 ---[...]
Ich halte davon nix. Es sollte sich im Normalfall Qualität durchsetzen und nicht Quote.
cu Drantos
--- Ende Zitat ---
Du bist meines Erachtens ziemlich optimistisch, wenn du glaubst, dass in Hollywood ohne die Quote vor allem nach Qualität besetzt würde.
Da geht in Wirklichkeit so viel über Beziehungen, dass Qualität nur ein Teilaspekt ist. Wer da nicht den richtigen Agenten hat, ist dann schnell weg vom Fenster.
Oder es ist ja auch kein Zufall, dass es so viele Filmschaffende zweiter oder dritter Generation gibt. Es erleichtert halt den Einstieg. (Und nicht nur vor der Kamera. Joss Whedon z.B. ist ein Drehbuchschreiber dritter Generation.)
Und in einer vor allem weißen/männlichen Studiowelt haben diese natürlich auch automatisch bessere Chancen.
Dazu kommen natürlich die noch übleren Sachen. Das eine 34jährige Schauspielerin die Rolle des Love Interest für den Hauptdarsteller Ende 50 nicht nicht bekommt, weil sie dafür zu alt sei. Von der berüchtigten Casting Coach ganz abgesehen, wo Schauspielerinnen die Rolle nicht bekommen haben, wenn sie nicht mit dem Regisseur/Produzenten oder sonstigem Boss schlafen wollten.
Oder ein ganz anderes Beispiel. Einige Actionstars wie Vin Diesel oder Dwayne Johnson haben im Vertrag stehen, dass sie einen Einzelkampf nicht verlieren dürfen. Wenn, dann müssen besondere Umstände dazu führen, dass sie nicht als Sieger vom Platz gehen (bedrohte Geiseln ...). Erhöht das wirklich die Qualität eines Films, wenn man weiß, dass dieser Charakter nicht verlieren kann? Trotzdem werden sie halt genommen, weil sie vorher in anderen Produktionen Geld gebracht haben und das zählt dann halt mehr.
Es wäre schön, wenn die Qualität das alleinige Kriterium wäre, aber dann bitte auch in allen Aspekten und nicht nur als Begründung, warum man jetzt doch nicht divers besetzen könne.
[Edit: Der letzte Satz galt nicht dir persönlich, sondern war eine allgemeine Bemerkung von mir.]
JollyOrc:
--- Zitat von: caranfang am 19.02.2022 | 20:33 ---Selbst Dumas, der selbst PoC war, hätte es nicht gutgefunden, wenn man einen Charakter aus seinen werken eine andere Hauptfarbe verpasst hätte...
--- Ende Zitat ---
Aus ehrlicher Neugierde, bitte nicht als Kritik verstehen: Hast Du da eine Quelle zu, bzw. irgend etwas, was diese Aussage untermauert?
Xemides:
--- Zitat von: caranfang am 19.02.2022 | 20:33 ---Selbst Dumas, der selbst PoC war, hätte es nicht gutgefunden, wenn man einen Charakter aus seinen werken eine andere Hauptfarbe verpasst hätte...
--- Ende Zitat ---
Und doch hat die BBC sich um ein wenig Diversität dabei bemüht.
https://i1.wp.com/insidemediatrack.com/wp-content/uploads/2014/01/5495126-high-the-musketeers.jpg
Issi:
--- Zitat von: Jiba am 19.02.2022 | 20:05 ---Alte Geschichten haben das Problem auch nicht: Gerade Märchen, Legenden und Mythen sind zeit- und farblos, denn diesen Arten von Erzählungen ist es sogar zu eigen, dass sie immer wieder interpretiert und in neue Kontexte gesetzt worden sind. Und wenn es Tolkien wirklich darum ging, einen Mythos zu schaffen, dann ist es nur recht und billig, dass wir den neu interpretieren.
--- Ende Zitat ---
Jein.
Oder anders: Es kommt darauf an.
Zeitlos- Ja überwiegend.
Farblos- Nicht unbedingt
Bei einem Märchen aus tausend und einer Nacht würden viele z.B. keine Wikinger erwarten ( Oder zumindest nicht ausschließlich solche). Ebenso bei einer Indischen Saga.
Oder bei einer Legende um Samurai..etc.
Je näher ein Märchen an einer historischen Reallife Welt sein soll (auf Wunsch der Autoren), desto mehr wird es eine bestimmte Färbung haben.
Bei rein historischen Welten ( ohne Fantasy) ist die Portion Märchen auch teilweise ganz raus.
Edit.
Oder noch anders: Es gibt Werke die haben keine konkrete Reallife Vorlage (und/oder kein konkretes Worldbuilding), und sind deshalb nicht daran gebunden.
(Gerade im SciFi Bereich funktioniert das
bei Märchen idR. ziemlich gut.)
Weil die von dieser Welt häufig komplett entkoppelt sind.
Auch alternative Welten wie "Narnia" oder das "Land in dem Peter Pan wohnt" ( Wie heißt das doofe Land nochmal?)
Oder auch das "Wunderland" etc. bieten da wenig Einschränkungen.
Nicht zu vergessen" Shreks Heimat: "Far Far Away." , Die "Scheibenwelt" , "Oz" whatever.
Edit.
Ich finde Tolkiens Welt ist sowas dazwischen.
Kein "Narnia" aber auch kein "Historienfilm."
(Ich verstehe dass man da verschiedene Standpunkte zu haben kann)
Wobei es ansich egal ist, ob es überhaupt ne Reallife Vorlage gab, und welche das war.
Es hat sich vermutlich einfach schon eine gewisse Vorstellung entwickelt, wie die Welt so ist.
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