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[D&D 5] Wohin mit den Goldmünzen???

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Alexandro:
@MansaMusa: Das dies in einer D&D-Welt passieren könnte, basiert aber auf falschen (vom realen Mittelalter beeinflussten) Annahmen, was so der durchschnittliche Bewohner dieser Welt so erwirtschaftet. Wenn man sich die Preisliste so anschaut, dann muss der durchschnittliche Bauernhof pro Woche das Äquivalent von 50 Gold erwirtschaften, nur um die dort lebende Familie zu versorgen (wahrscheinlich sogar mehr, wenn man noch Abgaben an den örtlichen Fürsten bedenkt). Selbst wenn also eine hochstufige Gruppe gerade 2 Millionen in Gold übrig hat und diese im örtlichen Dorf verteilt, so bricht davon die Wirtschaft nicht zusammen - die Bauern können sich sicherlich etwas aufwerten, aber sie haben ganz sicher nicht für ihr Leben ausgesorgt.

Persönlich finde ich inflationäre magische Gegenstände albern. In Fällen wo man (aufgrund eines defizitären Systems) nicht auf diese verzichten kann, macht es imo mehr Sinn, die niedrigen Stufen als Ausprägungen von Meisterhandwerk zu reskinnen und die wirklich guten Sachen nur durch entsprechende Abenteuer verfügbar zu machen. Auf diese Weise können die Charaktere auch mal ein nichtmagisches +3 Schwert oder ein Keen Rapier erwerben/herstellen, um konkurrenzfähig zu bleiben, aber keinen Holy Avenger oder Ring of Elemental Command (außerdem werden damit auf den mittleren Stufen einige Gegner mit einfacher DR wieder interessanter, die für Gegner mit magischen Waffen nur Pushovers sind).

Supersöldner:
man Könnte das Gold nutzen um Helden und Abenteurer Anzuheuren ,Auszubilden ,Auszurüsten und auf Quest zu Schicken . Schließlich können die SC nicht überall sein. Natürlich kann man so auch die Infrastruktur für Helden fördern mit Schmieden ,Alchemisten ,Tempeln. Und am ende entsteht ein neues Zentrum für Helden und Abenteurer.

Greifenklaue:

--- Zitat von: Alexandro am 18.07.2019 | 11:14 ---Persönlich finde ich inflationäre magische Gegenstände albern. In Fällen wo man (aufgrund eines defizitären Systems) nicht auf diese verzichten kann, macht es imo mehr Sinn, die niedrigen Stufen als Ausprägungen von Meisterhandwerk zu reskinnen und die wirklich guten Sachen nur durch entsprechende Abenteuer verfügbar zu machen. Auf diese Weise können die Charaktere auch mal ein nichtmagisches +3 Schwert oder ein Keen Rapier erwerben/herstellen, um konkurrenzfähig zu bleiben, aber keinen Holy Avenger oder Ring of Elemental Command (außerdem werden damit auf den mittleren Stufen einige Gegner mit einfacher DR wieder interessanter, die für Gegner mit magischen Waffen nur Pushovers sind).

--- Ende Zitat ---
Die 5te geht doch stark in diese Richtung? (oder zumindest stärker als die Vorgängereditionen) Allerdings resultiert daraus ja auch "mein" Problem.

Alexandro:
Nein, die 5te geht einen anderen Weg: den, die Charaktere nicht auf magische Gegenstände angewiesen zu machen, weil sie auch ohne diese etwas reißen können (und es daher nicht so schlimm ist, wenn sie nichts passendes finden).

nobody@home:
Ganz allgemein sehe ich das Problem mit der Schatzinflation und der hypothetischen "Entwertung" von magischen Gegenständen bei D&D ("Noch ein Dolch +1? Ich schmeiß' ihn in unser tragbares Loch zu den siebenundvierzig anderen...") zu einem guten Teil schlicht darin, daß Reichtümer in "Fertigform" zum Einfach-nur-Einsacken-und-Mitnehmen in Standardabenteuern so oft und ständig an allen möglichen und unmöglichen Orten herumliegen, daß früher oder später jeder glaubhafte Vergleich mit realen oder fiktiven Vorbildern mit lautem Krachen zusammenbricht. Wer hat diesen ganzen Kram, über den man praktisch am laufenden Band stolpert, eigentlich überhaupt erst in der Welt verteilt -- und wieso scheinen diese Dungeon- und sonstigen Vorräte niemals auszugehen, egal, wie lange schon abenteuernde Banden durch das Setting ziehen und an sich raffen, was sie können? Gibt's da im örtlichen Pantheon extra eine Gottheit, die für das regelmäßige "Wiederauffüllen" der Welt mit Monstern und Schätzen zuständig ist (und wo kriegt die das ihrerseits alles her, und könnte eine Gruppe hinreichend risikofreudiger Abenteurer diesen Vorrat vielleicht irgendwann einmal direkt plündern...? :think:), oder wie funktioniert das?

Dreht man diese ganze weltweite Schatzseuche dagegen einfach wieder zurück auf ein vernünftiges Maß, so daß die SC durch Abenteuer vielleicht einen anständigen bis luxuriösen Lebenswandel bestreiten, aber in Abwesenheit von vergleichsweise seltenen "Super"gelegenheiten nicht einfach routinemäßig allein schon dadurch so superreich werden können, daß sie gar nicht mehr wüßten, wohin noch mit dem Geld...dann sollte sich der daran hängende Rattenschwanz an Folgeproblemen eigentlich schon fast von selbst in Luft auflösen. Den Hauptgegner einer derartigen Vorgehensweise sehe ich da einfach in der verständlicherweise recht verbreiteten "Natürlich hat's überall Schätze, ist ja D&D!"-Erwartungshaltung von Spielern, SL, und Abenteuerdesignern zugleich.

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