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Rassismus in Fantasy Rollenspiele
Lichtschwerttänzer:
--- Zitat von: Greifenklause am 26.04.2018 | 07:56 ---Ich mag Rassismus im Rollenspiel, wenn die Spieler selbst nicht rassistisch sind.
--- Ende Zitat ---
Rassismus im Fäntelalter Rollenspiel ist oftmals eher eine Reflektion moderner, populärer Vorstellungen als historischer Reflektion.
Im Mittelalterlichen Europa kamen Sklaven eher aus Osteuropa, denn aus dem südlichen Afrika.
In der Antike hat es keinen gekümmert welcher "Rasse" Sklaven entstammten, vielleicht aber welcher sozialen Gemeinschaft sie angehörten.
Römische Bürger z.B.
Tolkiens Orks wurden so von Morgoth verdorben und gezüchtet, sie sind Slaves to Datkness ihnen wurde die Wahl genommen und es war Morgoths schlimmste Sünde vor Illuvatar.
DnD Orks, Drow etc. sind mMn kulturell indoktriniert, die können aka Drizzit, Qilué Veladorn und andere Priestesses of Elistraee auch anders
--- Zitat ---Vom "Zwerge hassen Elfen"-Klischee
--- Ende Zitat ---
the elves didn´t show up when the orcs came...
Oder Rivalen aus alten Zeiten, die Eigenschaften haben die man verabscheut
bobibob bobsen:
Rassismus im Rollenspiel finde ich langweilig bis störend. Das hat für mich was von Schubladendenken.
Rein praktisch mag ich es im Rollenspiel nicht da sich Spieler genötigt fühlen dieses dann auch auszuspielen und das kann die Gruppenharmonie stören.
Greifenklause:
--- Zitat von: bobibob bobsen am 26.04.2018 | 09:22 ---Rassismus im Rollenspiel finde ich langweilig bis störend. Das hat für mich was von Schubladendenken.
--- Ende Zitat ---
Ich will Rassismus im Rollenspiel, aber eben kein Schubladendenken von Seiten der Spieler. Für mich sind das zwei verschiedene Paar Schuhe.
--- Zitat ---Rein praktisch mag ich es im Rollenspiel nicht da sich Spieler genötigt fühlen dieses dann auch auszuspielen und das kann die Gruppenharmonie stören.
--- Ende Zitat ---
Hier gilt für mich das Gleiche. Ein Genötigtwerden des Spielers bzw eine Nötigung der Mitspieler, diesen genötigten Rassismus des anderen Spielers in ihrer Spielerfigur zu dulden, ist ja gerade das Problem von dem ich weiter oben sprach und KANN Rassismus "außerhalb ingame" sein.
Sprich eine rassistische Setzung wie "Alle Elfen sind so" oder eben auch "Alle Elfen hassen Orks".
Aber das ein xbeliebiger SC in irgendeinem seiner Aspekte fremdenfeindlich ist, halte ich für seeeehr wahrscheinlich.
Das auszuwählen, sowohl im Objekt des Hasses als auch in der Härte, lege ich aber lieber in die Wahl und Verantwortlichkeit der Spieler
UND EBEN NICHT in betonierte Setzungen von Seiten Autoren oder System.
DISCLAIMER:
Gerne auch entlang der religiösen Schiene oderoderoder
Womit die Einwände von Lichtscchwerttänzer auch wegfallen.
Mir geht es nämlich eben nicht um einzelne ganz bestimmte Rassismen o.ä.
Sehr wohl gab es zB eine Christenverfolgung im alten Rom und extreme Vorurteile gegenüber Juden oder benachbarten Völkern im Mittelalter etc.
Das manche dies nicht gutgeheißen haben, bezweifel ich nicht.
Mir geht es eben nicht um "ALLE hassen DIESE Gruppe IMMER", sondern "DIE MEISTEN hassen IRGENDEINE Gruppe"
Boba Fett:
--- Zitat von: Greifenklause am 26.04.2018 | 07:56 ---Beispielsweise halte ich es für Schwachsinn, einem Zwerg einen Körperkraftbonus zu geben, der ihn absolut stärker macht als einen Menschen.
