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Herr der Ringe - Die Serie - Die Ringe der Macht

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Sosthenes:

--- Zitat von: melkvie am 22.02.2022 | 10:50 ---Aber "fair" kann neben "hell" auch "schön" oder "makellos" heißen. Was PoC-Elben ja nicht widersprechen würde.
--- Ende Zitat ---

Bei der Tolkien'schen Bart-Streiterei gab's auch "fair in face" und die Frage ob das nun bartlos impliziert ;)

Wobei ich jetzt nicht glaube dass die Fraktion der Leute die PoC-Elfen als eh schon kanonisch sind doch eher gering sind, d.h. die Pro-PoC-Schauspieler Seite sich bewusst ist dass dies ein Bruch mit der Meinung des Autoren, zumindest zur Zeit des Niederschreibens wäre. Aber halt Orthodoxie nicht unbedingt ausnahmslos erstrebenswert sei.

Es ist ein bisschen hier untergegangen, im Streit darum wie viel Farbe in den Honigtopf von Epic Pooh gehört, aber weiß jemand mehr über die Hobbit-Situation? Ich kann die kleinen Kerle ja nicht leiden, da stört's mich jetzt bedeutend mehr dass man die jetzt auch noch hier reinpfriemeln muss. Den Vanity Fair Artikel kann ich ja auf verschiedene Art lesen, kommen die beiden "Harfoots" jetzt nur mal kurz vor so als Fanservice, oder sind die langfristige comic relief Begleiter/Kommentatoren? Die Schauspielerinnen sind ja noch arg jung und ohne viel Resume, also eher "Können ja kein Tolkien bringen ohne Hobbits"?

Zed:
@Isegrim: Ich denke, wenn etwas außer der Norm wäre, hätte er es beschrieben.

Tja, jetzt setzt natürlich die Norm im Kopf jedes Rezipienten ein: Hältst Du "weiß" für die Norm, dann bildet sich etwas anderes in Deinem Kopf ab als wenn Du eine vielfältige Hautfarbe für die Norm hältst.

Plus: Die Intention der urhebenden Person wird von nicht wenigen in der Literaturwissenschaft als irrelevant angesehen. Der These kann ich folgen. Anders lassen sich die Sandalenfilme nicht erklären, die sicher ernst und nicht cringe/lachhaft gemeint waren, wie sie heute gesehen werden (müssen).

Isegrim:

--- Zitat von: Zed am 22.02.2022 | 11:27 ---@Isegrim: Ich denke, wenn etwas außer der Norm wäre, hätte er es beschrieben.

Tja, jetzt setzt natürlich die Norm im Kopf jedes Rezipienten ein: Hältst Du "weiß" für die Norm, dann bildet sich etwas anderes in Deinem Kopf ab als wenn Du eine vielfältige Hautfarbe für die Norm hältst.
--- Ende Zitat ---

Was glaubst du denn, was in Tolkiens Kopf "die Norm" war, in seinem aus nordeuropäischen Vorbildern zusammen gestückelten Sagen-Setting? Und ja, wir reden grade von "Tolkiens Mittelerde"; ließ nochmal caranfangs, melkvies und meinen Beitrag im Zusammenhang. Jetzt mit "Dead of the Author" zu kommen ist reines Derailing. Lass das bitte.

Der Läuterer:
Der Ausdruck 'Halb' bezieht sich immer auf ein Kind eines Menschen mit einer anderen Rasse.

Wenn sich der Halb-Elb entscheiden kann, ob er Mensch oder Elb sein will, dann ist das nicht nur äusserst praktisch, es ist auch eine machtvolle Fähigkeit, eine Chance, eine Wahl, die niemand anders hat, der von Eltern zweier unterschiedlicher Ethnien (Rassen) abstammt.

Normalerweise sieht es doch so aus, dass das Kind ein Aussehen hat, das entweder mehr nach dem Vater oder der Mutter schlägt. Und dann kommt noch die gesellschaftliche Prägung hinzu, wo und wie das Kind aufwächst.

Wie nennt man dann das Kind einer Elbin nach einer Ork Vergewaltigung?
Back to the roots? Weil die Orks aus, von Melkor korrumpierten und verstümmelten, Elben hervorgingen?
Kann sich dieses Kind auch für das Blut seiner Mutter entscheiden?

Sich für das Blut der Mutter oder des Vaters zu entschieden. Das hat schon was.
DAS hat schon ein ganz eigenes Geschmäckle.
Böse Zungen würden so etwas als äusserst rechtes Gedankengut brandmarken.
Ich bin kein Tolkien Kenner. Ich weiss nicht, wie er dachte, oder wo er politisch stand.

Und... Weshalb heisst das eigentlich Halb-Elb oder Halb-Ork?
Dabei sollte auch noch auffallen, dass die Begriffe einem gewissen Rassismus per se entsprechen, denn der Ausdruck Halb-Mensch hätte dann schon etwas, das in Richtung Tier deuten würde.
Und Halbblut klingt auch nicht besser...

Issi:
Naja, denke die "Norm" wird vor Allem durch die Bilder und Filme gebildet, die Menschen bislang sehen konnten.
Und diese Bilder haben sich deshalb über lange Zeit als Norm für die Welt Mittelerde etabliert.

Ich würde deshalb auf jeden Fall differenzieren zwischen "was hält man in einer Sagen? Fantasywelt für die Norm, (weil es lange Zeit so gezeigt wurde in Film und Bild)?" und "was hält man für diese und heutige Reallife Welt für die Norm?"

Mittelerde kann die heutige Welt ja gar nicht abbilden, weil sie viel früher entstanden ist.
Und sie wollte das vielleicht auch zur damaligen Zeit nicht. Da sie ja glaube ich, als Vorgeschichte/ Saga gedacht war.


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