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Zauberdetails: Wohl oder Übel?
nobody@home:
Also: Magie als "päng, ich gewinne!"-Knopf kann ich auch und insbesondere bei hinreichender "system mastery" eventuell gerade in einem noch so verregelten System haben. Wenn crunchverliebte Spruchlistensysteme wie D&D und Konsorten eins klargestellt haben, dann das.
Da überlege ich mir persönlich lieber erst mal, inwieweit ich überhaupt will, daß Magie und insbesondere Magieanwender die Spielwelt an sich dominieren sollen. (Das sind für mich tatsächlich zwei verschiedene Konzepte, denn selbst wenn ich ein Setting habe, in dem Magie prinzipiell alles und noch drei Sachen mehr kann, heißt das ja noch lange nicht, daß der typische Settingmagier automatisch schon sämtliche Magie beherrscht, die sich irgendwie und -wo mal manifestieren könnte.) Und das sollte sich dann idealerweise in ein paar relativ einfache Daumenregeln und Regelmechanismen gießen lassen, weil meine Altersmüdigkeit im Gegensatz zu der von JS eher dazu führt, daß ich's gerne bequem und ohne Dutzende von Seiten zum Auswendiglernen hätte. :)
Maarzan:
--- Zitat von: Selganor am 21.12.2018 | 16:19 ---Wieso soll das verloren gehen?
Bloss weil in einer "allgemeineren" Spruchbeschreibung sowas nicht drinsteht kann das der SL (sei es jetzt aus Balancegruenden, weil "Magie in dieser Welt nunmal so laeuft" oder auch wenn ein Wurf des Spielers nicht gut genug war oder sonstigen Gruenden) ja solche Faktoren durchaus fordern.
--- Ende Zitat ---
Ich habe "frei" in sofern interpretiert, dass der Spieler das spontan weitestgehend selber beschreibt, ggf noch im Rahmen von ganz groben Richtlinien und der Spielleiter da nur noch eine Schlussentscheidung trifft.
Um damit "spielen" zu können, müssen solche Nebenbedingungen eben rechtzeitig bekannt sein - egal ob nun vom Regelwerk vorgesehen (dann ist es aber letztlich nicht "frei und spontan" oder vom SL verhausregelt. Dann ist es das nicht mehr ... .
Bei so etwas wie einem Ritual - wonach das mit dem Sanctum aussieht - ist so ein Einwurf bei der Planung ansonsten noch typischerweise früh genug, aber bei einem "taktischen" Sprucheinsatz eben nicht.
Selganor [n/a]:
Das Sanctum im Beispiel ist eines der "Class Features" des Doomed Playbooks. Man hat eine Auswahl verschiedener Dinge
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Choose and underline three features of your sanctuary:
An aide or assistant; locks and traps; a library of valuable tomes; a scattering of ancient relics; a teleportal; a containment system; a powerful computer; useful tools; a meditation space; a power battery; a power enhancement system; healing equipment; art, music, and food
Wenn man das "nur so nebenbei" verwendet (also in Situationen in denen man vermutlich auch bei anderen Charakteren nicht unbedingt wuerfeln wuerde) dann war das ja kein "Problem" das "geloest" wurde. Wenn man hingegen mit einem Sanctum in dem "Art, Music and Food" sind mal auf die Schnelle eine Grossparty fuer mehrere Dutzend Leute betreiben will dann waere das wohl schon eine Aktion bei der der SL mal in die Liste schaut, ob man da nicht noch Vorbereitungen o.ae. braucht.
Aehnlich z.B. wenn man in Kombination von "an aide or assistant" und "a teleportal" sich mal ganz schnell aus einem zu gefaehrlich gewordenen Kampf rausteleportieren lassen will. (Um mal ein Beispiel zu bringen, dass nicht unbedingt von langer Hand vorbereitet wird)
YY:
--- Zitat von: JS am 21.12.2018 | 15:37 ---Vielleicht werde ich gerade altersmüde, aber ich stelle fest, daß ich mehr und mehr Systeme schätze, bei denen Zauber, Manöver, Psikräfte o.ä. möglichst genau umschrieben sind, um Quatsch und/oder Mißbrauch zu verhindern
--- Ende Zitat ---
Wie schon angeklungen lassen sich "balancierte" Magiesysteme auch mit freier Spruchgestaltung umsetzen.
Der Knackpunkt ist für mich vor Allem die Frage, ob Zauber stets nur genau das machen, wofür sie offensichtlich gedacht sind oder ob sie Nebeneffekte aufgrund ihrer Erscheinungsform produzieren können bis hin zu "incredible machine"-Konstrukten aus mehreren Zaubernebeneffekten oder Zaubern, die öfter für irgendwelche Nebeneffekte gezaubert werden als für ihren eigentlichen Zweck.
Hier muss das Regelwerk im Magiekapitel explizit und grundsätzlich Stellung beziehen, dann braucht man auch nicht jeden einzelnen Zauber "wasserdicht" ausformulieren.
Mir persönlich ist es wesentlich lieber, wenn Zauber nur das tun, wofür sie gedacht sind.
Freie/kreative Anwendung der eigentlichen Zauberwirkung oder (teils auch nur implizierten) Nebeneffekten funktioniert mMn nur, wenn das einer der Spielschwerpunkte ist - wie z.B. beim alten Magus.
Megavolt:
Simulationismus empfinde ich mehr und mehr als schlimmen Holzweg, gerade in solchen Bereichen wie Magie.
Und Balancing ist in erster Linie ein frommer Wunsch, das bei allen nicht-trivialen Dingen nicht klappt
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