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Politische und gesellschaftskritische Rollenspiele - Aktuell, Zukunft und Impact

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Teylen:
Nur als kleine Anmerkung

--- Zitat von: Hellstorm am  2.02.2018 | 12:44 ---"Feminism - a nano-game anthology" ist weniger ein Tisch-Rollenspiel und mehr im Bereich Nordic Larp einzuordnen.
--- Ende Zitat ---
Deswegen habe ich auch fett und unterstrichen "LARP" als Kategorie über "#Feminism" (und "The Forgotten") gesetzt ;)
Jenseits der beiden sind alle genannten von mir aufgeführten und verlinkten Rollenspiele P&P RPGs oder P&P Verlage.

Hinsichtlich des Erfolgsgrad.
Recht viele der politischen Rollenspiele, solche die explizit mit der Setzung entwickelt wurden entsprechende Aussagen zu treffen, scheinen die Powered By The Apocalypse Ableger durchaus ein gewisser Erfolg beschienen zu sein. Ebenso wie ich persönlich gespannt bin wie White Wolfs Vorstoß dahingehend aussehen wird.

Ansonsten, wird sich eine Spiellinie wie D&D nicht grundlegend ändern. Wobei man im D&D 5E Grundregelwerk bereits gezielt eine umfassendere Repräsentation von Charakteren versuchte, einen Absatz geschaffen hat der ausdrücklich "nicht-heteronormative" Konzepte befürwortet respektive sich positiv dahingehend äußert und wohl in Curse of Stradh versuchte weniger Romani-Klischees rauszudreschen. In Bezug auf letzteres forderte White Wolf, im Zuge dessen das "Kindred of the Ebony Kingdom" für Fanwerk im Storytellers Vault freigegeben wurde, die Autoren in Spe dazu auf Exotismus und herabwürdigende Klischee-Betrachtungen zu verzichten sowie sich über Afrika als riesigen Kontinent mit vielen Ländern zu informieren..

Maarzan:
Auch hier haben wir denke ich die klassische Unterscheidung zwischen Weg- und Zielspiel: 
Soll das Spiel ein Erleben einer bestimmten (ggf. übertragenen) Situation ermöglichen (danach sieht mir z.B. Montsegur 1244 aus, aber auch die Cyberpunkspiele) oder ist das Ziel einen ganz spezifischen (erzieherischen?) Eindruck zu vermitteln?

Und letztlcih stammt eh alles Verhalten und dmait auch die Politik aus den Konflikten um die menschlichen Grundbedürfnisse: "Fi**en, Fressen, Fernbedienung (aka Unterhaltung)"...

KhornedBeef:

--- Zitat von: Thandbar am  2.02.2018 | 12:37 ---Ich denke, es gehört zum Umgang mit Fiktionalität gerade dazu, auch in ganz andere Schuhe schlüpfen zu können. Das heißt, ich kann meinen Samurai am Kaiu-Wall sterben lassen mit dem Namen des Kaisers auf den Lippen, ohne deshalb im wirklichen Leben von einer Wiedereinführung des Kaiserreichs zu träumen oder von der Errichtung einer großen Mauer.
Und ich denke, wir machen das im Rollenspiel ständig. Im Ars-Magica-Thread gab es auch einmal den Satz (wenn ich mich recht erinnere), dass es zu einem stimmigen Rollenspiel auch gehören kann, den Kreuzzug nicht unter allen Umständen verhindern zu wollen, sondern einen Charakter zu spielen, der unbedingt daran teilhaben möchte.

--- Ende Zitat ---
Spricht mir aus der Seele!
Ich weiß nur nicht was ich dann politisches Rollenspiel nennen soll und was nicht

Chruschtschow:
Ist halt Geschmackssache. Manche sagen: "Paranoia hat doch nichts politisches." Andere sagen: "Wie blind bist du? Die haben Kommi-Verräter in der neuesten Edition mal kategorisch zum Lieblingsbuzzword aller Sicherheitspolitiker Terrorist umbenannt!" Bei Bluebeard's Bride kannst du das als gepflegten Grusel im Sinne von Rebecca oder Gaslight empfinden. Oder du siehst einen tagespolitischeren Bezug. Ist halt stark von der einzelnen Person abhängig.

KhornedBeef:
Wie, und worauf müssen wir uns jetzt zurückzuziehen?
Vielleicht "Politisches Rollenspiel ist wie Pornographie, man erkennt es wenn man es sieht " ?   ~;D

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