--- Ende Zitat ---
Das verstehe ich nicht und ich vermute fast, ich werde dem widersprechen.
Was meinst Du mit "absolut stärker"? Daß auch der schwächste Zwerg immer noch stärker ist als der stärkste Mensch?
Erkläre das mal genauer...
Abgesehen davon: In diversen Fantasy-Settings werden die einzelnen Spezies von Göttern geschaffen und in den Settings sind die Götter auch "nachweislich" real existent.
Warum sollten diese Schöpfer nicht mit Klischees um sich schmeissen, wenn sie ihre neue Spezies erschaffen?
In Earthdawn beispielsweise wird die Realität vom Vorstellungsvermögen aller Namensgeber geformt. Wenn dort also alle glauben, dass Obsidianer stärker sind als Menschen, dann ist das so.
Und zu guter Letzt gibt es ja noch andere Unterschiede und Begabungen der einzelnen Spezies. Wenn der Zwerg Gold riechen kann, der Elf unsterblich ist, beide Dämmersicht beherrschen, Trolle ihre Wunden schnell verheilen, ... Ist das dann auch schon schwachsinnig? Und wenn nicht, wieso ist eine größere Stärke des Zwergen Schwachsinn?
Und wenn sowieso alle gleichsein können, wozu braucht die Welt dann überhaupt unterschiedliche Spezies?
Meine persönliche Meinung: Ich selbst brauche mitlerweile eigentlich kaum noch andere Spezies als Menschen.
Die dienen nur der schubladenhaften Simplifizierung und der Verteilung von Klischees.
Wenn ich "Vorurteile" ingame brauche, dann reichen auch die Vorurteile, die die einzelnen (menschlichen) Kulturen oder Nationen gegeneinander aufbauen können...
Die bisher besten Kampagnen, die ich gespielt habe, hatten keine Vertreter fremder Spezies in der Gruppe und solche waren in der Spielwelt gar nicht oder nur äußerst selten vertreten.
Greifenklause:
--- Zitat von: Boba Fett am 26.04.2018 | 10:01 ---Das verstehe ich nicht und ich vermute fast, ich werde dem widersprechen.
Was meinst Du mit "absolut stärker"? Daß auch der schwächste Zwerg immer noch stärker ist als der stärkste Mensch?
Erkläre das mal genauer...
--- Ende Zitat ---
Absolut: Dass der durchschnittliche Zwerg bei gleicher Vita stärker sei als der durchschnittliche Mensch, halte ich für Blödsinn
Relativ: Damit, dass der durchschnittliche Zwerg bei gleicher Vita und gleicher Körpergröße stärker ist als ein gleich großer Mensch, finde ich vollkommen in Ordnung.
--- Zitat ---Abgesehen davon: In diversen Fantasy-Settings werden die einzelnen Spezies von Göttern geschaffen und in den Settings sind die Götter auch "nachweislich" real existent.
Warum sollten diese Schöpfer nicht mit Klischees um sich schmeissen, wenn sie ihre neue Spezies erschaffen?
--- Ende Zitat ---
Weil das oft ein Feigenblatt ist oder zumindest sein kann für "Rassismus durch die Hintertür".
Ich überzeichne mal: Wenn ich ein Setting schaffen würde, in dem Dunkelhäutige aufgrund von WASAUCHIMMER tatsächlich dümmer wären als hellhäutige, wäre das "ingame" vielleicht noch erklärlich. Tatsächlich wäre das aber outgame Rassismus.
Je menschenfremder oder zumindest erdfremder die Spielspezies/rasse/Volk desto weicher wird die Rassismuskeule, aber sie ist nachwievor existent oder zumindest damoklisch lauernd.
