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Vergleich aktueller und alter Filme

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Sashael:

--- Zitat von: Eisenmeile am  6.09.2018 | 19:22 ---Ein solches Verhalten ist kein "Fehler" sondern kommuniziert einiges über die Mentalität des Gegners!

--- Ende Zitat ---
Also mit der Erklärung kannst du einmal ohne Probleme um die Ecke kommen. Vielleicht auch noch zwei- oder dreimal.
Aber wenn ich mir überlege, wie oft ich sowas schon mit ansehen musste ... nee, irgendwann ist einfach gut und man sollte sich etwas besseres einfallen lassen.

Eisenmeile:
Naja, der Kampf mit dem Russen in Punisher unterscheidet sich vom Kampf mit dem Russen in Kiss of the Dragon und unterscheidet sich vom Kampf gegen Ivan Drago in Rocky IV. Obwohl es immer ein großer Russe ist, der seine Gegner durch die Gegend schleudert, gibt es da noch genug Raum für Variation.

Da ist z.B. "Der Protagonist hat ein Alkoholproblem und ein zerrüttes soziales Umfeld" deutlich ausgelutschter und wird trotzdem noch verwendet, weil Wiedererkennungswert. Einige der größten Filme (Blade Runner, Chinatown etc.) nutzten dieses Klischee, obwohl es eigentlich schon seit den 50ern tot und begraben sein sollte.

Und @YY: "echtes" Dominanzgebahren (streng genommen ein Oxymoron) kann vielfältige Formen annehmen.

YY:

--- Zitat von: Eisenmeile am  6.09.2018 | 20:32 ---Und @YY: "echtes" Dominanzgebahren (streng genommen ein Oxymoron) kann vielfältige Formen annehmen.

--- Ende Zitat ---

Ok, lass mich umformulieren:
Es nimmt nie diese Form an (edit: jedenfalls nicht im Kontext "richtiger" Kämpfe, wo es primär darum geht, den anderen ernsthaft zu schädigen. Da können sich gerade die klassischen Vertreter aus den 80ern und 90ern auch nicht darauf rausreden, Kontext oder stakes schlecht kommunizert zu haben).

Diese Darstellung ist halt aus anderen Gründen für Filmzwecke bequem (s.o.), aber sie funktioniert nur da einigermaßen, wo sie selbstironisch verwendet wird.

Wer ein Händchen für Kämpfe/Kampfchoreographien hat, ist auf diese alte Krücke echt nicht angewiesen.
Und umgekehrt: Da, wo das ernsthaft verwendet wird, liegen so gut wie immer noch andere Dinge im Argen.

Eisenmeile:
Das halte ich für eine ziemlich steile Aussage.

Besonders, da die grundlegende Dynamik des Kampfes (Angreifer langt zu - Verteidiger fliegt weg - Angreifer kommt (langsam) hinterher) sich nicht wesentlich von dem unterscheidet, was ich in meiner Schulzeit relativ oft auf dem Schulhof erlebt habe (Angreifer langt zu - Angreifer geht weg - Angreifer kommt (langsam) zurück) - ein solches Dominanzvortäuschen scheint also durchaus auch etwas zu sein, was Leute in der wirklichen Welt machen, und nicht nur eine Erfindung von faulen Regisseuren.  ;)

YY:
(Siehe obigen edit).

Schau dir Kämpfe abseits von "normalen" Schulhofprügeleien an.
Die sind nicht der passende Vergleich, weil es da gerade nicht darum geht, den anderen relativ zügig über den Jordan zu schicken oder sonstwie ernsthaft zu verletzen.
Das sind mehr oder weniger reine Dominanzgeschichten.

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