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Rassismus in Fantasy Rollenspiele

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Heinzelgaenger:
Bitte wie?!
Sexismus ist in Welten, in denen teils extremster sexueller Dimorphismus herscht, "genauso Scheiße"? Kein Respekt vor anderen Kulturen wie zB der Drow? Muss ich zum Nachdenken angeregt werden wenn ich als Drow Männchen einfach parieren will und nicht gleich die Gesellschaft umstürzen möchte?

Es ist wirklich so, dass man sich demnächst fürs Umlegen von bösen, bösen Orks demnächst eine Absolution einholen muss. Wir haben vor zehn Jahren gescherzt, dass eine Party bald PC-Quoten erfüllen muss aber die Realität ist immer bizarrer.

Maarzan:

--- Zitat von: Einzelgaenger am  9.05.2018 | 21:42 ---Bitte wie?!
Sexismus ist in Welten, in denen teils extremster sexueller Dimorphismus herscht, "genauso Scheiße"? Kein Respekt vor anderen Kulturen wie zB der Drow? Muss ich zum Nachdenken angeregt werden wenn ich als Drow Männchen einfach parieren will und nicht gleich die Gesellschaft umstürzen möchte?

Es ist wirklich so, dass man sich demnächst fürs Umlegen von bösen, bösen Orks demnächst eine Absolution einholen muss. Wir haben vor zehn Jahren gescherzt, dass eine Party bald PC-Quoten erfüllen muss aber die Realität ist immer bizarrer.

--- Ende Zitat ---

Wenn die Unterschiede oder Gesinnungen genetisch/physikalisch in diesem Maße festgeschrieben sind, dann ist es keine unfreundliche Falschzuschreibung/abwertung aka Rassismus/Sexismus - aber auch nichts, was sich so ohne weiteres auf irdische Menschen übertragen ließe, also ohne weitere "Bemühungen" des Autors den Sprung ins Realleben doch noch zu schaffen auch weitgehend ungefährlich und damit irrelevant.

Die theoretische Gefahr von Fantasyrassismus etc ist ja, dass da jemand Spielweltaussagen unfreundlicher Art dann doch auf reale Personen alleine aufgrund ihrer genetischen Zugehörigkeit übertragen KÖNNTE.

Und Kulturen und Ideologien sind wieder ein völlig anderes Fass.

nobody@home:

--- Zitat von: YY am  9.05.2018 | 21:22 ---Das habe ich nie so recht nachvollziehen können.
Entmenschlichung und zugehörige/ergänzende Sachzwänge funktionieren mit Menschen sowohl in anderen Medien als auch IRL ganz "wunderbar".

--- Ende Zitat ---

Das ist ja, zumindest aus meiner Sicht, gerade das Problem mit "Wir wollen aber Standardgegner zum bedenkenlosen Weghauen!" (was ja gerade gerne, auch hier im Faden, als Grund für den Bedarf für "immer böse" Völker o.ä. bemüht wird) -- entweder stelle ich als SL welche bereit, bei denen ich die Bedenkenlosigkeit einigermaßen guten Gewissens begründen kann (also so was wie klassische Krankheitserreger, auf stur programmierte Killerroboter, oder hinreichend geist- und persönlichkeitslose Spielarten von Zombies) oder ich bin selber schon wieder auf dieser "wunderbaren" Schiene. Auf die ich, nebenbei bemerkt, gar nicht so furchtbar dringend will...

Dabei geht's mir auch in erster Linie um so "schöne" Dinge wie Sippen- oder Rassenhaft. Daß mein Charakter unter Umständen gute oder zumindest nachvollziehbare Gründe hat, einen oder mehrere bestimmte Gnrbl so schnell wie möglich lieber tot als lebendig sehen zu wollen, ist eine Sache; wenn's aber vom Setting her völlig okay sein soll, Gnrbl schon aus Prinzip einfach überall zu eliminieren, wo immer man sie antrifft, obwohl sie auf der anderen Seite auch irgendwo noch "Leute wie du und ich...na ja, zumindest wie du" sein sollen, dann beißt sich das für mich einfach.

Lichtschwerttänzer:
die Gnrbl sind  DER Feind/DIE Konkurrenz der Gemeinschaft der SCs, ob die nun ein anderer Clan, Volk, Staat oder Spezies sind
Das Setting ist nicht gross genug für beide.

YY:

--- Zitat von: nobody@home am  9.05.2018 | 21:57 ---"Wir wollen aber Standardgegner zum bedenkenlosen Weghauen!" (was ja gerade gerne, auch hier im Faden, als Grund für den Bedarf für "immer böse" Völker o.ä. bemüht wird)

--- Ende Zitat ---

Ich sehe eben beim besten Willen den Bedarf dafür nicht.
Gesichtslose* Mooks zum Wegmoschen gibts doch überall, wo man sie braucht, ohne dass man dafür spezielle Kategorien aufmachen müsste.

*Und wo ich mir da im Film oft noch die Arbeit mache, die tatsächlich kollektiv zu maskieren, erledigt sich das im Rollenspiel einfach durch Weglassen einer näheren Beschreibung.


Warum Spieler jetzt ausgerechnet im Rollenspiel zwanghaft eine tiefgründigere Betrachtung aufziehen sollten, wo das in allen anderen (auch interaktiven) Medien völlig egal ist, verstehe ich wirklich nicht.
Mir ist das in freier Wildbahn auch noch nie begegnet, aber wenn das mal der Fall sein sollte, ist die Reaktion klar: Dann gibt es eben keine Gegner zum bedenkenlosen Wegmoschen.
Entweder ein bisschen Tiefgang oder Beer & Bretzel/Hack & Slay, aber dieses Bestehen auf garantiert böse Gegner ist doch nichts Halbes und nichts Ganzes.

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