Medien & Phantastik > Sehen

Vergleich aktueller und alter Filme

<< < (4/27) > >>

ManuFS:

--- Zitat von: 6 am  5.09.2018 | 17:02 ---Die Autoren müssen heutzutage eine komplette Story in 10 oder 12 40 Minuten-Folgen packen und da werden dann Folgen mit ner Menge Füllstoff gefüllt, die Du locker einfach weglassen könntest.

--- Ende Zitat ---

Interessant, ich finde gerade im 12-Folgen-Format die Menge an Füllstoff erfrischend minimal, da einfach nicht genug Zeit in der Staffel ist, um "nutzlose Zeitfüller" einzubauen. Da regt mich das 25-Folgen-Format (der de facto Standard für US Serien) einfach nur auf. Da sind 10 bis maximal 15 Folgen tatsächlich wichtig, der Rest ist "zeitverschwendendes" Monster of the week, mit vielleicht 5 Minuten wichtigen Infos/Entwicklung, die problemlos in die wichtigen Folgen gepasst hätten.

YY:

--- Zitat von: 6 am  5.09.2018 | 17:02 ---Durch die Umstellung von Einzelepisoden zum kontinuierlichen Block erlebe ich die Entwicklung der Fillerfolgen und der ich sag Mal Mytifizierung der Charaktere. Die Autoren müssen heutzutage eine komplette Story in 10 oder 12 40 Minuten-Folgen packen und da werden dann Folgen mit ner Menge Füllstoff gefüllt, die Du locker einfach weglassen könntest. Ebenso streckt sich dann die Charakterisierung über alle Folgen hinweg.

--- Ende Zitat ---

Ja, das fällt mir auch auf.
Den goldenen Mittelweg mit einer Mischung aus für sich stehenden Einzelfolgen und Metaplotfolgen oder auch relativ durchgehend einem "beigemischten" Metaplot in ansonsten alleinstehenden Folgen finden die wenigsten.

Davon getrennt sehe ich aber noch mal andere Probleme mit der Charakterisierung. Wie gesagt, ich ziehe bei den meisten "modernen" Serien schon nach 1-2 Folgen die Notbremse, wo das Thema inhaltliche Streckung noch gar nicht so richtig zum Tragen kommt.


--- Zitat von: ManuFS am  5.09.2018 | 17:17 ---der Rest ist "zeitverschwendendes" Monster of the week

--- Ende Zitat ---

Guter Punkt.
Wenn das Monster of the Week o.Ä. tatsächlich Zeitverschwendung ist bzw. den meisten Zuschauern so vorkommt, dann hat man das falsche Erzählformat gewählt und es müsste mit mehr Druck und Stringenz nur Metaplot geben.

Mit der o.g. Mischform muss beides für sich funktionieren, d.h. ich als Zuschauer muss auch Spaß dran haben, wenn es mal keinen Metaplotanteil gibt - unabhängig davon, was jeweils die Regel und damit die Erwartungshaltung ist.
Das hat für mich z.B. bei altmodischem Scheiß wie TNG genau so funktioniert wie beim "Metaplot-Pionier" DS9 oder viel später The Shield.



--- Zitat von: Crimson King am  5.09.2018 | 16:35 ---Thriller sollten grundsätzlich mehr Wert auf Plot und damit Konsistenz legen als Actionfilme. Inkonsistenzen sieht man doch heute vor allem in Blockbustern, bei denen viel Energie in die visuelle Darstellung geflossen ist.

--- Ende Zitat ---

Ich sehe das Problem vor Allem im Vergleich von Actionfilmen untereinander.
Natürlich war die Story da früher auch meist extrem dünn, aber eben nicht so sehr das offensichtliche Feigenblatt bzw. das dünne Stückchen Schnur, an dem man sich von einer für die Story letztlich bedeutungslosen Actionszene zur nächsten hangelt.

Ohne da jetzt genau den Finger drauf legen zu können, sehe ich den Unterschied darin, dass sich die meisten neueren Actionfilme "nach innen" nicht mehr ernst nehmen - unabhängig davon, ob sie nach außen aus dem Augenzwinkern nicht mehr raus kommen.
Ein John Wick funktioniert für mich z.B. genau so wie ein Equilibrium, obwohl der erste sich ja überdeutlich bewusst ist, nur ein doofer Actionfilm zu sein und der zweite vor großen und kleinen Inkonsistenzen nur so strotzt.


