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Herr der Ringe - Die Serie - Die Ringe der Macht

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Uebelator:
Ich habe die erste Folge geschaut und bin am Haken. Aber ich bin auch kein Tolkien-Purist oder rege mich über Dinge wie angeblich sichtbare Maschinen-Nähte an den Kostümen der Darsteller auf.
Audiovisuell gefällt mir die Serie bisher ausgesprochen gut und ich hatte in den ersten paar Minuten durchaus hier und da mal eine wohlige Herr der Ringe-Gänsehaut. Fühlt es sich an wie die Jackson-Trilogie? Nicht ganz. Die Handlung ist bisher auf mehrere Charaktere verteilt, während wir ja beim "Herrn der Ringe" vorerst sehr dicht an den Hobbits waren. Allein deswegen fühlt sich das Ganze schon irgendwie mehr nach Serie an.
Ich hatte befürchtet, dass alles irgendwie zu sauber und ein wenig billig wirkt wie zuletzt bei Shannara oder Wheel of Time, aber die Befürchtungen waren unbegründet. Klar, die Elben sind in der Regel blitzeblank, aber dafür haben die Hobbits und auch die Menschen eine gute Schicht Dreck im Gesicht und auf den Klamotten.

Was die Handlung angeht, wird sich zeigen müssen, ob die Serie was taugt. Als Einleitung ging die erste Folge schon klar, aber ein bissl mehr Verbindung zu den Charakteren muss da schon noch entstehen und man darf gerne noch eine Schippe Emotion mit drauf packen.

Bin auf jeden Fall gespannt, wie es weiter geht.

tartex:
Die Proto-Hobbits werden von machen in Irland als rassistisch gegenüber Iren wahrgenommen.

Rings of Power: The new hobbits are filthy, hungry simpletons with stage-Irish accents. That’s $1bn well spent


--- Zitat ---The portrayal of “Irish” characters as pre-industrial and childlike – simpletons, really – threads neatly into the Anglosphere’s rich tapestry of disdain for Celtic peoples. It brings us all the way back to the 70s – the 1870s. There’s an early scene in which we see the Harfoots, wearing filthy rags, scrabble in the ground for food. What is this, Famine cosplay?
--- Ende Zitat ---

Da würden sich die kEinzelgänger dieser Welt wahrscheinlich sogar darüber freuen, wenn man anti-keltische Aussagen nicht schon bei Tolkien immer wieder finden könnte.

menemen:

--- Zitat von: tartex am  2.09.2022 | 15:01 ---Die Proto-Hobbits werden von machen in Irland als rassistisch gegenüber Iren wahrgenommen.

Rings of Power: The new hobbits are filthy, hungry simpletons with stage-Irish accents. That’s $1bn well spent

Da würden sich die kEinzelgänger dieser Welt wahrscheinlich sogar darüber freuen, wenn man anti-keltische Aussagen nicht schon bei Tolkien immer wieder finden könnte.

--- Ende Zitat ---

Naja, Tolkien's Werk ist halt durch und durch von Rassismus geprägt. Das "Irische herabwürdigende" ist vielleicht sogar der prägendste Teil vom Kuchen (auch wenn sie deutlich besser wegkommen als alles ost-slawisch oder afrikanisch-muslimische, man vergleich nur wie gerade überall Russen als Orks bezeichnet werden). Werde nie verstehen warum man nicht lieber was Eigenes entwickelt anstatt das Alte mit dem Vorschlaghammer in ein nicht-passendes Korsett zu prügeln (und dafür mehrere hundert Millionen Euro verballert).

Noir:

--- Zitat von: menemen am  2.09.2022 | 15:16 ---Werde nie verstehen warum man nicht lieber was Eigenes entwickelt anstatt das Alte mit dem Vorschlaghammer in ein nicht-passendes Korsett zu prügeln (und dafür mehrere hundert Millionen Euro verballert).

--- Ende Zitat ---

Weil eine schlechte "Herr der Ringe"-Serie heute trotzdem deutlich mehr Leute zieht als eine fantastische neue Fantasy-Serie. Es kostet viel zu viel eine neue Marke zu etablieren.

Achamanian:
Okay, ich habe bisher nur die ersten zehn Minuten gesehen und will nicht nach denen urteilen ... aber jetzt will ich doch mal urteilen.

Von der Ästhetik her passt das für mich, und ja, Galadriel ist ne coole Sau.

Aber warum mussten sie die ganze Backstory des Auszugs aus Valinar so exrtrem viel blöder und langweiliger machen? Ich bin ja nicht mehr so Silmarillion-Firm, aber war das nicht eine Shakespearische Saga von Geschwisterzwist, fehlgeleitetem Stolz und Königsmord? Sind die Noldor nicht vor allem wegen ihrer Inneren Streitigkeiten und auf der Suche nach neuen Ländern, in denen sie ihre Reiche errichten können, teilweise aus Valinor ausgezogen? Ja, da war auch noch die Geschichte mit Ungolianth und Morgoth und den Bäumen, aber die Noldor sind doch nicht auf der Jagd nach Morgoth nach Mittelerde gekommen, oder irre ich mich total?
Man hätte das Thema "Innerer Zwist" ja auch in der anfänglichen Backstory der Serie anschneiden können, ohne dabei ins Detail zu gehen und evtl. Lizenzprobleme zu bekommen. Eben nur klar machen, dass es eben nicht alles nur darum ging, den dunklen Herrscher zu besiegen, sondern dass die Noldor auch und vor allem "politische Geschöpfe" sind.
Das ist für mich auch seit jeher im positiven Sinne das Herz von Tolkiens Werk, dass es eben nicht nur um dieses paranoide "Wir müssen immer auf der Hut sein und das Böse ausmerzen, wo sich auch nur eine Spur davon zeigt" ging, das Galadriel leider in der Serie verkörpern soll, sondern darum, dass die Menschen und Elben sich aus Herrschsucht und Stolz immer wieder selbst zu Fall bringen .

Ich were das noch weiter sehen, aber erst mal war ich enttäushct von dieser drögen, 08/15-Jagd auf den dunklen Herrscher.

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