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Wahrnehmung... und wie diese wahrgenommen wird

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BBB:
Einfach mal vorsorglich: Abo

Und prinzipiell: Deswegen bin ich ein Freund davon, Spielwerte (egal ob Fertigkeit oder Attribut oder sonstwas) passiv zu nutzen.

Wenn sich die Charaktere in ihrer Wahrnehmung unterscheiden, erzähle ich als SL demjenigen mit dem höchsten Wert halt etwas mehr. Ob er das dann mit der Gruppe teilt oder nicht, ist seine Entscheidung.
Aber auf diese Weise kommt das Spiel nicht ins stocken, die Wahrnehmung hat einen Einfluss aufs Spiel und wenn die Spieler eigeninitiativ noch weiter suchen wollen, können sie immernoch würfeln.

YY:

--- Zitat von: Der Läuterer am  5.10.2019 | 09:14 ---Prinzipiell sehe ich Wahrnehmung viel mehr als Attribut denn als Fertigkeit.
...
Das funktioniert alles über Wissen, Empathie und Intuition... also über Intelligenz und Erfahrung, aber darauf würfelt man ja niemals.

--- Ende Zitat ---

Das passt für mich so pauschal nicht zusammen.

Wahrnehmung ist sehr "fachspezifisch" und selten geht es um die eigentliche Sinnesschärfe - wer in einem bestimmten Bereich über die Erfahrung verfügt, bestimmte Phänomene zu erkennen und zu bewerten, kann das nicht auch automatisch für alle anderen Bereiche.
Das spräche im ersten Schritt für Wahrnehmung als Fertigkeit statt Attribut (wenn man diese Kategorien verwenden möchte), die dann aber trotzdem für viele Kontexte zu breit aufgestellt wäre.
Da liegt es nahe, das Ganze wie bei 1of3 angeklungen an die entsprechenden Fertigkeiten zu koppeln - da könnte Wahrnehmung andersrum dann doch wieder als Attribut taugen, nämlich da wo ein System sowieso Attribut und Fertigkeit zueinander in Beziehung setzt.



--- Zitat von: 1of3 am  5.10.2019 | 09:15 ---Und dann kann man auch so Assoziationen wie "Trainierbar" vermeiden.

--- Ende Zitat ---

Das will man ja nicht immer.



Die Frage nach Bottlenecks & Co. sehe ich vollkommen getrennt von der Modellierungsfrage - damit muss man immer in zielführender Weise umgehen, egal wie die Spielmechanik rund um Wahrnehmung aussieht.

Weltengeist:

--- Zitat von: Der Läuterer am  5.10.2019 | 09:14 ---Bei Cthulhu würfelt man z.B. auf 'Verborgenes erkennen', was bei dem System zu den Top 3 der nützlichen Fertigkeiten zählt.
Das genaue Hinsehen ist jedoch eher ein detektivisches Vorgehen, denn eine reine Beobachtung.
Zudem lässt die Fertigkeit alle anderen Sinne aussen vor.

Ich empfinde Wahrnehmung auch als falsche Bezeichnung und als irreführend. Wenn ich einen Menschen sehe bzw. genauer betrachte, sagt das nichts darüber aus, ob und wie ich ihn einschätzen kann.
Ich sehe ihn zwar, was aber nichts darüber aussagt, ob ich auch einschätzen kann, wie gross, wie schwer, wie alt er ist oder was er vielleicht arbeitet und was möglicherweise seine Gemütverfassung ist, u.s.w.
Das funktioniert alles über Wissen, Empathie und Intuition... also über Intelligenz und Erfahrung, aber darauf würfelt man ja niemals

--- Ende Zitat ---

Also bei den meisten Systemen, die ich benutze, wurde das Problem erkannt und deutlich differenzierter behandelt. Entweder gibt es tatsächlich eine entsprechende Eigenschaft, oder das was du oben beschreibst ist auf verschiedene Fertigkeiten aufgeteilt (z.B. Wahrnehmung, Empathie, Ermittlung,...). Außerdem gilt natürlich immer noch: Wenn dein Char an der richtigen Stelle nachschaut, dann findet er natürlich auch was und muss nicht würfeln.

Tudor the Traveller:
Grundsätzlich muss man eben unterscheiden zwischen der rein biophysikalischen Wahrnehmung (Sinnesschärfe) und der Interpretation dessen. Erstere mag eher ein Attribut sein, wie "scharfe Augen" oder "scharfes Gehör". Da geht es tatsächlich um Schwellwerte des Reizes.
Letztere ist eine kognitive Leistung und kann definitiv trainiert werden. Ist aber auch absolut abhängig von der fraglichen Information.
Ich bin daher auch kein Freund von einer eigenen Wahrnehmungsfertigkeit, weil da viel zu viel in einem Topf landet. Wenn ich z. B. den verborgenen Hinweis finden will, muss ich das Gewöhnliche vom Ungewöhnlichen unterscheiden können. Und dafür ist es wichtig, ob es z. B. um einen Wald, ein Gemäuer, eine Stadt, eine Bibliothek, eine Pflanze, ein Monster, eine soziale Gruppe usw geht. Denn es ist dabei Fachwissen notwendig.

KhornedBeef:

--- Zitat von: Weltengeist am  5.10.2019 | 09:30 ---Also bei den meisten Systemen, die ich benutze, wurde das Problem erkannt und deutlich differenzierter behandelt. Entweder gibt es tatsächlich eine entsprechende Eigenschaft, oder das was du oben beschreibst ist auf verschiedene Fertigkeiten aufgeteilt (z.B. Wahrnehmung, Empathie, Ermittlung,...). Außerdem gilt natürlich immer noch: Wenn dein Char an der richtigen Stelle nachschaut, dann findet er natürlich auch was und muss nicht würfeln.

--- Ende Zitat ---
Auch mein Eindruck. Mit fällt spontan nicht viel ohne Wert für Sinnesschärfe ein, nur verschiedene Prinzipien.
Fate: hohes "Notice" steht für schnelle Kombination oder außerordentliche Sinne, ja nachdem, ob deine Aspekte "Gregory House" oder "Wolverine" sagen
Die meisten klassischen Sachen brauchen eh nur einen Wurf, ob da Orks im Busch sind (DSA,D&D, Warhammer, Shadowrun,Savage Worlds)
Ganz verschwunden in der Attributspalette tut es eigentlich nur bei Turbo-Fate, Barbarians of Lemuris, und evtl. PbtA

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