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Rassismus in Fantasy Rollenspiele

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Greifenklause:

--- Zitat von: Issi am 15.05.2018 | 09:15 ---...Fall A. Ein Autor beschließt, die Bösen sind böse, weil es einen Laborunfall gab- Die Wesen sind dadurch genetisch verändert-und böse. (Zombievirus, Grüner Kobold, whatever)-Autor Rassist?
Fall B. Ein Autor beschließt die Bösen sind böse, weil sie eine dunkle Kraft(Nicht die Schöpfung) irgendwann mal als böse Wesen erschaffen hat? -Autor Rassist?

--- Ende Zitat ---
1.) Zombievirus= Kein Problem.
Ist eine Krankheit für die der einzelne  nichts kann. Interessant an dieser Stelle ist, dass diverse Zombiesetting sich durchaus mit der moralischen Frage beschäftigen, ob und wenn ja wie eine Heilung möglich wäre? Got me? Das ist "komplexe Herangehensweise"
2.) Grüner Goblin = Thema verfehlt = 6!
Das ist eine Einzelperson. Einzelpersonen sind nicht das Thema des Threads
3.) Ja mit "irgendwann mal und das ist jetzt für immer, weil äh, Magie!" habe ich oft (nicht immer meine Probleme)
je fremdartiger diese Wesen sind, desto eher versteh ich das. Werden sie aber als eher menschenähnlich beschrieben, erschließt sich das für mich nicht mehr, warum sie diverseste menschliche Kulturtechniken und Denkweisen zeigen, aber gerade in dem Aspekt irgendwie für zigtausende sei tausenden von Jahren ohne jede Ausnahme ne Denkblockade herrschen sollte.


--- Zitat ---Rassismus findet im unfairen Vergeleich, von ansich identischen und gleichberechtigten Lebenwesen statt.
Im Reallife haben wir nur Menschen (egal welche Hautfarbe sie haben)- Hier ist deshalb auch direkter unfairer Vergleich möglich.
Hier können deshalb Wertungen und Abwertungen stattfinden, die nicht gerecht sind.
--- Ende Zitat ---
Und sie können im Fantasybereich in abgeschwächter bis stark abgeschwächter Form auch stattfinden, wenn der Author im Moment der Setzung Wertungen und Abwertungen vornimmt, die nicht gerecht, nicht nötig oder lächerlich sind.
Man kann doch die Setzung an sich kritisieren.
Warum nur nehmen so viele diesen Schritt so ungekaut hin?


--- Zitat ---...

--- Zitat ---Vermutlich eher, dass viele Authoren für manche Settings nicht nur gerne einen bösen Gegenspieler sondern auch ein böse wirkendes Gegner-Volk haben wollen.
JA GERNE!!! SOLLEN SIE!!!
Aber doch bitte mit etwas Fingerspitzengefühl!
Bei der Zeichnung eines Volkes hat man einfach mehr Verantwortung als bei der Zeichnung einer Einzelperson.
Leider lassen es viele aber gerade da schleifen und machen es sich zu einfach.

--- Ende Zitat ---
Bei der Zeichnung eines menschlichen Volkes, volle Zustimmung.
Bei der Zeichnung von Fantasy Monstern?-Die dann mit Menschen gleich gesetzt werden?....What? :o

--- Ende Zitat ---
Du verstehst mich falsch. Bei der Setzung JEDES Volkes erwarte ich Fingerspitzengefühl. Wenn dieses nicht erfolgt, ist nur die Gefahr bei einer insektoiden Schwarmintelligenz oder dem xten Dämonenaufguss geringer, in die Gefahr rassistischer Bereiche zu kommen,
als bei Völkern, die schon eh sehr menschenähnlich wirken.

Wenn ich dann noch verschiedene menschenähnliche Völker nebeneinander habe und die meisten sind vielschichtig gezeichnet, bei einigen wenigen bediene ich mich dann aber seltsamer erdähnlicher Klischees und Vorurteile und halt sie eher eng, ja dann ist meiner Meinung der Bereich des Rassismusses auch erreicht.

Immer noch eine relativ sanfte Variante, aber nichtsdestotrotz Rassismus

Viral:
Ich frage mich bei manchen Beiträgen aus welchem Umfeld die Leute kommen oder mit welchen Leuten sie spielen. Besteht da wirklich die Sorge, dass da realweltliche rassistische Ideologien eingepflanz, vermittelt oder ausgelebt werden. Wenn ihr tatsächlich mit solchen Leuten rumhängt .... sucht euch andere. Ansonsten wirkt der Rest wie eine aufgeblasene Diskussion bei der unnütze Haarspalterei betrieben wird (wir reden hier von 26 Seiten).

Zum Rassismus:
Es gibt rassistische Rollenspiele (z. B. Racial Holy War), die braucht man nicht (dienen höchstens als Beispiel was man nicht macht bzw. moralisch verwerflich ist)

Bei meinen Spielern/Freunden halte ich es so, dass ich denen vertraue, dass sie keinen scheiss machen. Sollte es je dazu kommen, dass einer von denen realweltliche verwerfliche Ideologien auslebt oder verbreitet (wovon ich schlicht nicht ausgehe), würde ich intervenieren und ggf. fragen was das soll.

Nur weil jemand eine unmoralische Figur spielt, ist der Spieler doch nicht unmoralisch  oder wird es in den allerseltensten Fällen sein. Bei Schauspielern ist es doch das selbe ...

