Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Schlechtestes System, das ihr gespielt und/oder gelesen habt?
korknadel:
Wenn ich mit dieser Frage in mich gehe, lande ich auch immer wieder bei DSA4, DSA4.1 und DSA5. Dieser grundsätzliche Ansatz, alles und jedes irgendwie zu verregeln und die Regeln dann mit größtmöglicher Unlust zu formulieren, das stößt mich ab. Ich habe DSA4 nach anfänglichem Interesse, ja sogar ein wenig Begeisterung wirklich im Lauf der Anwendung hassen gelernt, und DSA5 bläst in dasselbe Horn, obwohl es doch eigentlich streamlinen wollte.
Selganor [n/a]:
--- Zitat von: Lord Selis am 22.07.2019 | 10:03 ---Gespielte Systeme, von denen ich irgendeins am schlechtesten finde, da würde mir vielleicht nur Star Trek von Morphidius einfallen.
Ganz abgesehen das ich mit ST nichts anfangen kann, das lasse ich mal außen vor, ist es einfach so, das ich es ziemlich doof finde, das man alleine so gar nichts reißen kann. Zusammenarbeit wird nicht unterstützt, sondern erzwungen. So kam es mir zumindest bei meinem Ausflug in dieses Spiel vor.
--- Ende Zitat ---
Faellt das nicht eher in die Kategorie "fuer mich unpassende Systeme"?
Wenn weder das Setting (Star Trek) noch der Spielstil (Gruppe die zusammenarbeitet statt "Alleskoenner" Einzelkaempfer) fuer jemanden passend ist dann gibt es nicht viel was da noch was retten kann. ;)
Marask:
--- Zitat von: Lord Selis am 22.07.2019 | 10:03 ---Gespielte Systeme, von denen ich irgendeins am schlechtesten finde, da würde mir vielleicht nur Star Trek von Morphidius einfallen.
Ganz abgesehen das ich mit ST nichts anfangen kann, das lasse ich mal außen vor, ist es einfach so, das ich es ziemlich doof finde, das man alleine so gar nichts reißen kann. Zusammenarbeit wird nicht unterstützt, sondern erzwungen. So kam es mir zumindest bei meinem Ausflug in dieses Spiel vor.
--- Ende Zitat ---
Hui, aus reiner Neugier und als jemand, der seit Release regelmäßig Star Trek Adventures spielt und weiß, dass eigentlich jeder einzelne Sternenflottenoffizier alleine jede Menge reißen kann, würde mich wirklich brennend interessieren was dazu führte, dass Du diesen Eindruck gewonnen hast.
Allgemein: Für mich ist dieser Thread so zu verstehen, dass es hier auch nur um das jeweilige subjektive Empfinden gehen kann. Denn was der eine schlecht findet, findet die andere wiederum gut.
Bei mir gibt es tatsächlich zwei "schlechteste, gespielte Systeme":
Zum einen Splittermond. Das habe ich an anderer Stelle vor einiger Zeit bereits erläutert warum dies so ist (Viel zu kompliziertes Regelmonster, Massen an Meisterschaften inkl. Verbot Dinge zu tun, Bescheuertes LP-/Mana-Abstreichmanagement, Metagaming und Brettspielflair hinsichtlich Ticksystem, und und und).
Das andere: Fate. Puh. Das waren mit die schlimmsten Pen&Paper-Stunden meines 25-Jährigen Rollenspiel-Daseins. Dieses "Metageschwurbel" (wie es an anderer Stelle passend genannt wird) ging mir sowas von auf den Senkel. Es war der ganzen Gruppe einfach zu anstrengend. Der Spielleiter, ein erfahrener Fate-Recke, tat mir wirklich bisschen Leid.
D. M_Athair:
--- Zitat von: Arkanoloth am 21.07.2019 | 22:52 ---Ich finde es schon seltsam wieviele wirtschaftlich erfolgreiche System hier genannt werden.
--- Ende Zitat ---
Das hängt mit verschiedenen Dingen zusammen, würde ich sagen:
1) Das sind "catch'em all" Systeme. Eierlegende Wollmilchsäue. Spiele, die allen Interessenten Versprechen machen, die sie nicht einlösen können (weil das mit Spielstilbeschränkung, Aussortieren unpassender Mitspielenden, funktionalen Regeln nicht klappt).
2) Illus ... und andere Goodies wie Metaplot, Romane, In-Game Büchlein, Merchandise ... damit schafft man außerhalb des Spielbetriebs Bindung.
3) Die Autoren halten ihre Ziele und ihren ursprünglichen Impuls - zum Zwecke von Zugänglichkeit und Vermarktbarkeit - nicht durch.
Kurz: Wer ein Produkt erwirbt, das alle durchschnittlichen Benutzer irgendwie bedienen soll, bekommt nur ganz selten gutes Design.
Einfach weil "Durchschnitt" viele faule Kompromisse erfordert. Wenn man "special interest" auch noch verwurstet, werden die faulen Kompromisse uferlos.
Drum gibt es ja bei erfolgreichen Mainstream-RPG-Runden v.a. zwei Phänomene.
A) Dass sie nicht funktionieren und die Leute aufhören oder sich was anderes suchen.
B) Dass die vielen Mühen der Anpassung des System an die Gruppe gegangen werden und stabile, langjährige monokulturelle Runden entstehen.
C) Dass sich über Abenteuer dann doch bestimmte Spielweisen durchsetzen, die eigentlich von den Regeln nicht fokussiert werden (das können Sightseeing/Erzählonkel-RPG sein, das kann Barbiespiel sein, ...).
Besonders deutlich ist das mMn bei DSA.
TEW:
Hmm... entweder Contact oder das Palladium System.
Die sind schon ziemlich schwach, was die technische Umsetzung (Regelwerk) angeht. :D
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln