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Rassismus in Fantasy Rollenspiele

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6:

--- Zitat von: felixs am  8.05.2018 | 13:00 ---Und das ist das, worauf ich mit "Augenmaß" zu antworten versucht habe.

--- Ende Zitat ---
Dieses Augenmaß haben sowohl Rumpel als auch Chruschtschow bewiesen. Ihnen wurde dieses Augenmaß aber abgesprochen.
Wo wir dann wieder bei PC wären.

--- Zitat ---Was auch immer das beweisen soll. Selbst wenn wir uns darauf einigen würden, dass die Definitionen in Wikipedia verbindlich sein sollen (was unsinnig wäre, dafür ist das nicht stabil und transparent genug), hätten wir immer noch das Problem, dass das nicht die Definitionen sind, mit denen die Leute normalerweise agieren. Darum geht es aber und die meisten Leute meinen mit "PC" eben nicht das von Dir zitierte (zu welchem ich halt, damit es eine akzeptable Regel wird, gern die Sache mit dem "Augenmaß" hinzufügen würde). Sie meinen vielmehr die starre Festlegung von Sprachregeln, wie sie beispielsweise in Behördenregeln zu finden ist und die sehr oft unredlich verwendet wird.

--- Ende Zitat ---
Es soll "beweisen", dass der Begriff PC wesentlich neutraler zu verstehen ist, als er gerne gemacht wird. Siehst Du ja schön an den Verrenkungen, die Issi machen muss, um PC ablehnen zu können.
Ach ja. Augenmaß sollte beim sinnvollen Gebrauch von PC auch verwendet werden.

--- Zitat ---Man kann den Gegnern von "PC" ja durchaus erklären, was man damit eigentlich meint.

--- Ende Zitat ---
Meine Erfahrung hat leider gezeigt, dass sobald das Wort PC gefallen ist, jede weitere Diskussion überflüssig ist. Wenn Du das Wort nicht verwendest, dann bedeutet es, dass man eine solche DIskussion auch für die anderen Beteiligten sofort zum Stillstand bringen kann, wenn man die Gegenseite als "politisch korrekt" bezeichnet.
Wenn Du also dem anderen erklären willst, welches Problem Du mit seinem Sprachgebrauch hast, diskutierst Du nach dem Nennen des Begriffes "PC" nur noch drüber, warum Du die Freiheiten des Anderen beschneiden willst.

EDIT:
So. Aber jetzt macht Ihr mit dem Thread weiter. Ich ziehe mich dann mal wieder zurück.

Issi:

--- Zitat ---Es soll "beweisen", dass der Begriff PC wesentlich neutraler zu verstehen ist, als er gerne gemacht wird. Siehst Du ja schön an den Verrenkungen, die Issi machen muss, um PC ablehnen zu können.
Ach ja. Augenmaß sollte beim sinnvollen Gebrauch von PC auch verwendet werden.
--- Ende Zitat ---
Bitte ?
Ich lehne Political Correctness überhaupt nicht pauschal ab!
Herr 6, wie kommst du denn bitte darauf?

Ich bin davon ausgegangen, dass für dich "political correctness" bedeutet niemanden zu verletzten und man deshalb auch solche Begriff wie "Rassismus" generell nicht benutzen darf.
Allein davon habe ich mich distanziert. Von mehr nicht.

Ich habe versucht dir zu erklären, dass Konstruktive Kommunikation ein sinnvolles Werkzeug ist. Bei dem es klar darum geht erst mal niemanden zu verletzten.
Aber eben mit dem Ziel, dass die nötige Kritik auch wirklich angenommen werden kann.


konstruktive Kritik  will erst Mal das Gegenüber nicht verletzen. Das macht sie auch ein stückweit politisch korrekt. Ganz wertfrei.
Aber das ist nicht alles was sie ausmacht. -Darum ging es mir auch- Sie ist ein Werkzeug, damit Kritik besser angenommen werden kann.

"Political Correctness" ist nicht Negatives!
Es ist nur kein Synomym für "konstruktive Kommunikation" an sich.


Ich muß mich doch sehr wundern.......über diese versuchten Unterstellungen  pfui!

Lichtschwerttänzer:

--- Zitat von: Chruschtschow am  8.05.2018 | 13:09 ---Versuchst du uns gerade zu verkaufen, dass eine britische Lehrerin mit Studienabschlüssen in geisteswissenschaftlichen Fächern tatsächlich den antisemitischen Stereotypen vom hakennasigen Geldverleiher nicht kennen könnte? :o
--- Ende Zitat ---
Nein, existiert der in Großbritannien?

Was ich verkaufen will, ist das nicht jeder Autor jede rassistische, abwertende Stereotype etc.  jeder Kultur, Gemeinschaft etc. kennen muss oder kann und selbst wenn dieser nicht automatisch bewusst gewesen sein muss.

Ich denke bei Bankern von Hogwarts an die Gnome von Zürich obwohl die  Antisemitischen Stereotypen der NS Vergangenheit mir erheblich  früher bekannt waren.

felixs:

--- Zitat von: 6 am  8.05.2018 | 13:17 ---Dieses Augenmaß haben sowohl Rumpel als auch Chruschtschow bewiesen. Ihnen wurde dieses Augenmaß aber abgesprochen.

