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Rassismus in Fantasy Rollenspiele

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Maischen:
Die Vorbildfunktion für Kinder und was du rollenspielerisch langweilig findest sind aber schon zwei verschiedene Dinge, oder?

Wenn ich mit erwachsenen Nicht-Rassisten spiele, geht es doch nur noch darum, was man spielen möchte. Da kann es einer durchaus spannend finden, zB bei Cthulhu, einen Rassisten zu spielen. Und jetzt?

Greifenklause:

--- Zitat von: Issi am  7.05.2018 | 19:25 ---
--- Zitat ---Aber bei Rowlings "Geldelfen" werfe ich mal folgendes Horrorszenario in den Raum.
Da liest/schaut/fanboyed also ein 12jähriger Rowling, HarryP und die "Geldelfen".
Einzwei Jahre später und immer noch leicht beeinflussbar trifft dieser 12jährige auf einen coolen älteren Kumpel, der zwar ein bischen bedrohlich wirkt mit seinen komischen Ansichten, aber eben auch cool ist.
Und der bricht dann das Eis, indem er sagt: "Ja, an sich habe ich nichts gegen Juden, aber irgendwie sind die wie die Geldelfen bei HarryPotter.... nur halt real! .... Achso: Früher, weit vor HarryPotter wurden die übrigens ganz ähnlich dargesteltt, schau hier und schau hier. Bestimmt kein Zufall..."
--- Ende Zitat ---
Ok, klar.
Wobei er ja auch sicher schon eine ganze Zeit lang zur Schule gegangen ist und sich dort zum Glück nochmal ganz anders mit dem Thema auseinandersetzen musste.
Im besten Fall denkt er sich vielleicht: Ups wie ist der denn bitte drauf?
Vielleicht findet er die Idee, dass das eine 1:1 Übersetzung zur Diskriminierung sein soll, auch einfach nur abwegig genug, um das zu ignorieren.

--- Ende Zitat ---
Ja, vielleicht. In vielen Fällen sogar wahrscheinlich. Aber die Minderheit leicht beeinflussbarer Deppen ist so halt noch beeinflussbarer.
Das Problem ist hier sogar gerade, dass bei Rowling (ähnlich wie bei Tolkien) ja erst mal blind davon ausgegangen wird, sie sei über jeden Zweifel erhaben...

Ludovico:
@Chruschtschow
Sorry, aber ich kann mich Deiner Argumentation in Bezug auf Rollenspiel nicht anschliessen.
Ich sehe es als Geschmacksfrage, ob und inwiefern man das Thema Rassismus im Spiel behandeln bzw. behandelt sehen möchte.
Ansonsten bin ich erstmal raus aus dem Thread (der mehr und mehr wie ein besonders schrecklicher Autounfall erscheint, von dem ich einfach nicht den Blick abwenden kann).

felixs:

--- Zitat von: Greifenklause am  7.05.2018 | 19:11 ---"Freiheitsliebende Wikinger" sind ein Klischee des 3. Reiches und ihrer nordisch-ideologischen Vorgänger.
Tatsächlich waren sie Räuber und Sklavenhändler (und Bauern und Fischer) wie viele andere Völker auch.

--- Ende Zitat ---

Genau das meinte ich.
Das ist eine Form von positivem Rassismus.
Grundsätzlich stört mich das nicht, es fällt mir aber auf.

Was DSA aus dem Islam gemacht hat, ist eine ziemliche Katastrophe. Und diesen ganzen Kram mit geringer Selbstbeherrschung, aufbrausendem Blut bei den Novadis etc...

Runenstahl:

--- Zitat von: Isegrim am  7.05.2018 | 18:50 ---Warum machen wir uns dann Gedanken über Rassismus, wenns im echten Leben eh kein richtig und falsch gibt, und alles nur Ansichten sind? ;)

--- Ende Zitat ---

Da mißverstehst du mich (oder auch nicht, du zwinkerst ja am Ende). Rassismus ist natürlich nichts gutes. Und natürlich gibt es falsche Ansichten. Ich bin nur der felsenfesten Überzeugung das es auf der ganzen Welt niemanden gibt (oder gab !) der (ohne geistesgestört zu sein) durch und durch Böse ist. Genausowenig gibt es allerdings (leider) auch niemanden der absolut gut ist. Es gibt nur Grauzonen. Aber das heißt natürlich nicht das es nicht genug Leute gibt die bestrafungswürdiges tun würden. Aber die sind halt nie "Böse" sondern eher Therapiebedürftig. Deswegen bin ich (im echten Leben) auch ganz klar gegen die Todesstrafe.

Ich habe allerdings kein Problem damit in Filmen, Videospielen oder halt eben im Rollenspiel ganz andere Denkmuster zu erleben. Solange man klar Realität und Fiktion unterscheiden kann sollte das unproblematisch sein. Und ja, da kann es auch mal sein das mein Zwerg sich total rassistisch gegenüber den Elfen verhält weil er die für blumenessende Baumkuschler hält die beim ersten Anzeichen von Gefahr weglaufen und nicht wie aufrechte Kerle im Nahkampf kämpfen sondern eher aus dem Hinterhalt heimtückisch mit Bogen und Magie agieren. Natürlich ist das rassismus. Aber mMn halt im Spiel völlig unproblematisch.

Problematisch wird es eher wenn man im Spiel "realen" Rassismus einfließen läßt. Also (wie schon von anderen erwähnt) Spezies oder Kulturen einbaut die auf den Vorurteilen gegenüber realen Kulturen basieren. Da sollte man besser ganz vorsichtig sein.

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