Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Meine queere Taverne
Derjayger:
Echtes Beispiel aus D&D5: Der mächtige Drachengeborenen-Ritter wurde durch einen Reincarnation-Spell zu einem *würfel...* Halbling. Das war schon ziemlich lustig. Hier waren sich alle am Tisch einig, dass der Halbling *eigentlich* ein Drachengeborener (im falschen Körper) ist. Er und sein Spieler haben große Mühen auf sich genommen, um wieder in einen Drachengeborenen-Körper zu kommen.
Eine Frau die sich als Mann fühlt fänden meine Spieler vermutlich ziemlich öde, auch weil aufgeladen durch die blöde Debatte, Horrorgeschichten aus Amiland-Unis, Grasskin, usw.
Wenn es überzeichnet oder pubertär-humorvoll verpackt wäre, sollte es bei uns gut ankommen. Ein Gnom, der "eigentlich" ein Riese ist. Oder die Ork-Transe.
seanchui:
--- Zitat von: Kreggen am 25.02.2019 | 19:44 ---Ich bin nach 30 Jahren Rollenspiel vielleicht etwas verknöchert, aber wenn ich in Gedanken alle meine Gruppen durchgehe, mit denen ich in dieser Zeit zu tun, wäre keine dabei, die Spaß an so einem Etablissment gehabt hätten. Aber ich kann auch dieses "Spieler*Innen"/"Spielleiter*Innen"-Zeug oder Gimmicks a la "X-Card" nicht verstehen. Vielleicht ist das nichts mehr für die Ü50-Rollenspieler.
--- Ende Zitat ---
+1
Just_Flo:
Ich finde die Idee sehr gut.
Chiarina:
Ob die Taverne "nen Tucken zu drüber ist", hängt doch ziemlich von deiner Spielwelt ab, oder?
Wenn das dort überhaupt möglich ist, dass irgendwelche Wesen "in einen falschen Körper" geboren werden... dann probier´s doch einfach ´mal aus. Ich könnte mir eventuell sogar vorstellen, dass solche Dinge in Welten voller Magie und göttlichem Wirken häufiger sind, als bei uns.
Einmal kann man das auf jeden Fall machen, finde ich.
Wenn ich den Eindruck bekäme, dass jetzt bei jedem Treffen von neuem der gesamte Gay-Liberation-Kampf auf dem Spieltisch ausgeführt wird und zu einem zünftigen Spielabend mindestens ein Coming Out dazu gehört, dann würde ich wahrscheinlich auch irgendwann mit den Augen rollen... und ja... der Prinz, der mit seinem Lover in die Sub ausbüchst, weil er keine Lust auf die spießige Hetero-Existenz hat, ist schon ein ziemlich schwules Klischee-Brett. Aber... so what? Wir spielen auch noch andere Klischees, warum also nicht dieses?
Am allerwichtigsten: Lass´ dir die Idee hier nicht zerreden! Probier´s aus! (Und erzähl uns hinterher davon, wie´s war!)
Seraph:
Eine gute Idee, solange du es angemessen darstellst und eben nicht (als Schauwert) überziehst und ins Lächerliche ziehst.
Das Ganze KANN einen schönen Plot ergeben und die Spieler vielleicht auch mal ein bisschen zum Nachdenken anregen. Kann aber auch sein, dass deine Spieler wie die 12-Jährigen kichern, Stammtischwitze reißen und das Ganze überhaupt nicht ernst nehmen.
Witcher 3 gespielt?
Mini-Spoiler: da gibt es eine Quest, in der man eine elfische Frau als Kontaktperson aufsuchen soll. In den Slums trifft man auf einen Elfen und fragt nach eben jener Frau. Der Elf geht ins Nebenzimmer und kommt nach ein paar Minuten mit Schminke und Frauenkleidung wieder. Das Ganze wurde aber erfrischend nüchtern erzählt und ist in keine besondere Wertung abgeglitten. Geralt war kurz überrascht, das war es dann aber auch.
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