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Rassismus in Fantasy Rollenspiele

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Rhylthar:

--- Zitat --- Und bestimmt gibt es irgendwo in Deutschland auch ein paar echte Nazis, die D&D spielen. Und jetzt?
--- Ende Zitat ---
Das ist ja mal ganz klar D&D-Diskriminierung. Wieso spielen die nicht Savage Worlds?  8]

Aber wenigstens ist Godwin´s Law wieder (annähernd) bewiesen worden.  ^-^

YY:

--- Zitat von: Pyromancer am 25.04.2018 | 23:24 ---Aus der Sicht vieler meiner Mitspieler bin ich mit meiner milde libertären Einstellung auch schon ein "Rechter".

--- Ende Zitat ---

An manchen Stellen im Leben könnte man merken, dass man mit diesem stumpfen Links-Rechts-Schema nicht sonderlich weit kommt.
Muss man aber nicht  ;D

Lichtschwerttänzer:

--- Zitat von: WeepingElf am 25.04.2018 | 23:01 --- aber ich habe eben auch einige Leute in der Szene kennengelernt, die entweder einen Schlag nach rechts hatten oder aus irgendwelchen Gründen den Eindruck erweckten,
--- Ende Zitat ---

und zu erwarten es wäre anders, bzw. von welchem Standard gehst du aus?


--- Zitat ---mit den rollenspielüblichen Rassenkonstrukten habe ich halt so meine Probleme
--- Ende Zitat ---
welcher Art?

KhornedBeef:
Hmja, das Grundgesetz ist was älter, vielleicht hat sich nur keiner getraut, ein so heißes Eisen anzufassen und da "Rasse" durch "Ethnie" zu ersetzen, whatever.

@WeepingElf: Äh...scharfzüngig gesprochen, bist du vielleicht genauso wie die Rassisten Teil des Problems und nicht der Lösung. "Was, KhornedBeef, wie kannst du sowas sagen?" Fällst du nicht selber in eine Lagerbildung? Da die ungewaschenen Orks/Rechten/Rollenspieler, hier wir. Ehrlich, da wirfst du so ein paar netten Käuzen, die halt Tolkien/Shannara/Harry Potter gut finden und darin ihre eigenen Geschichten schreiben wollen, obwohl sie sonst Toleranz und Antidiskriminierung leben, Schizophrenie vor. Ist das soviel weniger willkürlich als "Die haben [pöse falsche Religion]/Tätowierungen/Essen im Sitzen"-Vorwürfe?
Und dann beklagst du, dass ja die Linken alle gehen, also auch Du, weil,... ja warum machst du das denn? Du darfst in deinem Keller immer noch spielen, wie du willst, selbst wenn jetzt jede Con nur noch von Nazi-Werwölfen betrieben würde. Und zumindest hier im Forum weht, glaube ich, kein faschistischer Wind, da darf man sich noch frei austauschen.

Aber, ich wiederhole hier vermutlich schon Gesagtes, natürlich kann man an sich kritisch hinterfragen, wie das mit diskriminierenden Rollen und Klischees in der Mainstream-Literatur und Rollenspielwerken ist (wie du schon sagst, die bösen Orks hat nicht Gygax, sondern Tolkien entdeckt). Und dass es speziell beim Rollenspiel oft so ist, dass Helden eben das Böse (tm)brauchen, und man gar nichts tiefgründigeres bespielen will. Ich persönlich finde es völlig in Ordnung, wenn es in einer Geschichte beides gibt, das Böse, das einerseits ein Maß für jedes Böse darstellt, und einerseits ein stets gültiges Wider darstellt, gegen das man streben kann, und das glaubwürdig Moralische, in dem man sich spiegeln kann. Wie gesagt, klares Böses, klare Helden. Nicht jeder möchte sich die volle ethische Komplexität der Realität bei einem dreistündigen Erzählspiel um magisch animierte Ponys antun. Man müsste sich schon gegen jeden Augenblick des Eskapismus stellen, um das generell zu verurteilen. Ich glaube aber nicht, dass es viele Menschen gibt, die sich jeden Moment der vollen Realität unsere Welt bewusst sind. Vielleicht gibt es die sogar nur in Geschichten, wo Gandalfs 24/7 durch die Lande reiten und es für alle richten. Und auch da vielleicht nur, weil Sauron bei aller Tücke leichter zu fassen ist als reale Probleme.

Greifenklause:
Ich mag Rassismus im Rollenspiel, wenn die Spieler selbst nicht rassistisch sind.
Mit "im" meine ich "ingame". In den Spielregeln mag ich Rassenklischees nicht so sehr, auch nicht bei den EDO-Rassen.
Da wünsche ich nur einzwei festgezurrte Eckdaten und den Rest können die Spieler gerne selbst interpretieren.
Beispielsweise halte ich es für Schwachsinn, einem Zwerg einen Körperkraftbonus zu geben, der ihn absolut stärker macht als einen Menschen. "Relativ zur Körpergröße" hingegen finde ich das ok.
Bei Modifikationen betreffend KL und CH, erst recht wenn sie in ihrer Härte geistigen o.ä. Behinderungen gleich kommen, bin ich besonders sensibel.
Andere sehen das lockerer.

ABER:
Es gibt praktisch keinen meiner SC, der nicht rassistisch ist. Sei es hart: "Orks sind nur Tiere, stech ihn ab!", "Für unsere anatomischen Studien haben wir immer Orks genommen!" oder kuschelrassistisch "Ich als Gnom bin bei Vargen aufgewachsen, deshalb stehe ich eher auf haarige Frauen!". Der Grund ist simpel: In fast jedem System, dass ich spiele hatten die SC noch nicht die Gunst unserer aufgeklärten Zivilisation, daher gehe ich davon aus, dass die meisten SCs rassistischer sind als wir selbst.

GEGENABER:
Vom "Zwerge hassen Elfen"-Klischee nehme ich jedoch meist Abstand, weil das selten zur Reflektion neigt und mithin auch nicht als abschreckendes Beispiel geeignet ist. Aber wer es mag, bitte sehr....... der soll mir dann nur mal erklären, warum die jeweiligen Gruppen nicht auch Menschen hassen...

Zusammengefasst:
Man muss da unterscheiden zwischen:
A) Setzung der "Rasse" im beschriebenen Hintergrund - Ist kein Freibrief, bereits der Author kann da einen bewussten oder unbewussten rassistischen Ansatz haben
B) Spielwertige Darstellung der "Rasse" - Selbst wenn A nicht gegeben sei, kann B zu einem rassistischen Ansatz führen, seien es Wikinger mit aufgeblähten Vorteilen und minimalen Nachteilen (DSA4), seien es Indios, die auf gar keinen Fall etwas anderes könne, als jagen und hüpfen (DSA3) oder Halborks, die niemals eine vernünftige Ausstrahlung haben dürfen (AD&D 2nd).
C) Innerweltlicher Rassismus - Ist nunmal authentisch, daher grundsätzlich ungefährlich, sofern reflektiert und hinterfragt.
Wenn aber so getan wird, als wenn Volk/Rasse I immer rassistisch gegenüber Volk/Rasse II sei, ist das wieder rassistisch im Sinne von A, da I das selbständig Denken und Hervorbringen von Individuen versagt wird.
D) Mischung aus A-C:
Aus den genannten Gründen lehne ich Setzungen wie "Alle Elfen sind so" oder "Ein Elf würde niemals..." ab, WENN damit nicht nur die Mitte der Gauß'schen Glockenkurve der genannten Spezies/Rasse/Volk gemeint ist.

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