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[Film] Avengers 4: Endgame
Alexandro:
Eben. Die Motivation wird nicht beachtet, weil die besagten Damen keine Motivation haben. Sie sind "Kollateralschaden", Hintergrundelemente und keine vollwertigen Charaktere. Ihr einziger Zweck besteht darin, dass ihr Tod den, oft männlichen, Protagonisten zu einem bestimmten Handeln motiviert (ein weiteres häufiges Beispiel für fridging wäre der "rape-revenge-plot", etwa bei Kill Bill zu beobachten, wo das traumatische Ereignis als Plotvehikel für die Figur benutzt wird, die deren Opfer war).
--- Zitat ---Fridging is a term used in cultural criticism, primarily in regards to comic books, to describe the act of killing, harming or incapacitating female characters for the purpose of motivating the protagonist.
--- Ende Zitat ---
Bei (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Natasha ist das anders: sie hatte Agency bei ihrer Entscheidung (und auch davor), sie war nicht zwingend das Ziel des Todes (am Anfang der Szene konnte man nicht mit Sicherheit sagen, welcher der beiden Charaktere das überlebt, während man in 99% der von Simone zitierten fridging-Fälle der Tod zielsicher in Richtung des SO des Helden zielt) und sie war auch definitiv kein Charakter, der nur eingeführt wurde, damit ein "significant other" des Protagonisten in Gefahr gerät. Daher: kein fridging.
Lichtschwerttänzer:
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--- Zitat von: Teylen am 29.04.2019 | 15:07 ---Nein, das habe ich nicht.
Da ich von einem Hauptcharakter oder einem Nebencharakter dramatische Dinge erwarte. Dinge die gefälligst auf der Leinwand zu sehen sind.
--- Ende Zitat ---
Waren ja da nur nicht wie du es gerne hättest.
--- Zitat ---Nicht: "Und dann machte sie die langweilige, aber total spannende und anspruchsvolle Büroarbeit.
--- Ende Zitat ---
Also war Nick Fury für dich nur eine Tippse.
Ich sah sie da als Mover und Shaker und zwar so ziemlich als einziger Protagonist, die anderen eher so als ihre Aushilfs MuS.
--- Zitat ---In Infinity War sind mir da eigentlich keine Spannungen zwischen ihnen aufgefallen.
--- Ende Zitat ---
Ich hatte den Eindruck das war vorbei erledigt, Zeitpunkt verpasst.
Nebenbei IMPOV hätte sich wohl fast jeder Core Avenger(Cap, Thor, Tony, BW, Barton) da runtergestürzt und sein möglichstes versucht die anderen dieses Opfer nicht bringen zu lassen
BW und Barton waren da eher noch motivierter den anderen nicht dieses Opfer bringen zu lassen und BW ist IMHO erheblich besser im Nahkampf und für den Rest war IMHO Intime keine Zeit
Teylen:
Meines Erachtens hatte allerdings die Figur die es in Avenger erwischt keinen hinreichend großen Motivationsbogen respektive gezeigten Charakter das sie nennenswert über den Aspekt eines "Hintergrundelement" hinaus gekommen ist.
Ebenso wie das ableben im Grunde hauptsächlich als Charakter-Motivator für männliche Figuren diente.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Das heißt, konkret betrifft es neben Hawkeye und Bannerhulk keinen der überlebenden Charaktere näher, es wird nicht näher thematisiert, es gibt keine Beerdigungsszene mit Grabstein und die Inszenierung fällt emotional recht flach. Es wurde ruhig im Kino, aber es gab kein Schluchzen oder so.
Heißt, es wurde der Charakter ohne eigenen dramaturgischen Bogen, nur mit Kontinuität, ohne eigene Szenen, für das MacGuffin geopfert um anschließend nur von zwei männlichen Figuren "aktiver" betrauert zu werden.
Im Vergleich dazu durfte bzw. musste man bei Iron Man mitleiden, durfte dieser letzte Worte sagen, waren viele Charaktere sehr betroffen und man bekam eine Beerdigungsszene mit allen drum und dran und die Inszenierung wurde so emotional gestaltet das selbst mit Tränchen kamen [und ich halte Iron Man eigentlich für ein unsympathisches Arschloch das gerne sterben darf] [[Ich bin allgemein eher nah am Wasser gebaut und hab dann auch a bissel bei Hawkeye im See geschnüfft, nur halt wegen der Empathie zu Hawkeyes Leid, weniger wegen Black Widow]]
Daneben hatte ich durchaus beim Anfang des Selbstmord-Wettbewerb den Verdacht das nicht der Charakter mit einer (bald wieder) lebendigen Familie mit Ehefrau & Kindern drauf geht.
Gerade wenn die Konkurrenz aus einer Figur besteht die weder Lebensabschnittsbegleiter, noch Kinder hat und jenseits von den zwischenmenschlichen Kontakten zum Team - wo es gerade mal eine Szene mit Cap gab wo er anmerkt das es ihr net gut ist und quasi so "chaka" sagt - keine Bindungen, die nicht mal ihren Vater mit dem generischen russischen Namen Igor kennt.
