Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Schlechtestes System, das ihr gespielt und/oder gelesen habt?
NurgleHH:
Ich muss noch um eine Sache erweitern, die ich bis zu diesem Thread erfolgreich verdrängt habe: Die Abenteuer-Reihe von Wizards zum D&D 3.0. So lnagweilige Dungeon-Klamotten, die spätestens 1980 eigentlich hätten verboten werden müssen. Einzig die Bücher waren schön illustriert.
Ein Dämon auf Abwegen:
--- Zitat von: kasi45 am 16.04.2019 | 14:40 ---Ich habe einen Rondrageweihten gespielt, den ich in sehr hohe Level hinaufgebracht habe. Dann wollte sich die Gruppe auflösen und ich bat doch, dass mein Charakter einen Heldentod sterben könnte. Also begann der Spielleiter, mir ständig Gegner entgegenzuwerfen. Blöd halt nur dass ich 90% Treffer ständig pariert hatte. Als dann die stärkeren Gegner ankamen, parierten diese auch. Es war eine extrem langweilige Würfelorgie, die EINE Stunde so ging. Insgesamt fand ich diese Klamotte mit Attacke-Parade ultraschlecht umgesetzt, weil es sich so zog. Hinzu kam auch das komplexe Probensystem und das reglementierte Charakterspiel (wobei ich nicht exakt weiß, inwiefern das wirklich so in den Regeln stand).
--- Ende Zitat ---
Der Trick ist entweder mehrere Gegner zu nehmen oder ein Monser mit mehreren Angriffen, da man numal nur eine Parade hat. Auch sowas wie AT-Serien und Filte können helfen.
kasi45:
--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am 16.04.2019 | 15:05 ---Der Trick ist entweder mehrere Gegner zu nehmen oder ein Monser mit mehreren Angriffen, da man numal nur eine Parade hat. Auch sowas wie AT-Serien und Filte können helfen.
--- Ende Zitat ---
Na gut ich weiß nicht mehr genau, welche Regeln es genau damals gab um das zu umgehen, aber ich weiß noch dass es darum ging, dass irgendjemand eine Armee geschickt hatte, um eine Stadt/Burg einzunehmen. Und eigentlich sollten die Charaktere weiterziehen aber ich habe dann bei der Verteidigung der Stadt geholfen.
Am Ende habe ich irgend so ein Rondra-Wunder gewirkt wodurch es ein ehrenwerter Kampf wurde. Also nix mehr mit mehrere Gegner...
kamica:
FATE
"Nein, du kannst nichts tun, was ausnutzt, dass das Haus brennt, dafür musst du erst einen Fate Punkt ausgeben." "Aber letzte Runde habe ich doch schon einen bezahlt." "Das reicht nicht, dass muss du jede Runde tun. Du hast nach drei Runden keine Punkte mehr? Tja, Pech gehabt."
Nicht mein Ding! (Bevor die Bekehrungsversuche kommen: ich habe es drei Mal bei unterschiedlichen SLs gespielt. Ich werde es nicht nochmal probieren.)
DSA 4.1
Ich sag nur "Attacke zur Distanzklassenverkürzung!"
FlawlessFlo:
Womit ich letztlich schelchte Erfahrug gemacht hatte:
Dungeon Slayers:
Ein charmantes Spiel, habe es auch über ein Jahr regelmäßig geleitet und es hat unterm Strich auch durchaus Spaß gemacht. Aber eher trotz des Systems und eher wegen des (wie schon erwähnten) Charms, den das Spiel als Ganzes anstrebt und vermittelt.
Das System selbst möchte gerne Oldschool, einfach und übersichtlich sein, scheitert aber krachend an allen drei Punkten (mMn). Es stimmt zwar, dass die Regeln nicht wahnsinnig viel Platz benötigen, aber es ist schon ein erheblicher Einarbeitungsaufwand notwendig, da man quasi alles wissen muss, um irgendwie sinnvolle Entscheidungen bei der Charaktererschaffung und -steigerung treffen zu können. Der tatsächliche Ablauf des Spiels ist auch nicht gerade oldschoolig, eher sehr langatmig (im Kampf; ansonten bietet das System nicht viel, man würfelt halt Attributsproben). Im Endeffekt stehen bei dem System crunchiges Zahlengeschiebe im Fokus der Regeln (und die Zahlen sind auch sehr wichtig um etwas im Spiel bewegen zu können) sowie Spezialfähigkeiten und insbesondere deren effektive Kombination. Und all das kriegt man natürlich nur dann gut hin, wenn man von Anfang an (Charaktererschaffung) alles minutiös durchplant. Und all das konnte ich dann einfach nicht in Einklang mit den gesetzten (angeprießenen) Zielen des Spiels in Einklang bringen. Da kann ich dann auch D&D 3.5 spielen.
Was mich zum nächsten Punkt bringt: D&D 3.5.
Was mich hier so frustriert, ist dass der Kern des Systems durchaus sehr solide ist, aber sämtliche Ausführung eine totale Katastrophe. Keinerlei Balance zwischen den tausenden Optionen (und es sind buchstäblich tausende), auch keine sinnvolle Möglichkeit, es auf halbwegs ausbalancierte Optionen zu beschränken und die unglaubliche Komplexität, welche durch die Kombinatorik dieser Optionen entsteht. Es ist letzlich ein schönes System, aber effektiv unbeherrschbar.
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