Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Gibt es für euch rationale Regelwerks-Abtörner?
Eulenspiegel:
--- Zitat von: alexandro am 18.12.2017 | 02:31 ---Dir ist schon klar, wie George Martin angefangen hat, oder? ^-^
--- Ende Zitat ---
Ja, es spricht ja nichts dagegen, dass jemand mehrere Sachen machen kann.
Es gibt ja auch viele Rollenspieler, die als Spieler angefangen haben und später nur noch SL machen. Und es gibt Rollenspieler, die sowohl als Spieler als auch als SL tätig sind.
In der Literatur ist das nicht großartig anders.
--- Zitat ---Und mal eine Gegenfrage: wieviele (unveröffentlichte) Fanfiction-Autoren kennst du persönlich, dass du derart pauschale Aussagen machen kannst?
--- Ende Zitat ---
Ich kenne etwa ein halbes Dutzend Autoren, die ihre Fanfiction nicht veröffentlichen.
Und dann noch zahlreiche weitere Autoren, die ihre Fanfiction veröffentlichen, die aber hauptsächlich darüber schwärmen, wie sie die Fanfiction geschrieben haben.
--- Zitat ---Ist aber auch Belanglos, da du ja bestätigst, dass es für das Rollenspiel keinen Unterschied gibt: denn jede Spielrunde entsteht durch das Feedback, welches die Spielteilnehmenden geben. Selbst wenn der SL nur eine Situation beschreibt und der Spieler darauf sagt, was seine Figur machen würde, ist das Feedback. Folglich können (nach deiner Definition) Rollenspielrunden gar nicht wie Romane sein.
--- Ende Zitat ---
Wieso? Inwiefern ist Feedback relevant? Nochmal, DU warst derjenige, der Feedback angesprochen hatte.
Um es deutlicher zu machen: Der Autor eines Romanes veröffentlicht seinen Roman nicht um Feedback zu bekommen. Nichtsdestotrotz bekommt der Autor hin und wieder natürlich Feedback. Aber dieser Feedback ist nicht der Zweck des Romans. Und der Roman hört auch nicht auf, ein Roman zu sein, nur weil der Autor Feedback bekommt.
Aber nochmal: Es ging mir nie um Feedback. Ob sich Romane und Fanfictions nun im Feedback unterscheiden oder nicht, ist vollkommen nebensächlich.
Es geht um die Wahrnehmung und den Zweck:
Bei einer Fanfiction ist der Fan derjenige, der die Geschichte schreibt. Er schreibt die Geschichte, weil es ihm Spaß macht.
Bei einem Roman ist es der Fan, der die Geschichte liest. Er liest die Geschichte, weil ihm das Lesen Spaß macht. Der Autor schreibt die Geschichte, damit andere diese Lesen können.
alexandro:
--- Zitat von: Eulenspiegel am 18.12.2017 | 02:43 ---Ich kenne etwa ein halbes Dutzend Autoren, die ihre Fanfiction nicht veröffentlichen.
Und dann noch zahlreiche weitere Autoren, die ihre Fanfiction veröffentlichen, die aber hauptsächlich darüber schwärmen, wie sie die Fanfiction geschrieben haben.
--- Ende Zitat ---
Ich dachte du beschäftigst dich mit Statistik? Dann sollte dir klar sein, dass dies für eine statistische Hypothese (wie du sie aufgestellt hast) extrem dünn ist (abgesehen davon, dass die Gründe warum die Autoren davon schwärmen nicht untersucht wurden)
--- Zitat ---Um es deutlicher zu machen: Der Autor eines Romanes veröffentlicht seinen Roman nicht um Feedback zu bekommen. Nichtsdestotrotz bekommt der Autor hin und wieder natürlich Feedback. Aber dieser Feedback ist nicht der Zweck des Romans. Und der Roman hört auch nicht auf, ein Roman zu sein, nur weil der Autor Feedback bekommt.
--- Ende Zitat ---
Praktisches Beispiel: George Martin hat seine Kurzgeschichten im "Analogue" veröffentlicht. Das Ziel der Veröffentlichung war es Feedback zu bekommen. Die Geschichten wurden gut angenommen und er hat sie später in Buchform veröffentlichen können (eine Anpassung war nicht notwendig) - das würde bedeuten, dass die Geschichten gleichzeitig Fanfiction UND Romane waren. Merkst du was?
--- Zitat ---Bei einer Fanfiction ist der Fan derjenige, der die Geschichte schreibt. Er schreibt die Geschichte, weil es ihm Spaß macht.
Bei einem Roman ist es der Fan, der die Geschichte liest. Er liest die Geschichte, weil ihm das Lesen Spaß macht. Der Autor schreibt die Geschichte, damit andere diese Lesen können.
--- Ende Zitat ---
Glaubst du Autoren haben keinen Spaß beim Schreiben ihrer Geschichten (Auftragsschriftsteller wie Hohlbein mal außen vor)?
Glaubst du Leser haben keinen Spaß an Fanfiction.
Im Übrigen vergleichst du hier zwei Sachen miteinander (Prozess des Schreibens vs. Wirkung beim Leser), welche nicht zusammengehören. Wenn du redlich diskutieren würdest (im Sinne von ceteris paribus), würdest du den Schreibprozess von Romanautoren und Fanfiction-Autoren vergleichen und dann die Wirkung von Fanfiction auf Leser im Vergleich mit der Wirkung von Romanen auf Leser. So wie du es machst (Schreibprozess des Fanfiction-Autors vs. Leseprozesses eines Roman-Fans) ist es sehr dodgy und manipulativ.
