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HeroQuest Glorantha - ein Schicksalsbericht
Chiarina:
Ich mache Pläne und nehme mir vor, das Einführungsabenteuer aus dem Regelheft vorzubereiten. Ich beginne dafür einen eigenen Clan zu erstellen. Geplant sind auch vorgefertigte Spielerfiguren. Die Handlung will ich so vorbereiten, dass ich genau weiß, in welchen Situationen Regelanwendungen nötig sein könnten und in welchen Situationen Improvisieren ausreicht. Die Regelanwendungen will ich mir kurz und griffig klarmachen, sodass ich mit ihnen souverän umgehen kann. Dann will ich auf eine Con fahren und einen Testlauf wagen.
Urplötzlich meldet sich ein Spieler aus einer ehemaligen Runde und erzählt mir, dass er „etwas Kontinuierliches“ suche. Ich erzähle ihm von HeroQuest und wir beschließen, gemeinsam auf die Con zu fahren. Habe ich einen ersten Mitspieler? Mal sehen...
Mit diesem Beitrag bin ich in der Gegenwart angekommen. Weitere Anmerkungen folgen in Form eines Arbeitstagebuches, neuer Gedanken oder im Falle unvorhergesehener Entwicklungen... (also von nun an in unregelmäßigen Abständen)
Gwynplaine:
Toller Bericht, super geschrieben. Jetzt bin ich auch neugierig auf das Spiel geworden...
korknadel:
Vielen Dank, Chiarina, das ist wunderschön hier zu lesen. Vor allem die Geschichte der Praxschen Abenteuer in den Alpen, da wird man nostalgisch, auch wenn man es nicht selbst erlebt hat.
Ein Kommentar zu der Aussage, Glorantha wäre mehr oder weniger haarklein beschrieben. Ich habe mich zwischen Weihnachten und Neujahr ja ein wenig mit dem Guide to Glorantha* beschäftigt und lese auch sonst hier und da diverse Quellenbücher dazu. Und seltsamerweise habe ich trotz der ganzen Informations- und teilweise auch Detailfülle immer den Eindruck, dass das absichtlich alles die Attitüde grober Pinselstriche hat. Ich habe im Gegensatz zu Aventurien hier nie das Gefühl, man müsste tatsächlich wissen, wer in welchem Kaff Bürgermeister ist und wie viele Orlanthschreine es in Apfelallee gibt, obwohl das vielleicht mal in irgendeiner Veröffentlichung gesagt wurde. Ich habe irgendwie das Gefühl, solche wirklich detaillierten Sachen zoomen immer nur kurz irgendwo rein, aber sie haben keinen Einfluss auf das Gesamtbild -- wobei auch ein Gesamtbild irgendwie gar nicht so richtig angestrebt ist, will mir scheinen. Das ist in alle Richtungen offen, unklar, und dieser Eindruck lässt sich bei mir auch nicht von den ganzen tausend Namen der reichhaltigen Geschichte verscheuchen. Im Gegenteil. Die Mythensuppe ist trübe, und man hat keine Chance, zu sehen, was tatsächlich alles darin herumschwimmt.
*Den Guide kann ich inhaltlich nur empfehlen, auch wenn er leider etwas zu groß und schwer geraten ist.
Grubentroll:
Sehr schön geschrieben, und da ich auch grad ein bisschen nach Glorantha gucke sehr informativ... :)
Chiarina:
@ korknadel:
Das ist sehr interessant für mich. Ich glaube auch, dass es für meine Bedürfnisse besser so ist. Ich will in die Mythensuppe auch eigene Zutaten hineinwerfen, muss dafür vielleicht auch nicht jeden Bürgermeister kennen und will vor allem auch frei reagieren können auf das, was diese Geschichten mit mir anstellen. Die Vorstellung von groben Pinselstrichen gefällt mir jedenfalls gut. Nach Gbajis Warnung vor dem "Guide" klingt das bei dir jetzt in meinen Augen eher nach einer Empfehlung.
Ich bin ein bisschen hin- und hergerissen, ob ich mir als nächstes die "the coming storm" / "the eleven lights" Kampagne kaufe und mich auf etwas ausgebauteren Pfaden vorwärts bewege oder ob ich mir den "Guide" hole und dann selbst anfange zu werkeln. Im letzteren Falle wäre ich dann auch völlig frei von irgendwelchen Rückeroberungsereignissen am Drachenpass. Ich weiß es einfach noch nicht genau.
@ Gwynplaine und weitere Interessenten: Freut mich sehr, aber bitte auch meine Kritik beachten! Ich kann gut verstehen, wenn jemand behauptet, dass das Regelwerk eine Zumutung ist.
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