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Wieso sind in Fantasysettings so oft so wenige Bewohner vorgesehen?
Grey:
--- Zitat von: KhornedBeef am 13.12.2017 | 12:46 ---Ich habe mal die 1-Minuten-Terrine-Recherche gemacht, bei leben-im-mittelalter.de :
"Deutsches Reich
Gegen Ende des Spätmittelalters existierten in Deutschland etwa 3500 Städte, die im Vergleich mit antiken Städten relativ klein waren. 90 bis 95 Prozent der Städte zählten zu den Zwerg- (bis 500 Einwohner) und Kleinstädten (bis 2000 Einwohner). Der Rest verteilt sich auf kleine Mittelstädte mit 2000 bis 10.000 Einwohnern, große Mittelstädte mit bis zu 20.000 Einwohnern und die wenigen Städte, die mit mehr als 20.000 Einwohnern die Großstädte bildeten. Die Städte, die eine Einwohnerzahl jenseits der 50.000 erreichten und zu den Weltstädten des Mittelalters gezählt werden können, lagen alle in anderen europäischen Ländern.
--- Ende Zitat ---
Dank an Khorned Beef für dieses Sück Recherche! :d
nobody@home:
Zum Teil mag's daran liegen, daß viele ihre Ideen in Bezug auf die Größe von Fantasystädten zumindest mit aus Film und Fernsehen beziehen -- und da setzen dann Setgröße und Anzahl der verfügbaren Schauspieler natürliche Grenzen, die tatsächliche Siedlungen so in der Regel nicht haben.
(Umgekehrt kann man natürlich argumentieren, daß es ab einer bestimmten Kopfzahl auf die genaue Stärke der örtlichen Bevölkerung eh nicht mehr so sehr ankommt, weil die SC ohnehin nie alle treffen werden. "Hier ist 'ne Metropole mit zweihunderttausend Bewohnern...von denen im Lauf unserer Kampagne, die hauptsächlich hier spielt, vielleicht drei oder vier Dutzend so wichtig sein werden, daß wir sie uns länger als für die Dauer eines einzigen Abenteuers namentlich merken müssen.")
Maischen:
Ich glaube, dass sich kleine Orte besser für das Rollenspiel eignen. Es bleibt überschaubar und kann trotzdem alles geben, was der Spielleiter und die Spieler in einem Ort vorfinden wollen. Irgendwann wäre eine Stadt ansonsten halt so groß wie eine ganze Rolllenspielwelt - und dann wäre der Spielansatz ggf. ein anderer, zB ein immer fortdauerndes Erkunden und Entwickeln der Stadt. Das passt wohl nicht dem Mainstream . . .
bobibob bobsen:
--- Zitat ---So wenig wie man jetzt selbst für Aventurien jeden Feldweg aufzeichnet, so wenig muss man jedes Mietshaus in Rom skizzieren.
--- Ende Zitat ---
Gibt aber wohl Leute die das gern machen. Auch wenn ich mich nicht dazu zähle.
Wenn ich also ein setting Plane erlaube ich das dieser Gruppe ohne der anderen was weg zu nehmen. Umgekehrt geht das halt nicht.
Arldwulf:
Was sind denn überhaupt die größten angegebenen Bevölkerungszahlen in den einzelnen Settings? In den vergessenen Reichen kommt man durchaus schon in den Bereich 6 bis 7-stelliger Bevölkerungen für die größten Städte.
Generell sehe ich das Hauptproblem aber eher bei der Anzahl Städte, nicht ihrer Größe.
Die Distanz zwischen zwei Städten auf typischen Rollenspielkarten ist mehrere Tagesreisen, erwartbar wäre eigentlich eine Reisezeit von einigen (eher wenigen) Stunden. Gerade dann wenn die Einwohner eher auf viele kleine Städte verteilt sind als auf ein großes Zentrum sollten die Abstände geringer sein.
Liegt aber auch daran, dass häufig Weltkarten verwendet werden - und dabei große Lücken entstehen.
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