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Ist die Indie-Entwicklung tot? Fragen zum Self-Publishing

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Ifram:
Wenn das Buch ansonsten fertig ist, hast du was vorzuweisen. Sprich mit dem Verlag, der dir fast zugesagt hat, über ein Bilder-Crowdfunding.

vanadium:
RPG-Heartbreaker hatten wir hier schon öfters.

Mein Tipp: Erstell ein ausführliches(*) Review-Pdf und wirf es dem Schwarm hier zum Fraß vor. In 90%+ der Fälle wird/will es keiner kaufen und dir wird dringend abgeraten deinen Ruf durch Veröffentlichung damit zu schädigen... Harte Worte, aber leider die Wahrheit. (Trigger sind hier gern: "ich bin fertig" und "nach drölfzig Jahren".)
Zur Verlagspräsentation: vlt. waren die nur höflich und nutzten die "Bilder" als freundlichen Aufhänger dich hinauszukomplimentieren?

(*)
Ich schrieb das mal an andere Stelle, was da rein MUSS.
- 10 Seiten sind zu wenig, 20 Seiten sind die abs. Untergrenze (besser: 10-15%. Also: 400 Wälzer --> 40 Seiten Preview)
- Inhaltsverz. + Index
- Regelkern
- wesentliche Weltbeschreibung
- KEINE Stories ("die wichtige Atmo, bla") und WENN, dann zählen die Seiten nicht zur Gesamtzahl (s.o.) sondern erhöhen sie zusätzlich
- grob: zu jedem Kapitel/Unterkapitel (hängt vom Gesamtumfang ab) 2-3(4-5) zusammenhängende (!) Seiten (also Charakterbau, Regelkern, Kampf, soziale Interaktion, Ausrüstung etc.)
- lass im Preview dieses ganze "ich danke..." usw. weg - das interessiert niemanden (außer: es wird nicht zur Gesamtseitenzahl addiert)

Überzeug uns mit sowas! Dann bekommst du hier fundiertes Feedback (im Notfall auf die harte Tour - also nix: "die Bilder naja, aber der Text ist echt voll mega supidupi!")

Caranthir:
Wenn ein Verlag wirklich Interesse an dem RPG hätte, würde er das mit den Bildern auch übernehmen. Das Problem ist einfach für einen Verlag, dass das Risiko bei einem kaum bekannten Rollenspiel zu hoch ist, Geld für Bilder, Layout und Vertrieb in die Hand zu nehmen.

Ich würde es so wie die Degenesis-Macher angehen: Erst alles kostenlos zur Verfügung stellen, eine breite Fanbase aufbauen, die dann eventuell auch bei Bildern, Layout und weiterem Material helfen kann. Dungeonslayers ist hier denke ich auch ein schönes Beispiel, wie gut das funktionieren kann.

Teylen:
In Bezug auf ein Crowdfunding.

Ein solches braucht nicht unbedingt gute Bilder. Es gibt einige optisch opulente Projekte die nicht finanziert worden (Dragons Conquer America) oder nur recht gering (Capharnaum). Ebenso die es passieren kann, das ein Projekt mit geringen Graphik-Anteil durch die Decke geht, wie das Strongholds & Streaming Projekt. (Der aktuelle zweit erfolgreichste P&P-Rollenspiel Kickstarter aller Zeiten)

Es braucht allerdings einerseits eine überzeugende und gekonnte Präsentation, respektive Marketing, und über die Spanne der Kampagne recht viel Planung sowie Aufmerksamkeit. Neben einer allgemeinen Einarbeitung in die Materie. Das heißt Kickstarter ist kein Goldesel, den man einmal Tritt, und wo es dann magisch anfängt zu purzeln.


--- Zitat von: vanadium am 12.02.2018 | 10:02 ---Zur Verlagspräsentation: vlt. waren die nur höflich und nutzten die "Bilder" als freundlichen Aufhänger dich hinauszukomplimentieren?
--- Ende Zitat ---
Der Gedanke kam mir auf der Fahrt zur Arbeit ebenfalls.

Blechpirat:

--- Zitat von: Ralmnjir am 11.02.2018 | 18:32 ---Der Weg mit dem PDF klingt interessant. Ich hatte mal aufgeschnappt, dass der Autor von Seelenfänger auch erst mit kostenlosen PDF bekannt geworden ist, wodurch er genug Unterstützung erhalten hatte, um sein Werk für einen Verlag interessant zu machen. Meint ihr, dies wäre über die oben genannten PDF-Seiten möglich? Oder allgemeiner gefragt, wenn man kein Geld für Bilder hat, kann man das ausreichende Werbung ausgleichen? Wenn ja, welche Kanäle und Wege würdet ihr dafür empfehlen?

--- Ende Zitat ---

Der Autor von Seelenfänger ist hier im Forum als bandit unterwegs. Er betreibt ein unglaubliches Maß an Aufwand, war auf den wichtigen Cons mit einem eigenen Stand, hat Kennlernrunden angeboten und jahrelang für Aufmerksamkeit gesorgt. Das ist ein unglaublich hartes Brot. Und dann hat er seine eigenen Regeln weggeworfen und auf Fate umgestellt, was bestimmt eine schwere Entscheidung war, denn auch an den Regeln hat er jahrelang gearbeitet.

jcgames (ebenfalls hier im Forum) betreibt einen vergleichbaren Aufwand.

Ich fürchte, wenn man etwas Eigenes bekannt machen will, muss man so vorgehen.

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