Vermutlich wurden alle negativen Eigenschaften die es so gibt irgendwann in einem rassistischen Kontext benutzt. Wenn nun fiktive Rassen und Völker in einer Fantasywelt mit solchen negativen Eigenschaften assoziiert sind, hat das für mich idR nichts mit realweltlichen Rassismus zu tun.

Hier wird am Ende wohl eher um eine "Geschmacksfrage" diskutiert, da es anscheinend nur noch um persönliche "Geschmacksgrenzen" geht. Damit wird man ohnehin nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen ... egal wieviele Pseudoargumente nun ins Feld geführt werden.


Supersöldner:
Racial Holy War ? klingt nach einen spiel über die Kreuzzüge ?

Greifenklause:

--- Zitat von: viral am 15.05.2018 | 09:37 ---Ich frage mich bei manchen Beiträgen aus welchem Umfeld die Leute kommen oder mit welchen Leuten sie spielen. Besteht da wirklich die Sorge, dass da realweltliche rassistische Ideologien eingepflanz, vermittelt oder ausgelebt werden. Wenn ihr tatsächlich mit solchen Leuten rumhängt .... sucht euch andere. Ansonsten wirkt der Rest wie eine aufgeblasene Diskussion bei der unnütze Haarspalterei betrieben wird (wir reden hier von 26 Seiten).
--- Ende Zitat ---
Darum ging es mir nie, die Sorge habe ich nicht (in meinen laufenden Runden) bzw kaum (in manchen Forenthemen). Doch dazu später mehr (1)


--- Zitat ---Zum Rassismus:
Es gibt rassistische Rollenspiele (z. B. Racial Holy War), die braucht man nicht (dienen höchstens als Beispiel was man nicht macht bzw. moralisch verwerflich ist)
--- Ende Zitat ---
Ja, nur ist das ein Extrembeispiel. Da sind wir uns eh einig. Mich interessieren die weicheren Varianten (1)


--- Zitat ---Bei meinen Spielern/Freunden halte ich es so, dass ich denen vertraue, dass sie keinen scheiss machen. Sollte es je dazu kommen, dass einer von denen realweltliche verwerfliche Ideologien auslebt oder verbreitet (wovon ich schlicht nicht ausgehe), würde ich intervenieren und ggf. fragen was das soll.
--- Ende Zitat ---
Zustimmung


--- Zitat ---Nur weil jemand eine unmoralische Figur spielt, ist der Spieler doch nicht unmoralisch  oder wird es in den allerseltensten Fällen sein. Bei Schauspielern ist es doch das selbe ...
--- Ende Zitat ---
Zustimmung. Dass viele meiner Charaktere teilweise rassistisch sind, schrieb ich bereits an anderer Stelle.

--- Zitat ---Vermutlich wurden alle negativen Eigenschaften die es so gibt irgendwann in einem rassistischen Kontext benutzt. Wenn nun fiktive Rassen und Völker in einer Fantasywelt mit solchen negativen Eigenschaften assoziiert sind, hat das für mich idR nichts mit realweltlichen Rassismus zu tun.

Hier wird am Ende wohl eher um eine "Geschmacksfrage" diskutiert, da es anscheinend nur noch um persönliche "Geschmacksgrenzen" get. Damit wird man ohnehin nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen ... egal wieviele Pseudoargumente nun ins Feld gefürt werden.

--- Ende Zitat ---

Und da bin ich eher gegenteiliger Meinung. Je mehr sich an realweltlichen Vorlagen orientiert wurde, desto eher steht da der Autor in der Verantwortung. Perfektion erwarte ich da nicht mal, nur etwas mehr Fingerspitzengefühl.

(1) Ich habe keine Angst vor rassistischen Spielern in meiner Runde. Ich habe keine Angst vor rassistischen SCs und befürworte das sogar in gewissem Maße. Ich mag nur keine sich rassistisch anfühlenden Setzungen.
Mag sein, dass ich da empfindlicher bin als andere Spieler. Mich stören ja bereits Setzungen wie "Alle Zwerge sind..." oder "Elfen würden nie.
(Von körperlichen Zwängen, die sich aufdrängen, mal abgesehen). Es triggert immer bei mir, wenn gefühlte 99% eines Volkes als fast schon amorphe Masse beschrieben werden.
Die Grenzen zwischen einem liebevollen Klischee und einem - zumindest gefühlten -Rassismus sind fließend (schrieb ich ja bereits)
Heute würd mich warscheinlich auch der DSA2-Zwerg mit "Benötigt Goldgier 8" (das damalige Maximum) aufregen. Hmja.

Und ja, absolut:
Es geht hier auch um Geschmacksfragen und Geschmacksgrenzen.

Issi:

--- Zitat ---Und sie können im Fantasybereich in abgeschwächter bis stark abgeschwächter Form auch stattfinden, wenn der Author im Moment der Setzung Wertungen und Abwertungen vornimmt, die nicht gerecht, nicht nötig oder lächerlich sind.
Man kann doch die Setzung an sich kritisieren.
Warum nur nehmen so viele diesen Schritt so ungekaut hin?

--- Ende Zitat ---
Ok, nehmen wir an Orks werden als seelenlose Monster dargestellt. Als Kontrast zu den menschlichen Wesen.

Ob eine solche Setzungen gerecht ist, entscheidet dann wer?
Und nach welchen Maßstäben?

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