Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Gibt es für euch irrationale Regelwerks-Abtörner?
Waldrand:
--- Zitat von: Greifenklause am 15.12.2017 | 14:28 ---Jein, du:
Ich bin einfach Fan einer "WENN-DANN-SONST"-Verknüpfung.
WENN ich Köche (oder entsprechende Fertigkeiten) will, dann muss ich sie auch valide verregeln --- (Greifenklauses Pfad)
SONST lasse ich sie am Besten gleich weg oder subsumiere sie unter was stärkeres --- (Weltengeistes Pfad EDIT ? EDITENDE)
Beides ist legitim-
In meinem Homebrew habe ich den Zuckerbäcker erst eingeführt, als ich mir sicher war, was für knackige Vorteile er bekommen bzw geben sollte. Und trotz dessen ich Zuckerbäcker-Fan bin, bin ich mit dem Ergebnis noch nicht ganz zufrieden.
Und selbst wenn ich zufrieden wäre, lohnt sich die Klasse derzeit nur, wenn man mit "Rationen" spielt UND Nahrungsmittelknappheit herrscht.
(Naja, als soziale Klasse immer noch brauchbar, aber nichts, was "Barde", "Sektenführer" oder "Edelmann" nicht besser könnten).
---
Ich HASSE Systeme, bei denen sich die Autoren anscheinend oder offensichtlich um die Ausgeglichenheit zwischen den Klassen (oder Fertigkeiten) kaum Gedanken gemacht haben.
--- Ende Zitat ---
Hahaha,
Dann habe ich in diesen Punkt eindeutig die irrationale Abneigung, denn ich habe eine gegen Systeme ohne überflüssige Skills.
Wenn es nur Skills gibt, die für Abenteuer optimiert aber keine nützlichen für denn gemeinen Weltbewoher, so kommt mir das schnell noch potemkinsche Dörfer mit Papp-Aufsteller bewohnt vor, die nur Theaterkulisse* für die Charakter sind.
Mich stören schon Charakterbogen die nur Sachen wie Schwertkampf, Klettern und Schleichen erhalten und Folgerichtig beim normalen NPC leer wären, irrationaler weise gehe ich davon aus das die auch alle, wirklich alle, NPCs einen liebevollen Charakterbogen haben.
Und natürlich ist Töpfern für die SC nur ein Hobbyskill mit äusserserst begrenzter praktischer Anwendbarkeit aber auch n SC Brauch n Hobby.
Überhaupt stören mich alle Sonderregeln die SCs bevorzugen, die finde ich unfair.
* Was sie ja faktisch sind, nur macht es bitte nicht so offensichtlich für mich.
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Boba Fett:
--- Zitat von: Waldrand am 2.01.2019 | 16:06 ---Dann habe ich in diesen Punkt eindeutig die irrationale Abneigung, denn ich habe eine gegen Systeme ohne überflüssige Skills.
--- Ende Zitat ---
Schu, ich habe eine Abneigung gegen Systeme mit überflüssige Skills.
Natürlich soll jede Spielfigur einen Charakter haben und auch Kentnisse fernab der Abenteuertauglichkeit.
Aber für die braucht es keine Skills. Denn ansonsten müsste man sich entweder entscheiden eine endlos lange Fertigkeiten-Liste zu machen
oder man macht eine offene Liste, nach dem Motto: Denk Dir selbst was aus.
In jedem Fall fehlt dann für solche Fertigkeiten auch noch die Regelungen über die Interpretation von Werten und Würfelresultaten.
Deswegen ist mir eine Notiz "kann gebrochen Französisch sprechen" viel lieber als "Französisch 10", denn mit dem Wert 10 werde ich mir etwas anderes vorstellen als ein anderer Spielleiter.
Vor allem brauch man im Spiel nicht immer auf alles Würfeln. "Du kannst Töpfern, okay, dann kannst Du natürlich ein paar Becher auf der Töpferscheibe machen."
Und ausserdem ist ein "Töpfern 8" mir auch zu simpel. Umschreibungen sagen oft viel mehr aus und verraten auch, dass der Spieler sich wirklich Gedanken gemacht hat.
Im echten Leben sagt ja auch niemand "Ich habe PKW fahren auf 12".
Ich habe ausserdem eine Abneigung für Systeme mit zu vielen Fertigkeiten.
Es gibt Naturkunde, Botanik, Pflanzenkunde, Kräuterkunde und Wissen über Heilpflanzen.
Ausserdem Beschatten und Heimlichkeit, ausserdem Schleichen und Klettern und Balancieren und Akrobatik obendrein...
*Tilt*
So 25 bis 50 Fertigkeiten sind okay, 60 würde ich auch noch spielen.
Darüber hinaus sind es mir schlicht zu viele.
Waldrand:
--- Zitat von: Boba Fett am 2.01.2019 | 16:26 ---....
oder man macht eine offene Liste, nach dem Motto: Denk Dir selbst was aus.
In jedem Fall fehlt dann für solche Fertigkeiten auch noch die Regelungen über die Interpretation von Werten und Würfelresultaten.
Deswegen ist mir eine Notiz "kann gebrochen Französisch sprechen" viel lieber als "Französisch 10", denn mit dem Wert 10 werde ich mir etwas anderes vorstellen als ein anderer Spielleiter.
Vor allem brauch man im Spiel nicht immer auf alles Würfeln. "Du kannst Töpfern, okay, dann kannst Du natürlich ein paar Becher auf der Töpferscheibe machen."
....
--- Ende Zitat ---
Offene listen finde ich nicht verkehrt. Ich sehe eigentlich auch keinen Gewinn, auch keine Realismussteigerung, jedes Fertigkeit anders zu verregeln. Mit ein paar Beispielen sollte das dann, leicht auf andere Fertigkeiten Übertragbar sein.
Zu Französisch 10: ne Zahlenangabe ist ja eigentlich grade ein ziemlich differenziertes gut vergleichbares Mass, nicht umsonst werden in unser Welt Sprachkenntnisse in Zahlen, bzw. Buchstabenzahl Kombinationen, A2 etc. angegeben. Natürlich gibt es dann dafür auch eine Tabelle die das ganze wieder in Sätze umformt.
Und natürlich muss man nicht immer Würfel nur weil das Regelsystem eine Mechanik hierzu bereitstellt. Aber das gilt nicht nur für Hobby/exotische Talente finde ich.
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Tegres:
Ich mag keine Poolsysteme. Das kommt bei mir nicht an den Tisch.
Luxferre:
Also von den 13 Seiten bisher waren doch bestimmt 10 Seiten gefüllt mit rationalen und nachvollziehbaren Abtörnern.
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