--- Ende Zitat ---

Darüber kann man streiten und hat man ja auch gestritten. Ich bin da auch nicht mit allem einverstanden.


--- Zitat von: 6 am  8.05.2018 | 13:17 ---Ach ja. Augenmaß sollte beim sinnvollen Gebrauch von PC auch verwendet werden.Meine Erfahrung hat leider gezeigt, dass sobald das Wort PC gefallen ist, jede weitere Diskussion überflüssig ist. Wenn Du das Wort nicht verwendest, dann bedeutet es, dass man eine solche DIskussion auch für die anderen Beteiligten sofort zum Stillstand bringen kann, wenn man die Gegenseite als "politisch korrekt" bezeichnet.
Wenn Du also dem anderen erklären willst, welches Problem Du mit seinem Sprachgebrauch hast, diskutierst Du nach dem Nennen des Begriffes "PC" nur noch drüber, warum Du die Freiheiten des Anderen beschneiden willst.

--- Ende Zitat ---

Wäre das dann nicht ein guter Grund, auf den Begriff zu verzichten? Bzw. ihn nur dann zu verwenden, wenn man auch Zeit und Raum hat, ihn zu definieren? (Genug Raum und Zeit wäre hier gewesen).
Ich meine - wenn Dir das Problem bekannt ist, warum bestehst Du dann auf den Begriff "PC"?


--- Zitat von: Lichtschwerttänzer am  8.05.2018 | 13:27 ---Ich denke bei Bankern von Hogwarts an die Gnome von Zürich obwohl die  Antisemitischen Stereotypen der NS Vergangenheit mir erheblich  früher bekannt waren.

--- Ende Zitat ---

Und mir ist nicht klar, welche Möglichkeiten man gehabt hätte, die (unsympathisch und mit Fantasy-Flair) darzustellen, die nicht den Vorwurf antijüdischer Klischees einbringen würden.

Chruschtschow:

--- Zitat von: Lichtschwerttänzer am  8.05.2018 | 13:27 ---Nein, existiert der in Großbritannien?
--- Ende Zitat ---

Kennst du den Händler von Venedig? Shakespeare? Die Rolle des Shylock? Auf der elisabethanischen Bühne wohl auch gerne mit Hakennase. Das sind europaweite Stereotype.


--- Zitat von: Lichtschwerttänzer am  8.05.2018 | 13:27 ---Was ich verkaufen will, ist das nicht jeder Autor jede rassistische, abwertende Stereotype etc.  jeder Kultur, Gemeinschaft etc. kennen muss oder kann und selbst wenn dieser nicht automatisch bewusst gewesen sein muss.

--- Ende Zitat ---

Wie immer gilt, dass der Kontext wichtig ist. Und im Fall der Harry-Potter-Bücher empfinde ich das als ärgerlichen Fauxpas. Ob intendiert oder nicht, es steht im Buch, es wird rezipiert. Ist Rowling darum Antisemit? Puh, keine Ahnung, mehr Kontext bitte. Nur auf Grundlage der Bücher ist das kaum bestimmbar. Aber mit ihrem Bildungsniveau kann ihr das sicher als schlechte Wahl vorgeworfen werden, denn der bediente Stereotype ist unfraglich antisemitisch. Übrigens gibt's Bilder im Netz, bei denen die Filmgoblins mal neben antisemitische Karikaturen aus dem 19. Jahrhundert gehalten werden. Die Filmgoblins sind auch unerfreulich nahe dran.

Das passt halt zu Karl May. Sind da rassistische Stereotype drin? Aber hallo. Ist das aus heutiger Sicht problematisch? Jawoll. Mache ich May einen Vorwurf? Er ist halt ein Kind seiner Zeit und das hat nicht im Ansatz die böswillige Note wie beispielsweise Lovecrafts "On the Creation of Niggers". Und Rowling? Als Kind ihrer Zeit hätte sie es besser wissen müssen.

Und der Unterschied zwischen Antisemit (Roaming ist wohl eher keiner), antisemitischer Schritt (HP? Eher nicht.) und antisemitischem Stereotyp in diesem Werk (Die Goblins passen erschreckend gut, wenn man sich weitere Punkte anschaut, die zum Klischee gehören: Gier, Unzuverlässigkeit, Feigheit etc.) sollte deutlich sein. Ich kann das eine perpetuieren, ohne das andere zu sein.

Beispiel Lovecraft: Die Sumpfbewohner in seinem Call of Cthulhu werden als degenerierte Untermenschen beschrieben. Das finde ich ganz schön gemein gegenüber diesen Latzhosen tragenden Frankoamerikanern mit ihren Krabbencocktails, die so witzige Musik auf Waschbrettern machen. Oh F... Mein Stereotyp ist vielleicht sympathischer, aber letztlich auch rassistisch. Die Frage ist doch, wie ich damit umgehe. Diskriminiere ich jetzt Frankoamerikaner? Oder bin ich mir bewusst, dass so ein Bild in meinem Kopf rum spuckt und achte auf mein Verhalten?

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