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Mischmasch - Das beste aus allen Welten möglich?

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aikar:

--- Zitat von: Toht am  8.09.2019 | 12:03 ---Ich frage mich gerade was dagegenspricht wenn man viele verschiedene Regelsysteme kennt diese wild zu mischen und (je nachdem wie nötig, mehr oder weniger)zu adaptieren.
Kann so ein Mutantensystem aus vielen verschiedenen Versatzstücken grundlegend funktionieren? Habt ihr Erfahrungen damit? Sind die meisten Mechanismen in Regelwerken so miteinander verzahnt, dass man zwar mit Anpassungen einen einzelnen Regelteil auf ein anderes Spiel pfropfen kann, aber es auch Grenzen gibt.
--- Ende Zitat ---
Ich hab das mehr als einmal versucht. Das schwierige dabei ist, genauso wie beim Komplett-Eigenbau eines Regelsystems, die Auswirkungen auf das Balancing abzuschätzen. Gewisse Regeln können in Kombination miteinander extreme Nebeneffekte haben, die man oft auf den ersten Blick nicht erkennt. Das wird umso wilder, je komplexer die Grundsysteme sind und spätestens dann überschaubar, wenn eines oder mehrere der Systeme Sonderfertigkeiten/Talente/Feats für die Spielercharaktere beinhaltet.
Ein Spieler nimmt ein Talent A aus System B, dass Fertigkeit C modifiziert. Wie interagiert das jetzt mit Regel D aus System E? Da kommt man leider schnell vom hundertsten ins tausendste.

Dazu kommt, dass bei den wenigsten Systemen die Regelteile so zerlegbar sind, dass sie ohne Rattenschwanz übertragbar sind. Viele Regelteile funktionieren nur im Zusammenhang mit anderen Regeln des Systems und dann hat man auf einmal statt einer fünf Regeln pro Grundsystem und statt einem perfekten System einen überkomplexen Regelhaufen.

Fazit: Du kannst es machen, aber rechne damit, dass es genauso viel Aufwand ist, wie wenn du ein eigenes Regelsystem schreibst. Es wird Jahre an Tests und Feinschliff brauchen.
Wahrscheinlich ist selber schreiben da gleich die bessere Idee. Nimm die grundlegenden Ideen hinter den Regeln, die dir gefallen, aber nicht den exakten Regeltext und versuch dich von ihnen zu etwas eigenem inspirieren zu lassen. Das wird zwar auch aufwändig, aber am Schluss wahrscheinlich stimmiger.

Tigerbunny:
Ich rate auch zu einem Universalsystem. Mein Favorit für solche Experimente ist GURPS, einfach weil über die zahllosen Sourcebooks und die Pyramid gefühlt jedes mögliche Subsystem schon in GURPS nachgebaut wurde. Der eigentliche Regelkern ist dabei ziemlich schlank, wie Du Dir in GURPS light und ultralite kostenlos anschauen kannst.

Hier kommt allerdings eine Menge Eigenleistung auf Dich zu, weil GURPS erstmal nur ein Baukasten ist, der ohne Detailanleitungen daherkommt. Man kann sich also leicht verzetteln.

Holothuroid:

--- Zitat von: Tigerbunny am  5.10.2019 | 09:24 ---Ich rate auch zu einem Universalsystem. Mein Favorit für solche Experimente ist GURPS, einfach weil über die zahllosen Sourcebooks und die Pyramid gefühlt jedes mögliche Subsystem schon in GURPS nachgebaut wurde. Der eigentliche Regelkern ist dabei ziemlich schlank, wie Du Dir in GURPS light und ultralite kostenlos anschauen kannst.
--- Ende Zitat ---

Aber die Idee an Systemen wie Gurps oder Fudge ist doch, dass man dann quasi kampagnenspezifisch Module zuschaltet. Also hat man wahrscheinlich auch nicht gleichzeitig Heldenpunkte und Wahnsinnsmechanik.

Maarzan:
Wenn man wirklich "importieren" will, dann endet das mit dem Universalsystem auch ganz schnell, denn auch das hat seine Schienen, auf denen es üblicherweise läuft. 

aikar:
Ein Universalsystem ist auch erst mal nur ein System mit seinen Stärken und Schwächen, dass man für verschiedene Settings gebrauchen kann.
Es ist NICHT die Sammlung der persönlich als gut empfundenen Regelmechanismen. Das daraus resultierende System müsste wiederum kein Universalsystem sein, wenn man damit z.B. nur Fantasy spielen will.
Ich würde das daher nicht in einen Topf werfen.

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