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[Suche] optimales Fantasy Sandbox Regelwerk
Maarzan:
--- Zitat von: Evil Batwolf am 6.02.2019 | 07:59 ---Weil Sandboxen ja auch heißt, dass man häufiger Mal improvisieren muss als SL - auch Encounter - würde ich ein möglichst einfaches Regelsystem nehmen. Weshalb bei mir Midgard jetzt nicht auf der Liste stehen würde
Ich würde 'nen OSR-Clone oder gleich Original-BECMI-DnD einsetzen.
5E kann man m. E. auch nehmen, ist zwar etwas komplexer, aber noch im machbaren Bereich. Vielleicht dann ohne Feats zocken.
--- Ende Zitat ---
Sandboxen heißt inhaltlich improvisieren zu müssen. Da hilft es nicht unebdingt auch noch struktrurell zusätzlich improvisieren zu müssen.
Umgekehrt lebt eine Sandbox auch sehr von Spielerinitiative. Und die erfordert dann eine Abschätzbarkeit ihrer Möglichkeiten. Da wäre die Notwendigkeit ständig eine Spielleiterabschätzung einholen zu müssen extrem hinderlich.
Zur Originalfrage würde ich zunächst zurück fragen: Eher simulatorisch und Fokus auf zivuile Aspekte oder eher herasuforderung/kampforientiert?
Persönlich würde ich Rolemaster Classic verhausregeln.
Eher weniger anpassend würde ich es mit Warhammer4 versuchen oder aber (dann als Schuss ins Blaue ohne eigene Erfahrungen nach "Ruf") mit Runequest.
Swafnir:
--- Zitat von: The_Nathan_Grey am 6.02.2019 | 08:14 ---Ich würde ja Dungeon World empfehlen. Das ist an D&D Angelehnt. Es (kann) um das Erkunden einer Welt gehen und die Spieler sind die Erschaffung der Welt eingebunden.
Ich denke damit kann wirklich coole Sandboxen erleben.
--- Ende Zitat ---
Stimmt, aber da gibt es im Grunde ja auch keine Talente.
The_Nathan_Grey:
Mit viel gutem Willen, könnte man die verschiedenen Spielzüge der einzelnen Klassen als Talente bezeichnen. :D ;)
tassander:
Ich empfehle Adventurer Conqueror King, das ist zum Sandboxen gebaut. Ich gehe mal auf Deine Punkte ein:
Magie ist nicht übermächtig: ACKS (beruht auf D&D, was Du ja kennst) geht nur bis Stufe 14
Individuelle Charaktere: ACKS bietet im Player's Companion die Regeln, sich eigene Klassen im Baukastensystem zusammenzubauen. Mit Player's Guide gibt es ca. 20 Klassen, die ohne selbst tätig zu werden die Basics abdecken. Das Proficiency-System ist sowas wie ein Feat-System, ohne dass Feats aufeinander aufbauen.
Orcs unterjochen und in die Schlacht führen: die Moral-Regeln erledigen das Unterjochen und ACKS bietet zwei unterschiedliche Massenkampfsysteme, je nachdem, wie viel Detail und Zeitaufwand man möchte.
Hydra zähmen: ACKS bietet Regeln zum Zähmen
Auf einer abgelegenen Klippe eine eigene Hütte bauen: die Domain-Regeln in ACKS modellieren Handel, Verwaltung und Bau; genauso z.B. das Führen einer eigenen Diebesgilde.
Die Grundregeln sind einfach die von Basic/Expert D&D, die Subsysteme sind teilweise kondensiert und vereinfacht und teilweise neu. Jedes Subsystem für sich (z.B. Diebesgilde führen) ist einfach und knapp abgehandelt. Du kannst also zusätzlich ohne Probleme AD&D1, AD&D2, B/X D&D und BECMI D&D Materialien fast ohne Anpassung verwenden (nur z.B. AC von absteigend in aufsteigend ändern) und D&D 5-Material schnell konvertieren.
Fischkappe:
--- Zitat von: Luxferre am 6.02.2019 | 06:38 ---Schaue Dir mal Forbidden Lands an :d
--- Ende Zitat ---
Kommt zu meiner Liste hinzu, klingt sehr interessant, danke :)
--- Zitat von: Evil Batwolf am 6.02.2019 | 07:59 ---Weil Sandboxen ja auch heißt, dass man häufiger Mal improvisieren muss als SL - auch Encounter - würde ich ein möglichst einfaches Regelsystem nehmen. Weshalb bei mir Midgard jetzt nicht auf der Liste stehen würde
--- Ende Zitat ---
Ich weiß auch nicht ob der Term "Sandbox" richtig ist für das was ich plane. Ich erschaffe eine eigene Welt - bzw Kontinent - die sich mit Zeitzuwachs automatisch ändert (es ist relevant wann die SCs an bestimmte Orte kommen). Zum Beispiel gibt es anfänglich eine eher schwache Goblin Höhle, wird diese vollends bereinigt wird sich dort nach einer gewissen Zeit eine kleine Bärenfamilien niederlassen und je länger sie brauchen um diesen Ort wieder zu besuchen wird diese Familie größer und zur Random-Encounter-Liste in dieser Region wird diese Art von Bären hinzugefügt.
Meiner Meinung nach ist gerade in einer "Sandbox" ein durchstrukturiertes Regelwerk wichtig, da sonst vieles von "Meister-Willkür" abhängig ist und ich möchte möglichst neutral und gerecht jede Aktion bewerten können und an dieser Konsistenz können sich die Spieler auch entlang hangeln und selbst erahnen können was für sie an einem Zeitpunkt im Bereich des Möglichen steht. Und gerade dadurch, dass ich selbst die Welt strukturiere und dort inhaltlich improvisieren muss (Beispiel Goblin-Höhle: Was mache ich, wenn sie diese nicht bekämpfen sondern versklaven und als Minenarbeiter nutzen), muss ich nicht auch noch bei den Regeln improvisieren. Ich denke, das würde es unbefriedigend für die Spieler machen, wenn ich mal so mal so reagiere.
--- Zitat von: The_Nathan_Grey am 6.02.2019 | 08:14 ---Ich würde ja Dungeon World empfehlen. Das ist an D&D Angelehnt. Es (kann) um das Erkunden einer Welt gehen und die Spieler sind die Erschaffung der Welt eingebunden.
Ich denke damit kann wirklich coole Sandboxen erleben.
--- Ende Zitat ---
Dungeon World klingt zwar interessant, allerdings wurde schon gesagt, dass es dort nicht wirklich Talente gibt und ich weiß noch nicht inwiefern die Spieler an der "Erschaffung" der Welt eingebunden sind. Mir geht es nicht darum, dass die Spieler eine Welt erschaffen, sondern die vorhandene umstrukturieren. Werde ich mir auch anschauen, aber kommt wahrscheinlich nicht nach oben auf meine Prioritätenliste.
--- Zitat von: Maarzan am 6.02.2019 | 08:51 ---Zur Originalfrage würde ich zunächst zurück fragen: Eher simulatorisch und Fokus auf zivuile Aspekte oder eher herasuforderung/kampforientiert?
Persönlich würde ich Rolemaster Classic verhausregeln.
Eher weniger anpassend würde ich es mit Warhammer4 versuchen oder aber (dann als Schuss ins Blaue ohne eigene Erfahrungen nach "Ruf") mit Runequest.
--- Ende Zitat ---
So wie ich die Spieler kenne wird es eher kampforientiert werden und es gibt auch grundsätzlich weitaus mehr feindliche Encounter als zivile Encounter. Aber da die einzelnen Spieler sehr individuell sind (Wie gesagt, einer will gar nicht erst die Base verlassen, ein anderer ist Powerplayer und ein anderer versucht alles stets mit Reden lösen) ist dies sehr schwer für mich abzuschätzen, welchen Weg die Gruppe zusammen einschlagen wird.
Rolemaster Classic und Runequest kommen beide auf meine Liste, ich selbst bin leider kein großer Fan von Warhammer.
--- Zitat von: tassander am 6.02.2019 | 20:04 ---Ich empfehle Adventurer Conqueror King, das ist zum Sandboxen gebaut.
--- Ende Zitat ---
So von dem was in diesem Thread geschrieben wurde, scheint dieses Regelwerk am Besten meinen Ansprüchen zu entsprechen und ist definitiv in dem Top 3. Aber ob es das werden wird, wird sich am Sonntag entscheiden, denn da werde ich mir die Zeit nehmen um über alle genannten Regelwerke Zusammenfassung/Rezensionen/Regelauszüge zu lesen.
Ich freu mich wie ein Kleinkind zu Weihnachten. Endlich kann ich nach monatelanger Landschaftsgestaltung und Charakterkonzipierungen mich etwas mehr theoretischem widmen und meiner Fantasiewelt Wurzeln geben.
In dem Sinne möchte ich allen Beteiligten nochmals vielen, vielen Dank für all die Empfehlungen und Anregungen sagen, ihr seid super!
Liebe Grüße
Fischklappe
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