Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Gibt es für euch irrationale Regelwerks-Abtörner?
Maarzan:
Die 1-100 sind für sich keine Scheingenauigkeit. Das Problem ist das Würfelsystem, welches darauf zur Anwendung kommt.
Tegres:
CoC 7 nutzt aber die 100er-Skala aus, um auch mit den halben Werten (schwieriger Erfolg) und Fünftel-Werte (extremen Erfolg) zu arbeiten. Das ginge zum Beispiel in einem W20-System (5%-Schritte) nicht oder nur wesentlich schlechter.
Aber Leute: Wir werden für das Thema gerade viel zu rational ;D
:btt:
Crimson King:
--- Zitat von: Tegres am 6.01.2019 | 11:19 ---CoC 7 nutzt aber die 100er-Skala aus, um auch mit den halben Werten (schwieriger Erfolg) und Fünftel-Werte (extremen Erfolg) zu arbeiten. Das ginge zum Beispiel in einem W20-System (5%-Schritte) nicht oder nur wesentlich schlechter.
--- Ende Zitat ---
Die Qualität von Erfolgen kann man auch mit wesentlich grobgranulareren Mechaniken abbilden, sogar bei wesentlich weniger Rechenaufwand. Das Vorgehen bei CoC ist genau das, was ich als Scheingenauigkeit bezeichne. Für die Praxis ist es kaum relevant, ob ich 12,6% auf 13% oder auf 15% aufrunde.
Maarzan:
--- Zitat von: Crimson King am 6.01.2019 | 11:34 ---Die Qualität von Erfolgen kann man auch mit wesentlich grobgranulareren Mechaniken abbilden, sogar bei wesentlich weniger Rechenaufwand. Das Vorgehen bei CoC ist genau das, was ich als Scheingenauigkeit bezeichne. Für die Praxis ist es kaum relevant, ob ich 12,6% auf 13% oder auf 15% aufrunde.
--- Ende Zitat ---
Aus der Praxis: Bei den Olympischen Spielen 2016 lagen über 100m Freistil 2,1% auf den WR bezogen zwischen Olympiagold und im Vorlauf raus.
Ob das jemand jetzt in seinem Spiel so genau braucht ist Geschmackssache, aber das ist dann ein bewußtes Ignorieren/Vereinfachen (oder sollte es zumindest sein).
Crimson King:
--- Zitat von: Maarzan am 6.01.2019 | 11:42 ---Aus der Praxis: Bei den Olympischen Spielen 2016 lagen über 100m Freistil 2,1% auf den WR bezogen zwischen Olympiagold und im Vorlauf raus.
Ob das jemand jetzt in seinem Spiel so genau braucht ist Geschmackssache, aber das ist dann ein bewußtes Ignorieren/Vereinfachen (oder sollte es zumindest sein).
--- Ende Zitat ---
Zufallsmechaniken beim Rollenspiel bedeuten immer eine Diskretisierung des überabzählbar großen aus der Erzählung heraus möglichen Ereignisraumes, also grundsätzlich bewusstes Ignorieren/Vereinfachen. Die Verwendung bestimmter Mechaniken führt lediglich zu einer andern Form der Diskretisierung. welche davon man bevorzugt, ist natürlich Geschmackssache, aber letzten Endes braucht es für die Rollenspielpraxis nichts weiter als einen Ereignisraum, der das sinnvolle Forterzählen der Handlung unter Berücksichtigung des gewünschten Spielgefühls ermöglicht.
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