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Rassismus in Fantasy Rollenspiele
Lichtschwerttänzer:
--- Zitat von: Isegrim am 8.05.2018 | 15:16 ---Unsinn.
--- Ende Zitat ---
Sie sind dumme Betrüger, die man zu Recht betrügen kann .
@Greifenklause
Wissen wir mittlerweile :headbang:
Es ist aber akzeptable Darstellung, Klagen über die clonetrooper sind selten.
Erstens es heißt Elben, und zu erwarten sie könnten Morgoths Macht aufheben are you kidding
Was passiert mit den Seelen der Orks?
Greifenklause:
--- Zitat von: Lichtschwerttänzer am 9.05.2018 | 09:27 ---...
@Greifenklause
Wissen wir mittlerweile :snoring:
--- Ende Zitat ---
KANNST DU DAS MAL SEIN LASSEN?!?
Maischen hatte eine Verständnisfrage zu meiner Meinung, weil ich Caranthir für etwas gelobt hatte, die aber das Tolkiensetting durchaus nutzt.
Daraufhin und deshalb hatte ich mein Meinungsbild wiederholt.
Das war so notwendig wie zulässig.
--- Zitat ---Es ist aber akzeptable Darstellung, Klagen über die clonetrooper sind selten.
--- Ende Zitat ---
Was interessieren mich die Clonetrooper, wenn ich mich gerade mit Tolkien beschäftige? Ich habe außerdem nie behauptet, dass es nicht in anderen Universen anderer Autoren ähnliche Probleme geben könnte.
--- Zitat ---Erstens es heißt Elben, und zu erwarten sie könnten Morgoths Macht aufheben are you kidding
Was passiert mit den Seelen der Orks?
--- Ende Zitat ---
Erstens sind die Begriffe redundant, zweitens hat Tolkien sich dem deutschen Wort Alb nur deshalb sprachlich genähert, weil er das schöner fand, als das englische Elf, drittens entsprechen sie dem, was man in anderen Rollenspielen als Elfen bezeichnet. Ergo: Hupe
Habe ich gesagt, dass ich es "erwarte", dass sie es mirnichtsdirnichts schaffen?
Ich erwarte lediglich, dass sie es versuchen. Bzw welche Gedankengänge sie dessentwegen haben.
Beidemweg "Der Teufel ist in sie gefahren, da kann man eh nichts machen" erstaunliche irdische Parallelen hat.
Halt Stop! Gibt irdisch genug fundamentalistische Spinner, die es dann wenigstens mit Beten probieren.
In einem Fantasysetting vielleicht statt dessen oder zusätzlich mit Magie oder großen Ritualen.
Nur wird das wohl nicht thematisiert.
Aber vielleicht irre ich ja und Tolkien ist an anderer Stelle darauf eingegangen, was die Elben (jaja) zur Rückgewinnung ihrer ehemaligen Brüder und Schwestern zumindest versucht haben oder was ihre Einstellungen zu diesem Thema sind.
Deep One:
--- Zitat von: Caranthir am 9.05.2018 | 08:40 ---Ich fand es in meinen bisherigen Runden immer klasse, wenn sich Spieler dagegen entschieden haben, unbewaffnete Orks zu töten. Gleiches gilt, wenn die Gruppe sich dafür entscheidet, mit Ihnen zu verhandeln. Ich habe derzeit sogar eine Spielerin, die sich prinzipiell dagegen ist, Orks zu töten. Sie sagt, das seien doch mal Elben gewesen, daher dürfe man sie jetzt nicht bestrafen.
Also selbst wenn ich in einer Welt entscheide, dass ein Volk durch was auch immer verdorben wurde, wäre für mich wichtig, wie die Gruppe damit umgeht. So wird für mich ein Schuh draus. Das BöseTM ist immer noch keine Rechtfertigung, Böses zu tun. Das ist für dann ein spannender moralischer Konflikt für die Gruppe.
--- Ende Zitat ---
Ich denke, da sind die Geschmäcker halt verschieden. Wenn wir das Jahr 881 schreiben und ein Langboot voller Nordmänner an meinem Strand landet, ist es nach meinem Dafürhalten nicht BöseTM (oder überhaupt vorwerfbares Verhalten), die Brüder prophylaktisch auf die Seite zu legen, sondern schlichte Gefahrenabwehr. Kann man anders machen, muss man aber nicht, und die Nordmänner brauchen sich schon mal gar nicht zu beschweren. ;D
Überhaupt ist es für mich als Spieler eher eine flag, wenn mir die Spielleitung Orks/IS-Terroristen/Nazis &c vor die Nase setzt, so im Sinne von "Mach' Dir bei dieser Begegnung mal keinen Kopf, lass es einfach raus". Tatsächlich wäre ich gerade in einer Mittelerde-Kampagne, wo ich Orks als böse Geister und nicht als reguläre Lebewesen wahrnehme, ziemlich indigniert, wenn plötzlich die unterste Ebene von Moria voller peaciger Ork-Pilzbäuerinnen oder sonstwas wäre. Kann ich auch gleich ein anderes Setting als Mittelerde bespielen.