--- Zitat von: Crimson King am  5.09.2018 | 16:35 ---Ich glaube allerdings schon, dass Menschen umso mehr strukturelle Inkonsistenzen zu akzeptieren bereit sind, je mehr sie durch Tempo und Lärm davon abgehalten werden, daüber nachzudenken.

--- Ende Zitat ---

Auf die Masse der Zuschauer bezogen ist das im Großen und Ganzen so.
Und leider denken sich dann auch die Macher: Warum soll man sich da Mühe geben, wenns am Ende doch egal ist?

Aber es ist eben nicht völlig egal und auch wenn ich das deutlich kritischer sehe als viele andere, habe ich doch einige Leute im Bekanntenkreis, denen das auch auffällt. Die schauen die Filme dann im Unterschied zu mir eben trotzdem, denken sich aber auch: Früher war das irgendwie besser.
Man hat als Zuschauer leider relativ wenige Möglichkeiten, solche Sachen gezielt einzufordern. 

6:

--- Zitat von: ManuFS am  5.09.2018 | 17:17 ---Interessant, ich finde gerade im 12-Folgen-Format die Menge an Füllstoff erfrischend minimal, da einfach nicht genug Zeit in der Staffel ist, um "nutzlose Zeitfüller" einzubauen.

--- Ende Zitat ---
Da muss ich präzisieren. Es ist nicht so, dass jede Serie ohne Ende Füllstoff in den Folgen hat. Es gibt eine Reihe an Serien, die die Geschichte über die komplette Serie am Laufen halten. Es gibt aber leider auch ne ganze Menge Serien, die nur eine dünne Story haben und dafür dann jede Menge teilweise auch ganze Folgen haben, die für die komplette Story keine Bedeutung haben. Da passiert was, aber am Ende einer Folge haben wir den gleichen Zustand wie am Anfang der Folge. Es wird dann einfach die Story teilweise enorm gestreckt. Das sind dann die Serien, die für mich nicht aus dem Quark kommen. Extrembeispiel war da Lost Staffel 2, die man sich komplett sparen konnte. Die dort eingeführten Leute sind dann eh im Laufe der Serie entsorgt worden.

ManuFS:

--- Zitat von: 6 am  5.09.2018 | 18:17 ---Da muss ich präzisieren. Es ist nicht so, dass jede Serie ohne Ende Füllstoff in den Folgen hat. Es gibt eine Reihe an Serien, die die Geschichte über die komplette Serie am Laufen halten. Es gibt aber leider auch ne ganze Menge Serien, die nur eine dünne Story haben und dafür dann jede Menge teilweise auch ganze Folgen haben, die für die komplette Story keine Bedeutung haben. Da passiert was, aber am Ende einer Folge haben wir den gleichen Zustand wie am Anfang der Folge. Es wird dann einfach die Story teilweise enorm gestreckt. Das sind dann die Serien, die für mich nicht aus dem Quark kommen. Extrembeispiel war da Lost Staffel 2, die man sich komplett sparen konnte. Die dort eingeführten Leute sind dann eh im Laufe der Serie entsorgt worden.

--- Ende Zitat ---

Ah, ja, absolut stattgegeben, das ist auch furchtbar, wenn Material für einen Spielfilm auf Serienlänge ausgewalzt wird, weil "muss Serie". -.-

Talasha:

--- Zitat von: YY am  5.09.2018 | 17:52 ---
Auf die Masse der Zuschauer bezogen ist das im Großen und Ganzen so.
Und leider denken sich dann auch die Macher: Warum soll man sich da Mühe geben, wenns am Ende doch egal ist?


--- Ende Zitat ---

Das führt dann dazu das ein Terminator den Helden durch die Luft wirft, dann eine Knarre wegwirft um den Helden im Nahkampf um zu bringen, wobei er natürlich scheitert. Das ist so lächerlich, wo ist nur der gute alte T1000 der jeden umbringt der sich ihm auf anderthalb MEter nähert?

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln