Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Welches System für ein Lockwood & Co RPG?
Flamebeard:
Also ich wäre da immer noch bei der Eingangsantwort von KhornedBeef: Fate sollte all' das können. Und um gerade Effekte etc. abbilden zu können, würde ich mal im Rollenspielladen deines Vertrauens in Tianxia rein lesen. Da hat es ein recht ausgefeiltes System für die Abbildung des Nahkampfes. Klar, man müsste das Setting quasi "entbeinen", um dann das neue Setting drüber stülpen zu können... Aber im Prinzip müsste das passen.
Und, gerade wenn du mit Kindern/Jugendlichen spielen möchtest: willst du dann ein System, das alles bis ins Kleinste verregelt? Oder eines, an dem die Kids aktiv mitwirken können und im Zweifel eine Auseinandersetzung auch rein argumentativ meistern? (Jaja, ich weiß... Dämon... Flasche...)
Feuersänger:
--- Zitat von: Tamidor am 12.07.2018 | 17:18 ---Magst du das mal konkretisieren? Die 9€ bringen mich nicht um, wenn ich aber anfange viel Zeit zu investieren und sich dann irgendetwas als doof rausstellt, was ich am Anfang noch nicht überblicke, DAS würde mich ärgern.
--- Ende Zitat ---
Ich finde SaWo als System absolut grottig, es steht auf meiner "Käme NIEMALS mit ins Exil" Liste. Die Gründe, die mir spontan einfallen, sind: extrem schmalspurige Charaktere, extrem swingy Mechanik, beknackte Freakrolls, widersprüchliche Hinweise an den Spielleiter im Buch ("Geize nicht mit Bennies. Jeder Bennie muss hart erarbeitet werden.")... unterm Strich, und ich hab SaWo grob ein Jahr lang regelmäßig gespielt, nenne ich es nur noch "Snakes and Ladders".
D. M_Athair:
Ich find Savage Worlds als Regelwerk OK.
Was man sich mit Savage Worlds einkauft sind: Starke Differenzierung zwischen Statisten und "wichtigen Figuren", eine Metaspiel-Ressource1 (ohne Bennies läuft das Spiel nicht rund), Freak Rolls (die mit Bennies ggf. abgefangen werden können), ein leicht lernbares aber eher schwer zu meisterndes System, ein im Kern herausforderungsorientiertes Spiel, ein Spiel das v.a. schnelle (Kampf-) Action kann und auch sonst bleibt immer ein Hollywood-Blockbuster-Vibe (ob man Horror, Drama oder was auch immer spielt), Battlemaps sind mehr als hilfreich.
Das muss man für den konkret zu spielenden Hintergrund alles haben wollen.
[Ich hätte z.B. immer noch voll Bock mit Savage Worlds in Alta California (Zorro!) zu spielen. Da passen eigentlich alle Boardmittel von Savage Worlds. Danach wird es bei mir schnell dünn (Solomon Kane geht noch - und Savage Star Wars war damals auch toll).
1 Ich find solche Mechanismen i.d.R. immersionsbrechend. Gerade wenn sie so omnipräsent wie in Savage Worlds, FFG Star Wars / Genesys oder Fate sind.
Tamidor:
Hmm, also mit Maps und Minis, wollte ich nicht anfangen. Das Bennies essenziell sind, finde ich nicht so prickelnd. Wozu braucht man die? Sterben die Spieler sonst u schnell? Was meint ihr mit swingy? Glückslastigkeit, also, dass man auch, wenn etwas sehr gut kann, mit einem schlechten Wurf leicht patzen kann, und umgekehrt?
knörzbot:
--- Zitat von: Tamidor am 12.07.2018 | 17:18 ---Außerdem wären es 18€ aber Rippers habe ich noch nicht gekauft ;D
--- Ende Zitat ---
Man kann sich mit den Savage Worlds Test Drive Regeln durchaus einen Überblick über die Regeln für lau verschaffen.
Generell wirst Du hier immer widersprüchliche Aussagen zu Regelsystemen bekommen. Feuersänger findet Savage Worlds Grütze, ich dagegen finde es großartig, wenn auch nicht für jedes Genre geeignet.
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