Greifenklause:
--- Zitat von: Deep One am 9.05.2018 | 10:28 ---Ich denke, da sind die Geschmäcker halt verschieden. Wenn wir das Jahr 881 schreiben und ein Langboot voller Nordmänner an meinem Strand landet, ist es nach meinem Dafürhalten nicht BöseTM (oder überhaupt vorwerfbares Verhalten), die Brüder prophylaktisch auf die Seite zu legen, sondern schlichte Gefahrenabwehr. Kann man anders machen, muss man aber nicht, und die Nordmänner brauchen sich schon mal gar nicht zu beschweren. ;D
Überhaupt ist es für mich als Spieler eher eine flag, wenn mir die Spielleitung Orks/IS-Terroristen/Nazis &c vor die Nase setzt, so im Sinne von "Mach' Dir bei dieser Begegnung mal keinen Kopf, lass es einfach raus". Tatsächlich wäre ich gerade in einer Mittelerde-Kampagne, wo ich Orks als böse Geister und nicht als reguläre Lebewesen wahrnehme, ziemlich indigniert, wenn plötzlich die unterste Ebene von Moria voller peaciger Ork-Pilzbäuerinnen oder sonstwas wäre. Kann ich auch gleich ein anderes Setting als Mittelerde bespielen.
--- Ende Zitat ---
So verschieden sind die nicht, deine Beispiele sind nur andere.
I) Gefahrenabwehr:
Da landen schwerbewaffnete Freaks an meiner Küste UND ich weiß (oder glaube zu wissen), dass diverse Dörfer schon Opfer der "Nordlandbarbaren" waren. Klar greift man dann im Zweifel an. Hängt n bisserl auch von den Details des Sachverhalts ab, keine Frage.
Wenn die sich dann als Schiffbrüchige oder offensichtliche Handelsfahrer darstellen, mag das anders aussehen, wäre aber schonmal eine Abwandlung des Grundsachverhalts
II) Böse Geister:
Kommt drauf an... Wenn die sich tatsächlich eher wie Geister und Dämonen anfühlen und sei es in der Splittermondversion, wo sich die Landschaft nach und nach verwandelt, komme ich mit "Tötet sie, wenn ihr sie seht" schon ganz gut oder zumindest nicht allzuschlecht klar.
Wenn sich die Biester aber im Grunde wie Wesen aus Fleisch und Blut anfühlen, bzw wie ein xbeliebiges Barbarenvolk,
komme ich damit schon weniger klar (es sei denn, I gälte).
Das fühlt sich - für mich - dann einfach nicht rund an.
Und exakt das ist auch das Problem der HdR-Orks in den Filmen(!).
Da sind Orks und Urukhai auch nur bewaffnete Barbaren unter Führung eines xbeliebigen Erzbösewichtes.
Da wird nichts erklärt.
Für n Popcorn-Abend reicht mir das.
Sobald ich nachdenken möchte, frage ich mich "Warum ALLE? Wo sind die Abtrünnigen? Wovon ernähren die sich? Wo sind die Orkbauern?"
Bzw ich stelle mir Fragen, die ich bei JEDEM anderen Fantasyvolk mir auch stellen würde.
Irgendwie klar, was mein Problem ist?
EDIT:
Und nein, es ist nicht NUR "Geschmacksache"
Sobald mir ein Volk zu schwarzweiß gezeichnet ist, sehe ich darin zumindest Parallelen zum Rassismus.
Je mehr es Richtung "Im Grunde nur irdisches Volk X verschleiert durch spitze Ohren oder scharfe Hauer" geht, sehe ich auch Rassismus.
Ob der Author das beabsichtigt hat? Im Zweifel nein. Aber nichtsdestotrotz Rassismus, wenn auch nur in der fahrlässigen Form.
Unabhängig davon ist aber die Frage, ob mein Spielcharakter rassistisch ist. Der ist ja nicht ich. Der hat nicht meine Informationen und meinen Bildungsstand.
Damit zurück zu Beispiel I:
Gut möglich, dass ich mal nen radikaleren Typen spiele, der in o.g. Fall die Nordländer selbst dann noch platt macht, wenn sie Schiffbrüchige sind.
Nein, ich habe gelogen, ich würde das nicht spielen wollen. Aber nicht etwa deshalb nicht, weil der SC ein Rassist wäre. Sondern deshalb nicht, weil ich es nicht so grim and gritty mag.
Was ich auch gerne spiele, sind Charaktere, die ihre Rassismen nach und nach verlieren. Oder im schlimmsten Fall umgekehrt.
Lernfähig sollten SCs per se sein. Nach X Abenteuern und Jahren noch per se die gleichen Vorurteile zu haben wie bei der Generierung halte ich so oder so für Blödsinn.
Wenn ein System da eine Unabänderbarkeit festsetzt.... ja dann sind wir uU wieder bei Rassismus oder zumindest Parallelen.
Lichtschwerttänzer:
--- Zitat von: Greifenklause am 9.05.2018 | 09:49 ---KANNST DU DAS MAL SEIN LASSEN?!?
--- Ende Zitat ---
Entschuldigung sollte ein Joke sein, war der falsche Smilie.
Mir ging es eigentlich darum, das es andernorts auch gemacht wird ohne die "Bösen" zu verdammen.
Ist etwas, was mich an 40k fasziniert?
Man tut, bzw. supportet dort Dinge. die fast überall ein NoGo sind, außer für die wirklich BÖSEN.
A die Elben spez. die Noldor spez Feanors Haus sind nicht die Reinen Guten, sie schwimmen nicht in Milch.
Die Noldor haben Seeelbenblut an ihren Schwertern, widersetzten sich Manwes Befehl usw.
Die Orks haben Seelen, aber keinen freien Willen, das ist der Widerspruch in Tolkiens Werk.
Da ist es die Frage was passiert mit ihren Seelen von Interesse.
Für die Erklärung hätte Jackson Geistiges Eigentum rauben müssen, die wird lange vor der Handlung in den Filmen gegeben, bevor einige Elbenvölker nach Valinor auswanderten.
@Deep One
Wenn du sie auf die Seite legen kannst, wollten die nur handeln.
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