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The Dark Crystal: Age of Resistance
Fezzik:
Also ich habs jetzt gestern bei Jemand anderem immer mal wieder mitgeschaut (ich selbst war beschäftigt und hab mich, da ich den Film kenne immer mal mit dazu gesetzt.)
Das was ich gesehen habe war ok und wusste zu gefallen, aber wie Grubentroll sagt, man kennt das Ende und das macht es mir auch etwas schwer die Serie zu schauen.
--- Zitat ---"being german at it" - dieser Impuls etwas zu kritisieren und Fehler aufzuzeigen, anstatt sich einfach nur an etwas zu erfreuen
--- Ende Zitat ---
;D Cool, das kannte ich noch nicht, gefällt mir.
Thandbar:
--- Zitat von: Grubentroll am 1.09.2019 | 07:52 ---Irgendwie hat nun mal jedes Prequel das dramaturgische Problem, dass man eh weiß wie die Geschichte ausgeht.
--- Ende Zitat ---
Würde ich nicht ganz so sehen. Es gibt ja viele Möglichkeiten, wo wir genau wissen, wie es ausgehen wird (Ende des Zweiten Weltkriegs, Untergang von Pompeji/der Titanic usw.) und wo trotzdem extrem spannende und mitreißende Geschichten darüber erzählt werden.
Zum Problem wird der Prequel-Ansatz meiner Meinung nach dann, wenn der Filmemacher glaubt, uns den Status Quo des Originals als Spannungsmoment verkaufen zu können.
(Könnte Senator Palpatine der spätere Imperator sein? Könnte es sein, dass Frodo heil nach Hause ins Auenland zurückkehrt?) Und das klappt natürlich überhaupt nicht.
Im vorliegenden Fall wäre es:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Können die Gelflinge die Skekse besiegen oder werden diese die Herrschaft an sich reißen und die Gelflinge vernichten?
Deshalb funktionierte für mich zB Rogue One als Film im Vergleich zu den anderen Versuchen doch etwas besser, weil er seine Spannung aus anderen Elementen bezieht als "Können sie es schaffen?", sondern eher in die Richtung ging: "Was wird es sie kosten? Und was bedeutet es für die handelnden Figuren ganz persönlich?"
Ich hatte zum Beispiel die Lektüre des Simarillions sehr genossen, obwohl ich da sowohl den kleinen Hobbit als auch den Herrn der Ringe schon kannte. Aber das Simarillion versucht ja gar nicht erst, Spannung in Hinblick auf die Frage "Wie wird es ausgehen?" aufzubauen, sondern setzt auf ganz andere Dinge wie die unglaubliche Vertiefung der Welt und die mythenbildende Schönheit der Sprache.
--- Zitat von: JollyOrc am 31.08.2019 | 12:50 ---*) Wir nennen das "being german at it" - dieser Impuls etwas zu kritisieren und Fehler aufzuzeigen, anstatt sich einfach nur an etwas zu erfreuen.
--- Ende Zitat ---
Wenn die Deutschen wirklich so versessen aufs Kritisieren sind, frage ich mich, warum wir dann eine Medienlandschaft haben, die von Figuren wie Helene Fischer und Til Schweiger dominiert wird. :gasmaskerly:
Grubentroll:
@Thandbar: Schöner Einwurf! Hast recht.
JollyOrc:
--- Zitat von: Thandbar am 1.09.2019 | 11:35 ---Wenn die Deutschen wirklich so versessen aufs Kritisieren sind, frage ich mich, warum wir dann eine Medienlandschaft haben, die von Figuren wie Helene Fischer und Til Schweiger dominiert wird. :gasmaskerly:
--- Ende Zitat ---
wir sind nicht versessen aufs Kritisieren, es geht eher darum, dass konstruktive Kritik in Deutschland durchaus ein Ausdruck von wohlwollendem Interesse sein kann - wohingegen diese Art der Kritik nach US-Lesart als "ich hasse das, warum tun wir uns das an?" interpretiert wird.
Klassisch auch im professionellem Umfeld: X stellt eine Geschäftsidee vor. Ami sagt "Great, terrific, best idea ever!". Deutsche sagt "schöne Idee, aber wenn wir an dieser Stelle statt Schwampf einen Hurz einbauen..." Beide haben die gleiche Ansicht, aber US-Leute würden denken, dass die Deutschen keinerlei Interesse haben.
Uebelator:
Ich hab auch mal reingeschaut.
Dazu muss ich sagen, dass ich schon das Original immer gern gut finden wollte, aber mich nie so richtig mit dem Look und den Figuren anfreunden konnte.
Und das ist auch hier wieder so. Auf Standbildern sieht alles wirklich toll aus, aber in Bewegung sind die Puppen (vor allem die Gelflings) unglaublich steif und furchtbar starr in den Gesichtern. Mehr Mimik als "Mund auf, Mund zu" findet da nie statt und von "Lippensynchron" kann man da auch nicht sprechen. Natürlich ist mir bewusst, dass das mit Puppen schwieriger ist, als wenn man das Ganze einfach am Computer animiert, aber Yoda hat doch in den alten Star Wars Filmen auch als Puppe eine gewisse Bandbreite an sichtbaren Emotionen gehabt. Und ja, auch wenn man so dicht am Original sein wollte wie möglich, hätte ich es zumindest ganz schön gefunden, wenn man so kleine Dinge modernisiert hätte, wie z.B. dass sich die Augen in den Sockeln bewegen können, so dass die Gelflings auch mal eine andere Blickrichtung haben als stumpf geradeaus.
Und so hab ich auch bei der Serie das gleiche Gefühl wie beim Film. Ich würde es gern mögen, aber irgendwie gelingts mir nicht.
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