Ansonsten ist die WiR-Definition:
"characters are injured, raped, killed, or depowered (an event colloquially known as fridging), often as a plot device intended to move a male character's story arc forward" Da steht keine Notwendigkeit das der Charakter ein Lebensabschnittbegleiter gewesen sein muss.
@Lichtschwerttänzer
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Bisher konntest du mir noch keine Szenen mit einen dramaturgischen Bogen bzw. Spannung für Black Widow in Endgame nennen. Lediglich die Wiedergewinnung von Hawkeye, wo wir übereinkamen das es deutlich mehr um ihn, seinen Charakter und Handlungen ging, als jetzt um die von Black Widow.
Nick Fury war in den MCU Filmen die ich sah (und an die mich erinnere) auch keine Hauptfigur, und in der Regel noch nicht einmal eine solide Nebenfigur. Wenn man mir den Charakter als Beispiel für starke, schwarze Protagonisten in Filmen andrehen wollen würde, würde ich auch da einen Vogel zeigen. Gerade wenn er dann noch für die Handlung drauf geht. Das gleiche gilt für Maria Hill.
Naja und "Tippse" ist deine Wortwahl. Wenn Mon Mothma bei Star Wars für dich eine Tippse ist, dann ist es Nick Fury auch. Meine Wortwahl wäre eher "Neben-Person die mit administrativen Aufgaben befasst ist, die zwar wichtig sind aber keine (oder kaum) Dramaturgie oder Charakterisierung abkriegen".
Nun und klar kann man sagen das der Zeitpunkt für die Bearbeitung des HulkBanner Konflikts bzw. Drama verpasst wurde. Ich mein, ich würde sogar behaupten das es offensichtlich nicht gemacht wurde. Dann wäre es aber nützlich Ersatz zu kriegen.
Allgemein finde ich es halt auch schade weil,...
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)...der Charakter eigentlich noch einen Film upcoming hat. Wo mir Endgame massiv die Lust dran nahm. (Wobei ich dank Endgame eh eine MCU Pause brauchen kann xD)
Nun und weil ihnen mit Nebula - sehr zu meiner Überraschung - ein interessanter weiblicher Charakter gelungen ist. Sie haben mir sogar Gamora wieder sympathisch gemacht. ^^;
( Ich fand schon in den beiden Guardians das sie keine richtige Chemie mit Quill hatte und war entsprechend hämisch XD )
(( Wobei mich Nebulas Kommentar das sie die Wahl zwischen Quill und Groot/einem Baum hatte merkwürdig fand. Eigentlich sollte Gamora mehr Auswahl haben? ))
Alexandro:
Wessen Story-Arc wird denn durch ihr Ableben befördert? Hawkeyes nicht, Banners auch nicht...bleibt nur...hmm...
Und zu "ich habe nicht alle Filme gesehen, deshalb hatte sie keinen character-arc" ist schon etwas... naja. Dann hatte praktisch keiner der Avengers in diesem Film einen Arc, weil ihre Entwicklung halt in anderen Filmen stattfand. Wenn man die nicht gesehen hat, dann wirken die Figuren natürlich flach, weil sich dieser Film auf andere Sachen konzentriert. ;)
EDIT:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Hawkeyes Familie erfüllt dagegen alle Kriterien für "fridging", ebenso wie der Tod von Gamora im vorherigen Film
Teylen:
Ich beziehe mich auf den Film den ich mir angeschaut habe, nicht die anderen Filme. Wenn du dir die WiR-Liste durch siehst, wirst du feststellen das viele der Figuren durchaus vor der Bekanntschaft mit dem Kühlschrank Comics und/oder Episoden hatten, mit Charakter und allem.
Ansonsten hätte auch Captain Marvel (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)mehr als eine Gimmick bzw. Deus Ex Machina Rolle. Immerhin hat sie einen eigenen Film. Ändert aber nix an ihrem mini-Nebenrollenfaktor in Endgame.
Nun und meiner Meinung nach wird durchaus deren beiden Story auf Basis des ableben ausgebaut.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Weder Gamora noch Hawkeyes Familie erfüllen die Bedingung im Endgame.
Sie sind in Endgame am Ende nicht besonders tot. Also eigentlich gar nicht.
Ansonsten, ja Gamora wurde in Infinity War erstmal gekühlschrankt. Es ist auch nicht so das ich Infinity War großartig fand - hab ihn im Flugzeug geschaut, nicht weiter kommentiert weil damit ja eh ne kleine Ewigkeit her.
Hawkeyes Familie wäre gefridged, wenn man sie nicht wieder wiederbelebt hätte. Hat man aber, in knapp unter drei Stunden. Ansonsten wenn vorher dann ja, und es hat im Allgemeinen nicht geholfen mir Hawkeye sympathischer zu machen.
Edit: Captain America, Nebula, Rocket, Hawkeye wären jetzt spontan Charaktere mit nennenswerter Entwicklung/Charakterdarstellung in Endgame. Eigentlich auch Hulk und sogar Thor - wenn man das Problem außen vor lässt. Auch Ant-Man macht sich jetzt nicht schlecht, nebenrollig, aber nicht sooo nebenrollig.
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