Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen

Suche System für eigene Welt

<< < (5/7) > >>

Space Pirate Hondo:

--- Zitat von: Fasuhl am  8.05.2019 | 16:05 ---
Ich würde gerne nicht so viel Magie haben wollen, wenn Magie dann eher so Gedanken lesen oder so Schamanen, auf keinen Fall die Feureballmaschine. Magie könnte auch mächtige Rituale mit sich bringen dann um üble Dämonen zu beschwören, ich würde mich freuen wenn alles sich etwas Härter anfühlt. Ich mag zB nicht das manche Rollenspielsysteme ganz klar auf Heiltränke und Priesterheilung aufgebaut sind. Das gefällt mir nicht so, klar Kampf ist wichtig, aber so LP und LP zurückgewinnen wäre ein anderes System irgendwie cooler. Kämpfe sollen schon gut von der Hand gehen, auf keinen Fall möchte ich Tabletopartig spielen, ich mag die Tickleiste überhaupt nicht bei Splittermond, es soll reichen Beschreibung ne Skizze und fertig für den Kampf. Magie kann auch Verwandlung, Beherrschung bedeuten, aber es soll Mystisch sein, bei dnd und Splittermond ist es was Alltägliches.

--- Ende Zitat ---

Die bisherigen Empfehlungen hier im Thread sind leider die Feuerballmaschienen. Natürlich könnte man bei einem System wie Fantasy AGE einfach die Mana-Kosten verdoppeln bzw. Mana-Punkte pro Charakter halbieren, aber das würde nicht deiner Wunschvorstellung entsprechen.

Ich werfe mal was unerwartetes in den Raum und zwar "The One Ring". Da werden vermutlich die Rufe laut "Das wurde doch extra geschrieben, um Herr der Ringe so gut wie möglich abzubilden", jedoch das Setting von Mittelerde ist zwar literarisch in der High Fantasy Kategorie, aber die Magie von den Helden ist sehr low magic. Der stärkste Zauber in diesem System wäre bei D&D ein simpler Cantrip.
Das Kampfsystem ist auch sehr simpel, denn man braucht kein Battlegrid oder ähnliches, sondern es gibt 4 Kampfhaltungen, wo man sich am Anfang der Runde für eine davon entscheidet. Wobei es immer noch genug Aktionen gibt, um das dennoch spannend zu halten (da empfehle ich dir neben dem Grundregelwerk noch den Adventeres Companion).

JS:
Hm, wenn Magie mehr eine abstrakte, mystische Kraft aus Ritualen usw. sein soll, dann fällt mir auch Pendragon 4. Edition ein. Hartes Kampfsystem, schöne Charakterausgestaltung und -progression, keine Feuerballmagie.

Lichtschwerttänzer:

--- Zitat von: Fasuhl am  8.05.2019 | 13:51 ---
Welche Systeme bieten sich zB gut für ein low Fantasy Setting an? Gibt es ein System mit viel Simulation aber trotz allem Flexibel anpassbar.

--- Ende Zitat ---
Gurps,

Luxferre:
HârnMaster

Definitiv ein System, welches Deine Ansprüche erfüllen wird. Man kann alle Settinginhalte völlig problemlos ignorieren, umbenennen oder auch einfach als Steinbruch in die eigene Welt einpflegen.
Magie ist selten und recht subtil. Zauber werden stärker und vielfältiger, desto besser man diese beherrscht.
Kampf ist knackig und relativ gefährlich. Ein kinogerechter Fechter wird gegen einen realweltlich gerüsteten Nahkämpfer aller Wahrscheinlichkeit nach das Nachsehen haben.
Die Regeln sind anfangs etwas knackig, aber mit etwas Ruhe und einigen Tests sehr schnell greifbar.
Was ich ganz besonders schätze ist der narrative Aspekt des Kampfes.
Das Ergebnis des Würfelwurfs Angriff (kritischer Fehler - Fehlschlag - Treffer - kritischer Treffer) wird verglichen mit dem Ergebnis des Würfelwurfes Abwehr/Ausweichen. Das Ergebnis wird auf einer (1!) Tabelle abgelesen, dann noch ein Wurf, wohin man trifft, ein Schadenswurf und fertig ist das Grundgerüst für eine fiese Erzählung.

Kurzes Beispiel:

ich spiele einen elbischen Reeder, der nicht mehr sonderlich gut Bogenschießen kann (hat das halt 60 Jahre lang nicht gemacht), der vor einem Nahkämpfer flieht und eine Art "Abschiedsschuss" im Laufen auf seinen Verfolger abgibt. Durch einen mittelgroßen Reichweitenvorteil war ein Schuss relativ gefahrlos möglich ... mit einem Abzug, weil im Lauf und so.
30% Trefferchance, gut gewürfelt, getroffen. Verfolger schafft sein Ausweichen nicht, ich hatte hoch gezielt, Gesichtstreffer, mittelhoher Schaden, Gegner schafft seinen Widerstandswurf gegen Ohnmacht ... und läuft -etwas eingeschränkt, aber in Rage- meinem Charakter hinterher.

Alter, genau so-et-was will ich am Tisch erleben!
Das war spannend, man konnte die Action förmlich riechen, mein Charakter war echt in Gefahr.
In D&D niemals so cool umsetzbar. Never ever.


Was ich auch kool finde ist, dass man nicht die klassischen 4 Berufe: Krieger, Magier, Priester, Dieb spielt, sondern einen Lebenslauf hat.
Ich hatte mal einen Sidekick Beschützer eines alten Priesters gespielt, der war ehemaliger Gladiator. In den Lebenpfaden bei Berufen geschaut, Gladiator gefunden, Ausbildungspunkte vergeben und zack stand dieser teil der Hintergrundgeschichte. Der war vorher Bauer ... zack alle Punkte für einen klassischen Bauern vergeben. Der konnte also mehr, als ein Standard-Stufe-1-Charakter: Essen finden und zubereiten, Jagen, etwas Spuren lesen, rudimentäre Heilpflanzenkunde, und verdammt gut kämpfen ... denn das lernt man ja als Gladiator so.

Wenn meine Gruppen allesamt mitmachten würde ich nur noch HM spielen.

HEXer:
+1

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln