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Welche Systeme haben keine XP / LevelUp Kompetenzsteigerungen?

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Maarzan:
zero-to-hero ist da ja noch einmal eine Sonderform von Steigerung.

Eine Persönlichkeitsentwicklung erfordert dazu eben oft auch neue oder verbesserte Fertigkeiten.
Und die dann zwangsläufig mit einem entsprechenden Verlust von Kernkompetenz zu bezahlen (falls Umverteilung statt Steigerung als Lösungangeboten wird) ist dann auch frustrierend.

Abgesehen davon, dass man damit umgekehrt das Spiel auf voll austrainierte Topleute beschränt. Alle anderen könnten erwarten bei entsprechenden Bemühungen/Erfahrungen sich noch zu verbessern.

Nodens Sohn:
Also das neue „Star Trek“ ist so ein System. Du entwirfst eine fertige gut ausgebildete Raumschiffcrew und danach wirst du deine Figur nur noch marginal ändern. So nach dem Sinne dass Captain Picard ja schon am Anfang der Serie ein großartiger Captain war und das am Ende der Serie immer noch ist.

Luxferre:
Ich habe mich schon gefragt, wann das Thema kommt, denn nach diesem Post:


--- Zitat von: Boba Fett (away) am 11.06.2019 | 21:50 ---Mein Geschmack:

Bezogen auf das Powerlevel?

Oberes Mittelmaß - ich brauch nicht immer die Weltrettung, brauche keinen „ich-schwing-mich-zum-König-auf“ und schon gar keinen „Götter-ringe-ich-einhändig-nieder-während-ich-mit-der-anderen-Hand-den-Drachen-erdrossel“ Freaks. Das ist mal ganz lustig.
Was mir inzwischen völlig abgeht ist die „from-Zero-to-Hero“ Powerlevel-Entwicklung. Ich spiel gerne im „Veteranenlevel“, also kompetent und das von Anfang an. Ich hab weder Lust, den Charakter vom Noob-Beginnersgrad an „hochzuspielen“, noch hab ich Lust auf Weiterentwicklung in die höheren Powerlevel.
Wozu auch?
Charakterentwicklung findet in der erspielten Geschichte genug statt. Ich muss nicht ständig neue cewl-powerz haben. Ich will aber auch nicht immer wieder die nervige Praktikantenstelle am Anfang der Karriereleiter.


High- und Low-Fantasy im Bezug auf den Phantastiklevel (aka Magielevel)?

Da kann ich sowohl low-Magic-Fantasy wie Harnworld, Midgard oder ähnliches etwas abgewinnen, wie High Magic wie Earthdawn oder D&D. Over-the-Top wie Exalted ist dann weniger meines. Megabodenständiges wie Pendragon auch nicht.

Was noch? Ach ja, Zuckerbäcker- und Mittelaltermarktsprech-Stimmungsspiel kann mir auch fernbleiben.
Es muss schon Abenteuer im Abenteuer drin sein.

--- Ende Zitat ---

... war klar, dass Dich das Thema umtreibt und Midgard5 nicht so recht zu Deinem aktuellen Geschmack passt.


Ich würde Dir auch HârnMaster oder RuneQuest/BRP vorschlagen. Einfach kompetente Charaktere erschaffen und nach jeder Handvoll an Sessions ne Handvoll an Steigerungen verteilen. Bei W100 Systemen wirken sich da 4-7 Punkte auf die oft verwendeten Fertigkeiten (beide Systeme haben recht lange Listen) gar nicht so großartig aus, aber die Spieler sehen ihre Charaktere dennoch, wenngleich marginal, wachsen.
Wir spielen HârnMaster schon immer nach diesem Konzept und fahren damit recht gut. Zumal sich damit diese recht hohe Sterblichkeit etwas eindämmen lässt (ich habe in 15 Jahren HârnMaster 3 Charaktere verloren: einer wurde durch ein absolut tödliches Gift dahingerafft, da hat sich der SL leider etwas verzettelt und der andere Charakter ist in einer unschaffbaren Falle gestorben und der letzte hat von einem wütenden Kriegstroll einen mannsgroßen Stein an den Kopf bekommen). Wir haben damit auch schon sehr epische Charaktere gespielt, mit magischen Waffen und Weltenretterplots. Also durchaus alles möglich, entgegen der hinlänglichen Meinungen  :d

Gunthar:
DSA 5 könnte man auch so spielen. ZB 1600 AP verteilen und danach fast oder gar keine mehr.
Warhammer Fantasy wäre auch ein Kandidat. Einige 100 bis einige 1000 XP verteilen und danach keine mehr.
Das Prinzip könnte mit jedem RPG umgesetzt werden.

Luxferre:

--- Zitat von: Gunthar am 16.06.2019 | 09:10 ---Das Prinzip könnte mit jedem RPG umgesetzt werden.

--- Ende Zitat ---

Kann ich mir schwer vorstellen. Ein Stufensystem, welches genau DAVON auch lebt, halte ich für eine unpassende Wahl. Klar kann man alles. Ich kann auch in Cthulhu Superhelden spielen, die alles können, alles wissen und die Großen Alten mit einem Infinity-Fingerschnipsen wegmachen, aber ist ja nicht Sinn des Systems und des Settings ;)

Systeme und Setting, die aber langsam arbeiten und entwickeln sind dort sicherlich ein passabler Ansatz.

Wir haben übrigens zum Start meiner alten Gruppe so um 1996 mit Rolemaster stufenlos und einem Ableger aus einem Companion genau SO angefangen. Kompetent bis sehr mächtig und wenig bis gar keine Fähigkeitenentwicklung, dafür umso mehr Charakterentwicklung. Mitunter beißt sich das in meiner Wahrnehmung nämlich.

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