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Fading Suns - Small Talk

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Waldviech:

--- Zitat ---Könnte Fading Sins nicht ein paar neo-anarchistische Cyberpunks im Kampf gegen das System gebrauchen? Ein Fading-Suns-Proletariat, das die oberen 10k mal ordentlich aufmischt?
--- Ende Zitat ---

Warum sollte das nicht gehen? Eine Art "Rebellenkampagne" im FS-Universum stelle ich mir ziemlich cool vor.
Was die Kritik ansich angeht, hat sie IMHO einerseits recht, feuert andererseits aber auch etwas am Kern der Sache vorbei. Eine besonders "schockierende Entdeckung" ist das Ganze nämlich nicht, weil FS ja nirgends einen Hehl draus macht, dass man lediglich Eliten spielt und dass das Ganze sich mit seinen neo-mittelalterlichen Adelshäuserquerelen an Vorlagen wie Dune orientiert. Das Zeugs wurde ja bewusst in den Fokus gestellt. Insofern gleicht die Kritik ein wenig der Beschwerde darüber, dass Vanillepudding nach Vanille schmeckt, auch wenn die Betrachtungen ansich richtig sind. Klar spielt man nur die Probleme einer kleinen Elite, klar wird eine Masse von unzähligen Milliarden dabei marginalisiert und klar ist das Ganze furchtbar dekadent. Genau darum gehts ja.

Green Goblin:
Zur Feier der Neuigkeiten in Sachen Fading Suns habe ich mir jetzt mal das Ebook "My Time Among the Stars: Tales of the Fading Suns" (English Edition) geleistet. Das Setting übt noch immer einen ziemlichen Reiz auf mich aus, obwohl ich es das letzte Mal vor Jahrzehnten gespielt habe.

LushWoods:

--- Zitat von: Der Narr am 16.08.2014 | 12:24 ---Ich habe einmal die Kritik gelesen, dass in Fading Suns der Blick auf die gesellschaftliche Elite gerichtet sei. Es gebe keine Sozialromantik und die Intrigen zwischen den Eliten zeugen von einer dekadenten Welt. Das ist sicher auch eine Nähe zu den WoD-Spielen, in denen der Fokus auf dem Spielen von Übermenschen liegt. (Bill Bridges und Andrew Greenberg haben ja vorher an der WoD gewerkelt.) Ein Problem sei, dass dadurch viel zu viele Informationen, die eigentlich settingrelevant seien, fehlen bzw. dass nicht explizit genug gemacht wird, dass man im Spiel nur die Probleme einer kleinen Elite thematisiert, die über der Mehrheit der Gesellschaft steht, deren Interessen ausgeklammert werden.

Ist es schlecht, dass sich Fading Suns nicht um die marginalisierten Gruppen, die Sub-Alternen des Settings kümmert? Was für ein Weltbild wird damit transportiert?

Könnte Fading Sins nicht ein paar neo-anarchistische Cyberpunks im Kampf gegen das System gebrauchen? Ein Fading-Suns-Proletariat, das die oberen 10k mal ordentlich aufmischt?

--- Ende Zitat ---

Diese Kritik scheint auf Unkenntnis des Spiels zu fußen, ist seeeehr verallgemeinernd und scheint von jemandem zu kommen der auf Teufel komm raus etwas kritisieren möchte oder eben schlicht keine Ahnung hat.
Das Universum von FS bietet viel mehr. Zum Beispiel gibt es einen Planeten der Platz für reine Cyberpunk Abenteuer bietet, mit Betonung auf "Punk". Darüber hinaus werden unterdrückte Alien Rassen stark thematisiert, etc.

Was allerdings richtig ist, ist das diese Intrigen der Eliten, die du ansprichst, ein wichtiger treibender Faktor des Settings darstellen.
Außerdem is es halt zur Hälfte irgendwo recht klassische eurozentrische Fantasy und Adel und Kirche spielen eine große Rolle.
Das ist aber ein Feature und kein Bug.

Kardinal Richelingo:
so nach Jahren der Abstinenz läuft unsere Fading Suns 5200 seit diesem Jahr an, 200 Jahre nach den Ereignissen unserer Ursprungskampagne.

Und überhaupt!
 Mann, schade dass das beste Rollenspiel der Welt so stiefmütterlich behandelt wird. Habe diese Woche erst von der FASA Edition gelesen bzw. mir sie dann auch gleich bestellt. Und es wurde wieder eingestampft. Ärgerlich! Spielt es sonst noch jemand?

Der Nârr:
Ulisses arbeitet ja an einer neuen Edition, aber Infos dazu soll es wohl vor 2018 nicht geben.

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