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Warum ist Contact Deutschland so unbekannt ?

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Deep_Impact:
Der Entwickler von Contact-CORE ist meine ich immer noch Robert Hamberger. Der auch ganz nett ist, so ists ja nicht. Aber das eine hat ja auch nichts mit dem anderen zu tun.

Swafnir:

--- Zitat von: Deep_Impact am 18.09.2018 | 19:34 ---Der Entwickler von Contact-CORE ist meine ich immer noch Robert Hamberger. Der auch ganz nett ist, so ists ja nicht. Aber das eine hat ja auch nichts mit dem anderen zu tun.

--- Ende Zitat ---

Hier ein Interview mit Frank Sauer zu dem Thema:
https://nerds-gegen-stephan.de/archives/141-Contact-Das-Taktische-UFO-Rollenspiel-Exklusives-Interview-mit-Frank-Sauer.html

Kampfpudding:
Also ich hatte mir damals Contact gekauft als es rauskam und kurz danach auch den Erweiterungsband "Schrecken aus der Tiefe" oder wie der hieß und den OST Volume 1. Meine Erfahrungen mit dem System lassen sich auf 2 Spielabende zusammenfassen.

1. Abend:
1,5 - 2 Stunden Charakterbau als Gruppe da wir nicht die angesprochenen Excel etc. Hilfen hatten und daher immer wieder hin und her rechnen und kritzeln mussten. Dann als dieser Terror endlich durch war kam es zum Spielgeschehen. Unsere Gruppe erhielt das Briefing und wurde in den Einsatz geschickt und es kam zum Feuergefecht. Mein Char an vorderster Front, Mitspieler patzt beim schießen und naja er hat halt meinen Char mit einem Querschläger getroffen... In den Hinterkopf... "Tja dein Char ist tot, viel mit ausweichen ist ja nicht da du es nicht hast kommen sehen". Wurde mein persönlicher Rekord für den kürzesten Spieleabend überhaupt, denn danach bin ich aufgestanden und gegangen.

2. Abend:
Charakterbau vorher gemacht! Habe mir einen Nahkämpfer gebaut. 1. Feuergefecht: Mein Char versucht von Deckung zu Deckung zu laufen um in den Nahkampf mit den schlecht ausgebildeten Milizionären zu kommen (5 Stk.) 1. Milizionär schießt und trifft meinen Char (Charakter nun leicht verletzt). 2. Typ schießt auf ihn (Char bricht schwer verletzt zusammen und ist laut Tabelle nun Impotent)

Also das System hat mich nicht überzeugt, zu kompliziert und zu überladen. Ähnlich wie in Shadowrun. Schade eigentlich denn den Artstyle der Bücher, Fontstil und die Hintergrundstory fand ich sehr geil. Auch das man sich individuell mit den Spielern seine Basis aufbauen kann fand ich richtig cool aber leider ist mir das System "Zu komplex und zu tödlich".

Caranthir:
Das erinnert mich irgendwie an Space Gothic, was die Tödlichkeit des Systems angeht. Dagegen habe ich im Prinzip auch nichts, wenn es ein Feature der Regeln sein soll. Bei Contact bin ich mir das nicht sicher, immerhin sind die Charaktere ja Elitesoldaten einer super geheimen Organsation.

Achamanian:
Als jemand, der Contact nur von außen wahrgenommen hat, würde ich dazu noch annehmen, dass das mit dem prinzipiell schweren Stand von SF-Rollenspielen in Deutschland zu tun hat - zumindst habe ich den Eindruck, dass es hier weitaus weniger SF-Rollenspielkram gibt als auf Englisch, und wenn mal was erscheint, handelt es sich zwar oft um löbliche und engagierte Versuche (Nova, Equinox), irgendwie bleibt das Ganze dann aber doch eher randständig und versandet (okay, bei Equinox will ich jetzt nichts Schlechtes prophezeien). Shadowrun ist die Ausnahme, wobei ich glaube, dass Cyberpunk-Fantasy durch den Shadowrun-Erfolg eh schon als Fantasy-Genre für sich wahrgenommen wird und gar nicht so sehr der SF zugeordnet.

Dazu kommt, dass die UFO-Thematik dann noch mal sehr ... speziell ist und wiederum nur eine kleine Teilmenge der SF-Interessierten ansprechen dürfte. Für mich signalisieren die drei Buchstaben zumindest eher ein Weglauf-Thema.

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