--- Zitat ---In Earthdawn beispielsweise wird die Realität vom Vorstellungsvermögen aller Namensgeber geformt. Wenn dort also alle glauben, dass Obsidianer stärker sind als Menschen, dann ist das so.
--- Ende Zitat ---
Sowas gefällt mir schon eher.
--- Zitat ---Und zu guter Letzt gibt es ja noch andere Unterschiede und Begabungen der einzelnen Spezies. Wenn der Zwerg Gold riechen kann, der Elf unsterblich ist, beide Dämmersicht beherrschen, Trolle ihre Wunden schnell verheilen, ... Ist das dann auch schon schwachsinnig? Und wenn nicht, wieso ist eine größere Stärke des Zwergen Schwachsinn?
--- Ende Zitat ---
Mein Post war da missverständlich und übertrieben.
Beispielsweise waren Zwerge bis DSA3 und wohl auch bei AD&D2nd ff nie wirklich stärker als Menschen.
Es gab unter ihnen nur mehr Kämpfer. Ergo lag eine durchschnittlich höhere Stärke eher an der Profession als an der Rasse.
Bei DSA4 schrieb man ihnen dann plötzlich einen Stärkebonus rein. Blödsinn iSv "übers Ziel hinaus geschossen".
Denn bisher waren sie ja schon "im Verhältnis zur Körpergröße stärker als Menschen" und das reichte in meinen Augen vollkommen.
--- Zitat ---Und wenn sowieso alle gleichsein können, wozu braucht die Welt dann überhaupt unterschiedliche Spezies?
--- Ende Zitat ---
Oh, "gleich" muss nicht. Aber bis auf ein paar zentrale Modifikationen kann man die Unterschiede gerne den Spielern überlassen
und/oder sich mit Hintergrundbeschreibungen begnügen, die Tendenzen anreißen statt Unterscheide "für jeden und immer" zu zementieren.
--- Zitat ---Meine persönliche Meinung: Ich selbst brauche mitlerweile eigentlich kaum noch andere Spezies als Menschen.
Die dienen nur der schubladenhaften Simplifizierung und der Verteilung von Klischees.
Wenn ich "Vorurteile" ingame brauche, dann reichen auch die Vorurteile, die die einzelnen (menschlichen) Kulturen oder Nationen gegeneinander aufbauen können...
Die bisher besten Kampagnen, die ich gespielt habe, hatten keine Vertreter fremder Spezies in der Gruppe und solche waren in der Spielwelt gar nicht oder nur äußerst selten vertreten.
--- Ende Zitat ---
Ich gehe einen anderen Weg:
1.) Ein paar wenige Kernunterschiede festzurren regeltechnisch
2.) S.o.: Hintergrundbeschreibungen genügen meist für die Fahrtrichtung. Tendenzen beschreiben. Gaußsche Glockenkurven darstellen. NIEMALS das Wort "alle" verwenden.
3.) Im Zweifel ein Punktesystem mit Freibau. Vorstellung des Spielers + Hintergrundbeschreibung = So baue ich mir meinen Charakter.
Eben kein "Orks bekommen Stärke+1 und jetzt bau ich los", sondern "Ich habe mir einen Charakter mit hoher Stärke gebaut, denn es soll einen Ork darstellen".
4.) Möglichst keine festen Nachteile, sondern nur Vorschläge. Für Vorurteile und Rassismen gilt das inbesondere.
Zusammenfassung:
Folgende Beispiele sind schön:
A) Der Elf, der klischeehaft mit Zwergen schlecht kann
B) Der Elf, der Orks hasst
C) Der Elf, der auf Menschen herabsieht
D) Der "Gut-Elf", der alle gleich gut behandelt
Mein Favorit ist C. A,B+D sind aber auch legitim.
Nur um Himmels Willen keine Aussagen wie "Alle Elfen sind so" oder "Elfen und Orks erschlagen sich, sobald sie sich sehen."
Weniger "Mein Elf ist halt so", mehr "Warum ist der eigentlich so? Ist der überhaupt so?"
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