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Rassismus in Fantasy Rollenspiele
Aendymion:
--- Zitat von: Lichtschwerttänzer am 8.05.2018 | 10:40 ---In Wolves Beyond the Border schwört Conan zum Schluss IIRC als Rache 10 Piktenköpfe für Balbus, 5 für den Hund Reisser.In DSA wurden und werden auch weiße Mittelreicher...äh...Europäer, Novadis, Zwerge etc. versklavt.
Warum sollte das nicht den Spaß Weißer am Setting trüben?
BTW Aranien, auch Teil dieser Kultur ist ein Matriarchat
Ist es Rassismus das ein Elf intelligenter ist als Ork, Mensch oder Zwerg?
Ist es Rassismus wenn der Elf glaubt er ist mehr Wert, im Unterschied mir sind andere Elfen Teurer weil sie mir näherstehen, als diese?
--- Ende Zitat ---
Der Unterschied liegt für mich halt im realweltlichen Bezug. Wurden in der realen Welt Weiße genauso systematisch versklavt wie Schwarze? Ich würde sagen, nein...und deshalb macht es für mich einen Unterschied, ob in der Spielwelt auch wieder Menschen mit schwarzer Hautfarbe versklavt werden, egal ob gleichzeitig auch noch Menschen weißer Hautfarbe betroffen sind.
Die Diskussion um Elfen, Orks und Co. ist aus diesem Grund für mich auch nochmal ne andere. Da gehts ja eher ums Prinzip Rassismus, ohne dass (zumindest auf den ersten Blick) in der Realität existierende Gruppe explizit im Blickpunkt stehen. Klar, hier gibts (wie in diesem Thread beschrieben) auch eventuell Bezüge zu diesen Gruppen, aber eben nicht so direkt und mEn platt wie bei den Novadis / Waldmenschen.
felixs:
--- Zitat von: Luxferre am 8.05.2018 | 10:56 ---Ist es Rassismus, wenn der weiße Mann der Baumwollsklave eines schwarzen Plantagenbesitzers ist?
--- Ende Zitat ---
Erstmal ist das Hauptproblem in dem Fall wohl Sklaverei und nicht der mögliche Rassismus.
Rassismus wäre, wenn es den dabei auch gibt, dann das sekundäre Problem.
bobibob bobsen:
--- Zitat ---Ist es Rassismus, wenn ein Riese größer ist als ein Zwerg?
--- Ende Zitat ---
es kommt halt immer drauf an was man daraus macht. Wenn nur Personen größer 2m im Gasthaus bedient werden ist man schnell im Bereich Rassismus.
Schau dir mal die Argumentation von Rassisten an. Die ist sehr ähnlich.
Achamanian:
--- Zitat von: Luxferre am 8.05.2018 | 10:56 ---Ist es Rassismus, wenn der weiße Mann der Baumwollsklave eines schwarzen Plantagenbesitzers ist?
--- Ende Zitat ---
In der Fiktion?
Wüsste nicht, warum es das sein sollte - ebenso wie andersrum. Da wird ja erst mal nur ein Herrschaftsverhältnis impliziert: "Ein Weißer arbeitet in dieser Welt als Sklave für einen Schwarzen." Ob das jetzt Alternate History im Sinne von so was wie "Die Töchter Egalias" ist oder anders in den Weltentwurf passt, kann ich auf der dünnen Grundlage ja auch nicht sagen.
Wenn der weiße Mann mental per Definition zu nichts anderes fähig ist als kindlichem Gehorsam, ist es auch nicht unbedingt rassistisch, weil es in einem diametralen Gegensatz zu realweltlichem Rassismus steht und damit die Vermutung einer Rassismus-Parodie naheliegt. Aber da müsste man dann schon wieder den konkreten Text vorliegen haben, um sich ein Urteil zu bilden.
nobody@home:
--- Zitat von: felixs am 8.05.2018 | 10:57 ---Ich meine schon, dass es einen moralischen Unterschied macht, ob jemand aus Überzeugung rassistische Gedanken verbreitet, oder ob jemand das "nur" aufgrund seiner Prägung, möglicherweise sogar trotz gutem Willen, nicht vermeiden kann.
--- Ende Zitat ---
Sicher, über mildernde Umstände kann man sich immer noch unterhalten. Das ist aber nicht automatisch gleichzusetzen mit "vollkommener Unschuld" -- irgendwo sind wir ja letztendlich alle auch für unsere Fehler, Dummheiten, und Mißverständnisse immer noch selber verantwortlich. (Oder zumindest ist das einer der Grundpfeiler unserer Gesellschaft; über die konkrete Existenz oder Nichtexistenz des freien Willens mögen sich die Philosophen streiten, wir tun aber einstweilen schon aus rein praktischen Erwägungen immer noch vorzugsweise so als ob. :))
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