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Diener Spielen unerwünscht ?
Widukind99:
Was heißt schon Diener sein?
Wenn mein Krieger der Dame der Runde schwört, dass er von nun an ihr Leben auf immer beschützen wird, ist das eine tolle Sache.
Die Troubleshooter bei Paranoia sind auch nur Befehlsempänger des Computers.
Und wenn man bei Vampire:die Maskerade im Auftrag des Prinzen unterwegs ist...
Wenn ein Spielcharakter dem anderen "dient", ist es recht einfach. Wenn er jemand anders dient, dann dem Hauptauftraggeber. Ansonsten wird es eher schwierig.
Greifenklause:
--- Zitat von: Isegrim am 6.03.2018 | 08:46 ---Ja, sicher. Aber in dem Fall ist es nicht mit einer vorherigen Absprache oder so getan. Wenn ich keine Lust habe, einen Auftrag auszuführen, dann mach ich das nicht (evtl mit dem OG-Hinweis: "Äh, nö, jetzt nicht, sry.")
Wenn der Spieler des "Herren" dadurch seine Autorität angegriffen führt und meint, sich aus "IG-Logik" or whatever zu (durchaus realistischen) Straforgien veranlasst zu sehen, mach ich mir nen neuen Charakter. Meine Erfahrung (wie gesagt, eher aus dem LARP, aber da zahlreich): Damit kommen viele nicht klar. Die Meinung, wenn man sich erstmal auf das Diener-Spiel eingelassen habe, müsse man nun auch jedem sinnigen oder unsinnigen Befehl Folge leisten (IG wie gesagt ja durchaus logisch bzw richtig), ist vorhanden...
--- Ende Zitat ---
Ich stimme dir doch zu. Die Initiative muss vom "dienenden" SC/Spieler ausgehen. Der "befehlende" SC/Spieler hat da nichts einzufordern, sondern allenfalls steuernd bzw vorschlagend einzugreifen.
Formulieren wir es so:
Wenn ICH einen Diener spiele, würde ich auch hinundwieder bewusst unsinnige Befehle befolgen.
Wenn ICH den Herren spiele, würde ich zwar hinundwieder auch unsinnige Befehle geben, aber nicht davon ausgehen, dass der dienende Spieler sie auch zwingend befolgt.
Ausnahmen dazu kann und soll es geben, aber eben nur als Ausnahmen.
Im Grunde ist das hier nämliche eine komplexere Variante der "Verbots-Paladin"-Problematiken. Sobald man das begreift, ist klar, dass der "Herren"-SC sich im Zweifel zurücknimmt.
Machen wir uns nichts vor:
"Diener und Herr" zu spielen ist eine nichtsexuelle nichtkörperliche SM-Variante.
Teylen:
Ich persönlich habe in der Regel so absolut keinerlei Lust in einem Spiel den Bimbo/Diener für einen anderen Mitspieler zu geben.
Weder mit der Argumentation das es innerhalb des Setting so ist, noch mit der Argumentation das sich der Charakter des anderen mal entsprechend mächtig anfühlen soll.Scheinbar ist es beim Vampire Live mitunter nicht unpopulär tatsächlich die Dreistigkeit zu besitzen mit beiden Argumenten andere Spieler, gerade neue, zu bitten den Fußabtreter zu spielen.
Was meines Erachtens nichts damit zu tun hat wenn alle Spieler Charaktere von niedrigen Stand haben.
Greifenklause:
Einen "Herren" zu spielen, ist kein "anspruchsvolles Rollenspiel(tm)". Es kann sogar kindisches "ich bin der tollste"-Gehabe sein.
Einen "Herren" so zu spielen, dass der, der den "Diener" spielt, auch dran Spaß hat, das ist "anspruchsvolles Rollenspiel (tm)"!
Issi:
Mein SL hat das so gelöst: Der Herr meiner unfreien Figur ist ein verpeilter Magister(NSC), der so vergeistigt ist, dass er im echten Leben nichts auf die Reihe bekommt. Daher ist er ohne Dienstpersonal kaum ueberlebensfaehig.
Er hat meine Figur als sie klein war gekauft, um sie vor Schlimmerem zu bewahren. Und er spielt auch nicht den Despoten. Meine Figur hat Essen und ein Dach über dem Kopf. Und würde etwas Geld aus der Kasse fehlen, so fiele es ihm gar nicht auf.
Wenn es mal zum Tragen kommt, dass sie von niederem Stand ist, dann deshalb weil versnopte oder despotische NSC Gäste oder Gastgeber auftauchen, die sie etwas anders behandeln.
Ein paar Feinde will man ja schließlich auch sammeln im Spiel! ~;D
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