Eulenspiegel:
--- Zitat von: alexandro am 18.12.2017 | 03:00 ---Ich dachte du beschäftigst dich mit Statistik? Dann sollte dir klar sein, dass dies für eine statistische Hypothese (wie du sie aufgestellt hast) extrem dünn ist (abgesehen davon, dass die Gründe warum die Autoren davon schwärmen nicht untersucht wurden)
--- Ende Zitat ---
Ich habe keine statistische Hypothese aufgestellt.
Aber wie groß ist dein Datenmaterial?
--- Zitat ---Praktisches Beispiel: George Martin hat seine Kurzgeschichten im "Analogue" veröffentlicht. Das Ziel der Veröffentlichung war es Feedback zu bekommen. Die Geschichten wurden gut angenommen und er hat sie später in Buchform veröffentlichen können (eine Anpassung war nicht notwendig) - das würde bedeuten, dass die Geschichten gleichzeitig Fanfiction UND Romane waren. Merkst du was?
--- Ende Zitat ---
Nein, wie kommst du darauf?
Nochmal: Das Feedback hat nichts damit zu tun, ob etwas eine Fanfiction oder ein Roman ist.
--- Zitat ---Glaubst du Autoren haben keinen Spaß beim Schreiben ihrer Geschichten (Auftragsschriftsteller wie Hohlbein mal außen vor)?
Glaubst du Leser haben keinen Spaß an Fanfiction.
--- Ende Zitat ---
Nochmal, es geht um den ZWECK!
Wie du selber sagtest: Es gibt Auftragsschriftsteller wie Hohlbein. Ansonsten kann ein Autor auch gerne Spaß am Schreiben haben. Das bedeutet aber nicht, dass der Spaß daran der Zweck ist!
Und Leser von Fanfiction können auch Spaß haben! Das bedeutet aber nicht, dass der Spaß daran der Zweck ist!
--- Zitat ---Im Übrigen vergleichst du hier zwei Sachen miteinander (Prozess des Schreibens vs. Wirkung beim Leser), welche nicht zusammengehören.
--- Ende Zitat ---
Richtig! Es sind zwei verschiedene Sachen! Das macht den Unterschied aus! Schön, dass du mit mir endlich darin übereinstimmst, dass das zwei unterschiedliche Sachen sind.
--- Zitat ---Wenn du redlich diskutieren würdest (im Sinne von ceteris paribus), würdest du den Schreibprozess von Romanautoren und Fanfiction-Autoren vergleichen und dann die Wirkung von Fanfiction auf Leser im Vergleich mit der Wirkung von Romanen auf Leser. So wie du es machst (Schreibprozess des Fanfiction-Autors vs. Leseprozesses eines Roman-Fans) ist es sehr dodgy und manipulativ.
--- Ende Zitat ---
Nein, es geht um die Wirkung auf den Fan! Und die Wirkung auf den Fan unterscheidet sich bei Roman und Fanfiction nunmal darin, dass er einmal ein Leser und einmal ein Schreiber ist. Das ist der Unterschied!
Und genau diesen Unterschied gibt es auch beim Rollenspiel: Einmal generieren die Spieler selber eine Geschichte (Spieler = Autoren) und einmal partizipieren die Spieler nur an einer bereits vorhandenen Geschichte (Spieler = Leser).
Oder würdest du hier auch sagen, beides ist das gleiche, weil man nur die Geschichte vergleicht, die am Ende herauskommt?
Oder würdest du sagen, dass ein Restaurant gehen auch prinzipiell das gleiche ist, wie selber Essen kochen? Weil man einmal den Prozess des Kochens miteinander vergleichen muss? Und einmal den Prozess des Essens miteinander vergleichen muss? Oder würdest du sagen, Restaurantbesuch und selber Essen kochen, sind unterschiedliche Sachen, weil beim Restaurantbesuch der Prozess des Essens im Vordergrund steht. Während beim heimischen kochen beide Prozesse (kochen und essen) wichtig sind?
Hell van Sing:
Ich werf mal nen Smiley in den Raum: :btt:
Boba Fett:
rationale Regelwerks-Abtörner:
- 3W20 Proben
- Systeme, die den Leuten heldige Helden versprechen, dies aber durch Kleinhalterei nicht einhalten
- Fertigkeiten, die existieren, um die Spielfigur in seiner Rolle auszustaffieren, jedoch im Rollenspiel keinerlei Bedeutung haben und nicht (höchstens zu Alibizwecken) zur Anwendung kommen.
- Eigenschaften (Attribute), deren Werte keinerlei Anwendung finden, abgesehen davon, dass man einen aus ihnen abgeleiteten Bonus oder Malus zu Fertigkeiten (oder ähnlichem) hinzurechnen kann.
- Gummipunkte, die ich mir erlabern muss, die aber notwendig sind, um irgendwas reißen zu können.
- Kampfregeln, die komplex sind, so daß ein Kampf ohne Battlemap keinen Sinn macht, die aber ohne Battlemap auskommen.
- Bewegungsregeln, die Figuren eine Reichweite erlauben, durch die eine Battlemap ad absurdum geführt wird.
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