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Everywhen - BoL

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Tom:

--- Zitat von: LushWoods am  5.02.2019 | 12:13 ---Das nächste Everywhen-Setting is raus: Red Venus

https://www.drivethrurpg.com/product/265751/Red-Venus?src=newest_recent


Edit: Mal als Übersicht ...

Official Settings
Available Official Settings
The following settings are now available:

Manimals


--- Ende Zitat ---

Ist auch vor 2 Tagen erschienen.

Achamanian:
Ich hab mir jetzt Everywhen und Red Venus (als pdf) geholt - bin mal gespannt, das BoL-Setting hat mich ja nie so ganz abgeholt, aber die Regeln mochte ich immer ...

Swanosaurus:
Ich lese jetzt gerade (4 Jahre später) Everywhen von vorne bis hinten (nachdem ich bei Savage Worlds mal wieder hängengeblieben bin und festgestellt habe, dass Everywhen schon sehr nah an dem ist, was ich mit meinen Troika!-Hausregeln erreichen wollte) und bin doch ziemlich begeistert von den Regeln. Ich bin nicht sooo tief in BoL eingestiegen, dass ich Unterschiede benennen könnte, finde aber, als Universalsystem macht EW viel her.
Das Career-System ist für mich genau die richtige Mischung aus Free-Form und kodifizierten Spieleffekten bestimmter Careers; Die eigene Kategorie für Kampffertigkeiten ergibt für mich eine Menge Sinn - erst scheinen sie dadurch übermäßiges Gewicht zu bekommen, aber jetzt denke ich, dass die auf einer Balancing-Ebene sowohl sinnvoll sind, wenn es viel um Kampf geht, als auch, wenn es fast gar nicht um Kampf geht - in keinem Fall hat man dann Punkte von anderswo verschwendet. Und gerade der Umstand, dass sich Kampf-Karrieren in aller Regel nicht auf Kampffähigkeiten auswirken, lässt interessante Charakterkonzepte zu wie den Gladiator, der vielleicht immer nur mit seinem Show-Talent und einer hohen Defense durchgekommen ist.

Ein bisschen gestolpert bin ich bisher über die Scales und über die Challenge Dice - letztere finde ich nicht so gut erklärt, man kapiert den allgemeinen Mechanismus erst anhand der Beispielanwendungen, und die Scales könnten frickelig werden, wenn sie mit anderen Dis-/Advantages und evtl. noch Challenge Dice interagieren ... ich würde das mal als Sonderregeln betrachten, die nicht unbedingt in jeder Kampagne was zu suchen haben.

Opposed Contests finde ich auch etwas wackelig, die Regeln für Cautious/Reckless erscheinen mir da wenig Sinn zu ergeben bzw. setzen voraus, dass man bei "Reckless" schon den Hero Point für einen gekauften Mighty Success einplant.

Das Lifeblood- und Schadenssystem finde ich auch super, die Notation sieht erst kompliziert aus, aber eigentlich ist das doch alles ziemlich simpel und sorgt - so mein Eindruck - dafür, dass man in einem konkreten Kampf schon schnell in Gefahr geraten kann, ausgeknockt zu werden, hinterher dann aber auch wieder halbwegs einsatzbereit für den nächsten Kampf ist (wenn auch immer noch angeschlagen).

Gefällt mir wirklich gut, ich werde mir da wohl auch den Sword&Sorcery Codex zu holen.

Jed Clayton:

--- Zitat von: Achamanian am 22.11.2019 | 20:38 ---Ja, aber ... spielt es wer von euch? Oder hat es in letzter Zeit gespielt? Oder ist es nur in der Theorie toll, dass BoL mittlerweile auch als Universalsystem existiert?

--- Ende Zitat ---

Hallo.
In diesem Kontext kann ich mich gerne wieder einmal melden (ich bin heute das erste Mal seit Jahren wieder im Tanelorn - fast alle meine Rollenspiel-Posts sind inzwischen auf Facebook und Discord). Also, kurz und gut: Ja, ich habe es gespielt. Ich hatte seit mehreren Jahren vor, einmal ein Everywhen-Abenteuer mit den Western-Regeln aus "Blood Sundown" auszuprobieren, nachdem ich mich seit einer Weile auch wieder für Western interessiere und zusätzlich für echte Märchen und Geschichten der nordamerikanischen Ureinwohner. Ich hatte dazu eine Idee und wollte sie immer mal ausprobieren. Ich hatte sie mehrmals verschoben, gerade weil ich die Schadensregeln doch schwieriger fand als die "normalen" Lebensblut-Regeln aus BoL und auch etwas Bedenken hatte, dass mir Fans von Revolvern und anderen Schusswaffen dann erklären wollen könnten, wie man wann wo aus welchem Winkel schießen kann und welche Auswirkungen das realistisch haben sollte.

Letztlich habe ich mein Abenteuer dann auf der letzten Cat-Con in Ulm geleitet, genau am 01. Oktober. Das lief dann so gut, mit sechs Spielern (die ich alle noch nicht kannte), dass ich es bei der DreieichCon in zwei Wochen wiederholen möchte.

Ich habe Blood Sundown sogar minimal abgewandelt und in einer "Spätwestern"-Zeit um 1890 herum gespielt, in einem anderen Teil der USA, nicht in Arizona. Das war aber im Grunde nur Kulisse. Die Atmosphäre am Spieltisch war großartig und wurde höchst spannend. Da niemand von meinen Spielern vorher BoL oder Everywhen kannte, auch nicht bruchstückhaft, verlief die Eingewöhnung in die Regeln sehr glatt und schnell. Entweder kann ich nach vielen Jahren plötzlich besser Regeln erklären oder das System ist tatsächlich einfach.

Sogar die Faith Points für unseren Priester (kath. Missionar) konnten wir einsetzen. Da der Großteil des Abenteuers aus Erkundungen im Wald und Gebirge bestand, gab es nicht die Standardsituationen wie Schießereien, Duelle, Faustkämpfe oder Verfolgungsjagden zu Pferd. Diese wären aber auch kein Problem gewesen. Typisch westernmäßig war zum Beispiel am Ende der waghalsige Einsatz von Dynamitladungen, wie sie eigentlich für Bergwerksstollen gedacht waren. Ich hatte vorher keine Ahnung, dass die Spieler am Wilden Westen und an meiner Art des Spielens überhaupt Interesse haben würden und konnte das nicht abschätzen. Es war aber wunderbar, es war meine spannendste Runde seit Langem.

Wenn ich die Runde in Dreieich leite, ist möglicherweise ein Freund dabei, der sowohl das Genre als auch BoL schon sehr gut kennt. Wenn es für ihn auch noch interessant ist, zählt es für mich zu meinen permanenten Lieblingsspielen.

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