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Vergleich aktueller und alter Filme

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YY:

--- Zitat von: Crimson King am 11.09.2018 | 16:35 ---Finanziell sicher nicht. Da waren die Brosnan-Bonds sehr erfolgreich.

--- Ende Zitat ---

Kommerzieller Erfolg ist für mich in beide Richtungen kein brauchbarer Anhaltspunkt, ob mir ein Film taugt oder nicht.
Der Fluch des "exotischen" Geschmacks... :P


--- Zitat von: Exar am 11.09.2018 | 16:02 ---Wie sieht es bei anderen Agentenfilmen mit viel Humor aus?
Codename Uncle, OSS 117, Spione wie wir, Austin Powers und solche Geschichten?

--- Ende Zitat ---

Geht mehrheitlich gar nicht.
Top Secret! (1984), True Lies und R.E.D. sind da die Ausnahmen, wobei ich gerade bei Top Secret! überhaupt nicht begründen kann, warum mir dieser Scheiß gefällt und so vieles andere nicht, das in die gleiche Kerbe schlägt. 

6:

--- Zitat von: Crimson King am 11.09.2018 | 16:35 ---Finanziell sicher nicht. Da waren die Brosnan-Bonds sehr erfolgreich.

--- Ende Zitat ---
Klar. Das sind viele tot gerittene Franchises.

Scurlock:
Ich weiß nicht. Ich würde behaupten, so ziemlich jeden relevanten (westlichen) Actionfilm seit den 80ern bis heute gesehen zu haben. Einen qualitativen Abstieg hinsichtlich Handwerk oder Inhalt kann ich generell nicht erkennen. Gerade viele Klassiker der 80er/90er sind auf narrativer und natürlich auch auf handwerklicher Ebene meist schlecht gealtert, von fehlender Logik ganz zu schweigen. Die Dialoge und Actionsequenzen in Filmen wie Phantomcommando, Punisher oder auch Highlander sind gewöhnungsbedürftig bis ziemlich komisch.
Gerade in den 90ern haben Filme wie The Rock, Con Air oder die John Woo Streifen das damalige Actionkino definiert. Anschauen kann ich die Filme heute nicht mehr wirklich. Selbst T2 hat doch mit dem Alter sehr gelitten und auch The Matrix ist für mich aufgrund der nicht mehr ganz aktuellen Technik bei weitem nicht mehr so herausragend wie damals. Das Fünfte Element beispielsweise ist nach heutigen Maßstäben echt übel, wie ich finde.
Filme wie Aliens, Heat oder Point Break sind da eher Ausnahme als Regel.
Und gleiches gilt auch heute noch. Viele Action-Filme heute sind nicht schlechter oder besser. Sie haben in der Regel bessere Effekte und zugegeben häufig zu komplizierte oder zumindest zu viele Plots. Aber das wird sich wohl wieder geben. Die shaky Cam der 2000er ist ja zum Glück auch nicht mehr so envogue.
Am Ende werden immer wieder Streifen aus der Masse hervorstechen und so irgendwann auch zum Klassiker. Da unterscheidet sich dieses Jahrzehnt nicht viel von den anderen Jahrzehnten.     

Crimson King:

--- Zitat von: 6 am 11.09.2018 | 17:12 ---Klar. Das sind viele tot gerittene Franchises.

--- Ende Zitat ---

So lange es Geld abwirft, ist es nicht tot. Davon abgesehen gilt die Aneinanderreihung von Plotholes inklusive Lesbenvergewaltigungsumpolung, die sich Goldfinger nennt, als bester Bond aller Zeiten und absoluter Klassiker, was zeigt, dass man im Bedarfsfall auch früher schon über beliebig große Inkonsistenzen hinweg schauen konnte und auch heute noch keine Berührungsängste mit einer emotional tephlonbeschichteten Sex- und Killermaschine hat, die von jedweder Selbstironie Moore'scher oder Brosnan'scher Art komplett befreit ist und für eine liberale Gesellschaft quasi das Anti-Rollenmodell eines Mannes darstellt. Ich habe die anderen Connery-Bonds nicht so präsent, aber ich vermute stark, dass es da nicht besser aussieht.

Ich sehe die Sache mit den Actionfilmen ansonsten auch wie Scurlock. Da ist viel nostalgische Verklärung bei, weil wir den Kram in den 80ern mit 15 gesehen haben, die Actionfilme von heute aber mit 45. Viele Actionfilme haben Klassikerstatus, weil man bei ihnen bereit ist, aufgrund der gut dargestellten Action und der coolen Sprüche Defizite in Sachen Plot und Charaktere in Kauf zu nehmen, während man Neuerscheinungen genau dieses vorwirft. Filme, die praktisch alles richtig machen, gibt es heute wie damals, aber sie sind und bleiben rar.

6:

--- Zitat von: Crimson King am 11.09.2018 | 18:07 ---So lange es Geld abwirft, ist es nicht tot.
--- Ende Zitat ---
Hat nichts mit "tot reiten" oder "zu Tode reiten" (als Redensart) zu tun.

Beim Rest sehe ich jetzt keine Verbindung zu meinem Posting. Ich bin aber beim Großteil Deines Postings bei Dir.

EDIT:
Nur eine Sache. Birth of a Nation, also der ganz alte Film ist extrem rassistisch, aber wird dennoch als cinematische Meisterleistung seiner Zeit angesehen (im Gegensatz zu den ganzen Nazifilmen). Nicht dass ich irgendwelche Filme entschuldigen will. Ich will nur darauf hinweisen, dass handwerklich gute oder hervorragende Filme fragwürdige Inhalte transportieren können.

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