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Diablo 4
Runenstahl:
Müßte ich nachgucken. Als ich zuletzt mal draufgeguckt habe (ist schon länger her) hatte ich 6 Millionen. Und das obwohl ich ständig Gold ausgabe um meine Items zu verbessern (Tempern, Edelstein-Slots einfügen, Affixes ändern und hin und wieder mal eine Legendäry Fähigkeit draufpacken... alles in allem ist das auch eher unnötig kompliziert als komplex).
JS:
Hm, die Aussage über Gold ist mit dem Blick eines richtigen Endgamers verstörend, der für zwei, drei Charaktere in S13 inzwischen gut 12 Milliarden (12.000.000.000) Gold ausgeben hat, um sie für das hohe Endgame zu optimieren. Und das liegt absolut im Rahmen. Für 6 Millionen bekomme ich nicht mal eine Verzauberung. Wenn es bei dir günstiger war, dann nur, weil deine Ausrüstung enorm unterstufig ist. Gold ist sehr wichtig und wertvoll. Anders wäre auch nicht zu erklären, wieso sich haufenweise Leute für harte Euro oder wertvolle Mats in jeder Saison Milliarden an Gold besorgen, damit sie im Spiel ohne viel Eigenleistung ins höhere Endgame kommen können. Witzigerweise macht das erst das Gold so beliebig, weil man für 7 Euro 50 Milliarden bekommen kann. Mit eigenem Intensivspielen ohne den Handelschat könnte man gerade mal so über Wochen einen Charakter ganz gut für Qual 12 zurechtbauen.
:think:
Das Ende der Kampagne ist bei Diablo 4 nur das Ende des Tutoriums und der Beginn des frühen Endgames mit den ersten Andeutungen dessen, was noch gespielt werden kann. Nicht mehr. Die Build- und Optimierungssysteme bei D4 sind mMn weder kompliziert noch komplex; ich glaube, einfacher macht es nur noch D3. Sie bauen gut und logisch aufeinander auf, sind im Spiel selbst allerdings selten gut erklärt.
Diablo 4 hat gegenüber allen modernen Konkurrenten auch nicht viele Währungen, und sie haben alle ihren Sinn; ebenso die Boni, Segen der Saison und sonstigen Elemente. Witzigerweise HAT Blizzard das Spiel ja entschlackt und Tränke wie auch Buffspeisen rausgenommen, was die erfahrenen Spieler überhaupt nicht gut finden, weil damit die Möglichkeiten fehlen, Defizite in der Ausrüstung ausgleichen zu können. Das hat dem Endgamespiel also objektiv geschadet. Die Saisonsegen sind z.B. wichtig und hilfreich beim Endgamegrind vieler Ressourcen.
Über Gunst und Platin mag jede/r denken, wie er/sie möchte.
JS:
Wertvolle Mats gehen für 300 bis 800 Millionen Gold pro Stück weg. Plätze für kurze Mythischruns werden für 1 Milliarde pro Lauf angeboten und bezahlt. Usw. usf.
Das ist zwar für den typischen Kampagnero nicht wichtig und relevant, aber der Kampagnero ist nun mal im Endgame absolut unerfahren. Und ja ... das Endgame ist das Zentrum von Diablo 4 und allen anderen ARPG, die als Life Service Games gespielt werden wollen und auch profitabel sein müssen. Was passiert, wenn das nicht der Fall ist, hat uns jüngst erst Last Epoch gezeigt, das kurz vor dem Aus stand und sich von Krafton übernehmen lassen mußte. D2 und D3 werden von Blizzard auch nicht mehr wegen eines nennenswerten Profits fortgeführt, sondern (zum Glück) als Dreingabe und Wurmfortsatz von D4 - immerhin mit einer kleinen, aber treuen Fangemeinde.
Grundsätzlich hat man zum Thema Entschlackung natürlich immer die zentrale und uralte Frage, wieviel Spielzeit welchen und wieviel Ertrag bringen sollte, um Ziele zu erreichen. Dazu haben wohl zehn Gamer zwanzig Meinungen. Hmja.
:think:
JS:
LoH/S13 war der bisherige Höhepunkt von Diablo 4, S14 anfangs der Tiefstpunkt. Bugs, fehlende Elemente, inspirationslose Mechaniken ... es war spielbar und in Ordnung, aber Spaß und Motivation gehen anders. Blizzard rettete sich nach zwei Wochen und einem verpatzte Patch in einen Notfallpatch, der die Saison mit ihrer Thematik spielbar machte. Alles ok inzwischen mit Ausnahme der Turm-Ranglisten, die von buggy Runs dominiert werden.
Aber die Balance ist eine Pein. Spiel einen OP-IMBA-Barbaren oder ... irgendeinen anderen Schrott, mit dem du dann nichts gebacken bekommst. In S13 war das Spitzenfeld schon nicht sehr breit, aber in S14 hat man für das höchste Endgame fast keine Auswahl mehr. Die Machtunterschiede sind einfach zu krass. Das müssen sie in S15 dringend in den Griff bekommen, ohne alles totzunerfen.
Meine Barbarin ist aktuell bei 285 Paragons und fast so stark wie ihre Vorgängerin aus S13. Ich kann nicht klagen, zumal das Gameplay unverändert gut ist. Aber jeder Twink war dagegen nur noch deprimierend.
LivingFail:
Hallo zusammen,
ich möchte an dieser Stelle mal ein wenig über Diablo 4 ranten. Ich komme irgendwie nicht im Endgame an.
Mir sind die geläufigen Guides etc wie Maxroll bekannt und ich nutze in dieser Season den "etwas" übermächtigen Wirbelwind Barbaren.
Aktuell bin ich laut Guide im Midgame, habe also alle relevanten Uniques, Verzauberungen etc. Qual 9 stellt so meinen Wohlfühl-Schwierigkeitsgrad dar, Qual 10 geht meistens, darüber beginnt es sich zu ziehen. Paragon Level ist 220.
Ab hier stehe ich dann mental vor der Wand:
1) Woher bekomme ich passende Mythische Gegenstände?
2) Was mache ich mit den 15k Obduzit? Wann verwendet man das zum optimieren?
3) Generell fehlt mir so der Plan für das Endgame, bei Diablo 1-3 war ich noch sehr stark im Thema. Bei D4 schlägt scheinbar mein Elterndasein durch und mir erschließt sich das nicht mehr so locker.
Hat vielleicht jemand Tipps oder auch eine Checkliste für den Endgame Loop?
Vielen Dank!
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