Medien & Phantastik > Sehen

Vergleich aktueller und alter Filme

<< < (2/27) > >>

First Orko:

--- Zitat von: YY am  5.09.2018 | 15:23 ---Und obendrauf: Ich habe ganz entschieden den Eindruck, dass früher (wir erinnern uns: da, wo alles besser war ;)) an den richtigen Stellen ein bisschen mehr auf interne Konsistenz geachtet wurde, wo die Autoren für Filme und noch viel mehr Serien heutzutage tatsächlich einfach drauf scheißen

--- Ende Zitat ---

Den Eindruck habe ich zwar auch aber ich finde, dass das ein unfairer Vergleich ist. Zum einen scheibst du ja schon, dass viele Sachen eben auch nicht gut altern/gealtert sind. Die Frage ist dann: Wieso?

Nachdem ich jetzt gerade Rick & Morty und Gravity Falls durch habe kommt mir gerade der Gedanke, ob die Frage der Kontinuität in diesem Maße nicht sowieso ein recht neuer Aspekt ist, den Prä-90er-Serien (abzüglich ein paar Ausnahmen) gar nicht hatten - einfach weil Langläufer wie zBsp Start Trek sowieso kaum sowas wie nen roten Faden hatten (jaja, ich höre schon "DS9-Dominion"-Stimmen im Hintergrund kreischen) und damit reiht sie sich ein in die ganzen "Fall der Woche"-Serien, in denen sowohl Plot als auch Charaktere jede Folge wieder auf 0 gesetzt werden und kaum Erkenntnisse und Entwicklungen über längere Folgen Auswirkungen zeigen.
Ausnahmen wie Twin Peaks oder Akte X mit ihren konfusen "So tief Mystery, dass selbst der Autor keinen Durchblick hat / haben will" - Ansatz entziehen sich der Kontinuität eben auf die Weise.

Dass aber wirklich über Folgen oder gar ganz Staffeln hinweg (Breaking Bad) einzelne Schlüsselszenen und Elemente langsam ihre Bedeutung entfalten - da kenne ich kein wirklich gutes Beispiel aus der Zeit.

Das ist nun natürlich keine Entschuldigung und auch wenn uns eher durchdachte Serien mehr Spass bringen, so haben doch auch Soaps und "Popcorn-Kino" weiterhin ihre Berechtigung. Das Problem könnte viel mehr sein, das Soap-Autoren versuchen, denselben Eindruck von Tiefe und Kontinuität zu waren, dabei aber Opfer äußerer Umstände werden (ständige Neubesetzungen innerhab der Staffeln).
Bei Filmen mag es eine gewissen Prätentiösität (gibts das?) geben, in denen die Macher zwar wissen, dass sie nicht viel auszusagen haben, aber trotzdem den "Meisterwerken" nacheifern und sich übernehmen. Und dann hast du schlecht umgesetzte Zitate, schlampige Plots, Mängel in der Umsetzung etc.

Also: Früher war alles besser? Nee! Früher war alles _anders_ und vieles war gut. So wie heute. Aber heute gibt's halt auch viel mehr...


--- Zitat von: 6 am  5.09.2018 | 15:39 ---Und natürlich gibt es jede Menge Tropen, die früher als frisch aufgefasst würden und heute kräftig Spinnweben anhängen, wenn man sie in heutigen Filmen sieht.
Und natürlich gaaanz wichtig: Survivor-Bias. Kennste noch den Schulmädchen-Report. War ein absoluter Kassenschlager in den 70-er.  ~;D

--- Ende Zitat ---

Police Academy. Hot Shots. Wer das heute immer noch nüchtern gucken kann und genauso begeistert ist wie damals, dem ist nicht mehr zu helfen! Aber ich glaube bzgl. Plotholes fischen wir da gerade im falschen Teich  >;D

KhornedBeef:
Ent-schuuuuldigung? Hot Shots? Als nächstes sagst du mir, Airplane! wäre nicht grandios und die nackte Kanone lahm...

6:
Ich habe vor kurzem wieder Flash Gordon aus den 80-er gesehen. Grandioser Film, aber bei der Logik war er sehr nahe am Original gewesen. ~;D

Crimson King:
ZAZ-Filme mit Police Academy in einen Topf zu werfen, sollte mit Mike Krüger & Thomas Gottschalk-Filmen nicht unter 12 Stunden bestraft werden.

6:
Aber jetzt Mal im Ernst: Unser altes Kino startet aus Verzweiflung ab Oktober eine Classic-Reihe, die sie Sonntags Nachmittags zeigen. Da sind dann so Hochkaraeter wie der dritte Mann und Das Fenster zum Hof dabei. Ich will da eh reingehen. Da achte ich Mal auf die Kontinuität.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln