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[Degnesis Rebirth Edition] Erfahrungen und Neuerscheinungen
Netheliel:
--- Zitat von: YY am 5.03.2019 | 00:19 ---Kurz: Wenn man die Regeln nicht benutzt, sind sie ganz ok ;D
--- Ende Zitat ---
Ne, so war das wirklich nicht gemeint o.O
Bloß ist nach meiner Erfahrung gerade bei den sozialen Herausforderungen das Balancing ziemlich stimmig. Entweder konkurriert man direkt mit einem NPC (wer sich da halt mit deutlich mächtigeren anlegt ist auch schon irgendwie selbst schuld), d.h. ein recht ähnlicher Würfelpool wird beidseits benutzt, bzw. der Spieler hat die Möglichkeit direkt den Stärken seines Charakters entsprechend zu spielen und im Zweifel mehr Würfel als der NPC zu nehmen, oder aber man würfelt auf einen Schwierigkeitsgrad, der liegt für eine herausfordernde Aufgabe bei 3 -> ein Startcharakter hat in seinen präferierten Fähigkeiten häufig 6 Würfel, also hat man hier schon gute Karten das zu schaffen, eine leichtere Aufgabe dementsprechend einfacher.
Da man in so einem Umfeld beim Patzen auch nicht (sofort) stirbt, wird den Spielern auch deutlich mehr verziehen - klar, ein Chronist, der überhaupt nicht kämpfen kann und es im Kampf nicht schafft auszuweichen und dabei mit einem Schuss gegrillt wird, fühlt sich schnell "nullpig" an, da würde ich aber auch dagegen setzen, dass man das Konzept des Charakters nicht so ausgespielt hat, wie es beabsichtigt war :think:
Das man den Stil der Texte nicht mag, fällt mir da deutlich leichter zu verstehen, da musste ich mich auch erstmal dran gewöhnen und würde nicht sagen, dass die mit der Qualität der Bilder mithalten können...
Die Meinungssammlung werd ich mir mal anschauen! ;D
YY:
--- Zitat von: Caranthir am 5.03.2019 | 06:47 ---Es ist doch ein einfaches Poolsystem, Attribut plus Fertigkeit, 5en und 6en sind Erfolge
--- Ende Zitat ---
Genau das ist mein Problem ;)
Ich habe noch kein Poolsystem mit fixen Mindestwürfen gesehen, das richtig rund läuft, sei das nun SR4/5, Coriolis (stellvertretend für das ganze Schwedenzeug) oder mit anderen Würfeln Ubiquity und WoD.
Damit kann man meist irgendwie leben, aber erste Wahl ist das für mich ganz entschieden nicht.
Edler Baldur:
Balancingprobleme waren bei uns zum einen Waffen, gekoppelt z.T. mit den Preisen. Insbesondere der Richterhammer und der Bidenhänder im Vergleich zum Schwert oder Messer. Es macht einfach echt die Szene kaputt, wenn der Bidenhänder in die Ecke gefeuert wird und der betreffende Charakter mit einem Messer dann anfängt richtig Gegner abzuräumen. Unser Spieler vom Richter schaute mehr als Missmutig, als das passierte. Es stört keinen, dass z.B. Helvetiker wirklich starke Feuerwaffen haben, oder Bleicher mit ihren MP, aber gerade auch eher militärische Verbände wie die Wiedertäufer und Richter sollten dann auch schon ihre Kultwaffen nutzen können, ohne wie ein Trottel dazustehen.
Andere sehr störende Dinge: Trauma-Schaden und Heildauer. Es dauert zehn Tage um ein Kästchen Trauma-Schaden zu heilen, währenddessen kriegen Charaktere pro Trauma-Kästchen -1 Würfel auf die Pools, sprich schon zwei bis drei Trauma Schaden nullen einen Großteil der Pools eines Startcharakters. Unser Sippling kann zwölf Trauma aushalten, aber das bringt dem Spieler nichts, wenn sein Charakter anschließend -6 auf alle Pools bekommt und das dann sechzig Tage mit rumschleppt. Ja der Malus nimmt mit jedem geheiltem Kästchen ab, aber die meisten Pools eines Startchars liegen bei 3-5.
Sprich ein schlecht gelaufener Kampf und ein Charakter muss eine lange Zeit aussetzen. Das ist mehr als problematisch bei eng getakteten Abenteuern, die in einer Zeitspanne von ein bis zwei Wochen passieren. Wir können ja schlecht dem Spieler sagen, die nächsten drei Spieltermine kannst du kommen, dein Char kann nur nicht würfeln, da kein Würfelpool mehr vorhanden.
Traglast wurde ja auch schon bereits erwähnt, das wird auch komplett ignoriert bei uns. Mehrere Potenziale innerhalb eines Kultes sind extrem unausgewogen (Pneuma beim Wiedertäufer, als Beispiel).
Das die Kulte unterschiedlich stark sind, stört bei uns in der Gruppe wiederum keinen. Aber die Stärke der Kulte sollte dann auch dem Bild entsprechen, welches über den jeweiligen Kult erzeugt wird. Hier war der Klingenarmreif der Apokalyptiker direkt ein wunder Punkt für alle vier Spieler. Auch für den Spieler der Apokalyptikers. Der Spieler (unser SL) hat aber jetzt auf einen Spitalier gewechselt.
JohnnyPeace:
--- Zitat von: Edler Baldur am 5.03.2019 | 21:40 ---... Andere sehr störende Dinge: Trauma-Schaden und Heildauer. ...
--- Ende Zitat ---
Das Problem kann ich nachvollziehen. In unserer Runde ist das so weniger zu Tage getreten. Viel mehr ist bei uns der Traumschaden etwas, was das System tödlicher macht, also dem Schaden eine dramatischere Note gibt, ohne es gleich tödlich im Sinne von sehr lethal zu machen. Was ich persönlich begrüße.
Edler Baldur:
--- Zitat von: JohnnyPeace am 6.03.2019 | 15:32 ---Das Problem kann ich nachvollziehen. In unserer Runde ist das so weniger zu Tage getreten. Viel mehr ist bei uns der Traumschaden etwas, was das System tödlicher macht, also dem Schaden eine dramatischere Note gibt, ohne es gleich tödlich im Sinne von sehr lethal zu machen. Was ich persönlich begrüße.
--- Ende Zitat ---
Tödlicher ist okay, man ist halt deutlich näher am Tod, das ist jetzt nicht dramatisch. Aber nachdem man einen dramatischen Kampf knapp überlebt hat, anschließend einen Totalausfall über mehrere Spielabende zu haben, ist ein NoGo. Also per se liegt das Problem nicht mal allein in der Heildauer, sondern eher im Malus pro Kästchen, wenn das gestafelter wäre, Marke SR3? glaube ich wars, so je vier Kästchen -1, dann würde der Charakter den Malus immer noch lange mitschleppen, aber wäre zwangsläufig nicht komplett handlungsunfähig, da der Malus insgesamt geringer ausfällt.
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