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Zeitreise-Paradoxon
Der Läuterer:
Es gibt ja dieses Generationen Paradoxon, wie in 'Zurück In Die Zukunft'.
Kommen die Eltern nicht zusammen, existiert das Kind in der Zukunft nicht.
Das Kind hätte also seine Reise in die Vergangenheit gar nicht antreten können und hätte demnach auch die Vergangenheit nicht verändern können.
Geht man jedoch davon aus, dass die Person in der Gegenwart bereits existent ist, kann auch eine Änderung in der Vergangenheit an dieser Situation nichts mehr ändern, selbst wenn die Person nicht geboren werden würde.
Es bleibt schwierig.
Issi:
Ich kann den Film "Alles eine Frage der Zeit "empfehlen.
(2013- mit Bill Nighty, Rachel Mac Adams, Margot Robbie, Domhnall Gleeson, etc.)
Da besitzen die männlichen Mitglieder einer Familie das "Zeitreise Gen".- Wie es funktioniert, wird vom Vater an den Sohn weitergegeben. Die Träger müssen sich an einen dunklen Ort begeben. Z.B. einen Schrank. - Und sich an den Moment in ihrer Vergangenheit erinnern, an den sie zurückreisen wollen. Dort landen sie dann auch, sobald sie aus dem Schrank treten. - Der Film beschreibt sehr witzig, was man damit alles machen kann, und welche Folgen es hat. Ist weniger Abenteuer und Action sondern mehr ein Feel- good Drama.
Achtung Spoiler. Lesen auf eigene Gefahr.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)In dem Film - gibt es die Zeitreisenden in der Vergangenheit dann nicht doppelt, sondern sie reisen quasi zurück in ihr vergangenes Selbst. Man kann auch nicht in Zeiten zurückreisen, bevor ein Kind gezeugt wurde. Denn schon bei einer kleinen Veränderung in der Vergangenheit, kommt in der Zukunft ein anderes Baby raus
Luxferre:
Meine Empfehlung zu dem Thema ist GURPS - Time Travel :d
KhornedBeef:
Im Spiel wurdewürde ich es wie bei Timeworks machen: die Geschichte hat eine gewisse Trägheit abhängig von der (völlig willkürlichen, menschlichen) Bedeutsamkeit, d.h. man muss sich Mühe geben mit Änderungen großer Ereignisse. Die Charaktere sind Agenten einer Organisation, die aus der Zeit hausgetrennt werden, d.h. sie haben keine Historie mehr, die durch Eingriffe bedroht werden kann.
nobody@home:
Ich hab's ganz allgemein nicht so mit Zeitreisen in Richtung Vergangenheit, allein schon, weil die mit dem praktischen Problem verknüpft sind, daß die Vergangenheit der Realität -- also mit allen bisherigen Spielsitzungen, Ereignissen in diesen, Erinnerungen der Spieler und so weiter -- sich durch eine Zeitreise alleine im Spiel natürlich nicht ändert und man alle eventuellen logischen Veränderungen durch den Eingriff also eigentlich mit entsprechendem Aufwand (theoretisch bis hin zum kompletten Neustart der Kampagne) "von Hand" nachtragen müßte... ;)
Daneben stellt sich dann noch die philosophische Frage, ob eine "Veränderung der Vergangenheit" überhaupt als Konzept Sinn ergibt. Denn um den Ablauf der Zeit "nachträglich" noch mal ändern zu können, müßte ja der symbolische Zeitstrom als Ganzes seinerseits eine individuelle Vergangenheit, Gegenwart, und Zukunft haben, damit die Veränderung einen Bezugsrahmen hat, in dem sie überhaupt erst stattfinden kann -- wie geht das aber, wenn er doch selber schon die Zeit ist? Gibt's da eine darüberstehende "Meta-Zeit", und wenn ja, kann die wiederum ihrerseits verändert werden? Wie tief soll der Kaninchenbau gehen?
Rein persönlich gehe ich also normalerweise schlicht davon aus, daß man nicht Zeitreisen und freien Willen zusammen haben kann (wobei letzterer ohnehin schon ein bißchen fragwürdig ist). Soll heißen: Die beiden einfachsten Methoden, Zeitreiseparadoxa zu vermeiden, sind "Zeitreisen sind schlicht unmöglich" und "Zeitreisen sind möglich, aber der Ablauf der Zeit selbst kann nicht geändert werden" -- letzteres dann eben mit der ultimativen Konsequenz, daß alles schon von Anfang an vorherbestimmt war. (Was dann unter anderem bedeutet, daß ein Zeitreisender, der in der Vergangenheit auftaucht und dort beispielsweise stirbt, seine Reise trotzdem in der Zukunft antreten muß, auch, wenn er über diesen Ausgang seiner Reise bereits informiert ist. Egal, wie sehr er sich vielleicht bewußt dagegen sträuben will -- das gehört alles auch schon nur noch zum Abwickeln seines unausweichlichen Schicksals.) Beides ist natürlich für Leute, die trotzdem zurückgehen und irgendwie in der Vergangenheit herumpfuschen wollen, eher unbefriedigend, ergibt aber ein stabiles und konsistentes Universum, daß garantiert nicht Gefahr läuft, irgendwann retroaktiv nie existiert zu haben, weil irgendso ein Witzbold gedacht haben wird, er müßte unbedingt am Urknall selber drehen...
Für praktische Zeitreisen im Spiel gibt's ansonsten mMn höchstens noch den ganz hemdsärmeligen Ansatz: die Vergangenheit ist einfach auch nur irgendein anderer Ort, den man besucht, und über alles, was das vielleicht bedeuten und für Konsequenzen haben könnte, wenn man sich denn hinsetzen und alles logisch durchdenken und beackern wollte...macht man sich am besten ganz gezielt und bewußt keine Gedanken.
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