Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
[Rant] Schlechte Regelwerke
Feuersänger:
--- Zitat von: Alexandro am 15.12.2019 | 21:52 ---Wenn ein Powergamer nur seinen eigenen Charakter optimiert und den Rest der Runde einfach machen lässt (mit Beratung zur Seite steht, wenn ein Spieler unzufrieden mit den SC-Fähigkeiten ist, sich sonst aber geflissentlich raushält), dann läuft alles recht harmonisch.
--- Ende Zitat ---
Naja, das ist doch der Punkt. Es kommt eben sehr leicht zu Unzufriedenheit auf Seiten der Low-Op Spieler, wenn sie merken dass der Powergamer sie im Prinzip redundant macht. Wenn beispielsweise ein Power-Kleriker nicht nur den Supportkram handlet sondern _auch noch_ ein stärkerer Krieger ist als der Kämpfer, der da wacker mit seinen pimmeligen 1d8+10 oder so zuhaut.
Für den SL ist die Situation freilich auch schwierig, wenn die Power-Schere so weit auseinandergeht, dass seine Monster entweder den Power-Char nicht anrühren können oder die Low-Ops automatisch in den Boden einmassieren.
Thaddeus:
--- Zitat von: YY am 15.12.2019 | 21:54 ---Da haben einige KoSims schon recht erfolgreich den Gegenbeweis angetreten.
--- Ende Zitat ---
Dagegen würde ich einwenden, dass KoSims keine Rollenspiele sind.
Alexandro:
--- Zitat von: Feuersänger am 15.12.2019 | 23:06 ---Naja, das ist doch der Punkt. Es kommt eben sehr leicht zu Unzufriedenheit auf Seiten der Low-Op Spieler, wenn sie merken dass der Powergamer sie im Prinzip redundant macht.
--- Ende Zitat ---
Ich kenne einen Haufen Runden, wo Spieler kein Problem damit haben einen "redundanten" Charakter zu spielen. Sie waren alle relativ zufrieden damit, einfach ihren Charakter zu spielen, selbst wenn sie ihre "Rolle" schlechter als der Powergamer ausfüllen. Wenn der unbedingt die ganze Arbeit haben will - soll er doch.
Eigentlich habe ich die Unzufriedenheit nur umgekehrt erlebt: dass Arschkrampen-Powergamer den Rest der Runde unter Druck setzen, damit diese ihre Charaktere optimieren, weil sie eben diese schräge Vorstellung von Synergien zwischen den Charakteren haben (und statt sich eine Powergamer-Runde zu suchen, versuchen sie den Rest der Runde auf Biegen und Brechen in diese Richtung zu drängen).
Feuersänger:
Also genau mein Punkt: Runden funzen besser, wenn alle Teilnehmer auf derselben Stufe stehen, sodass sich niemand verbiegen muss.
Alexandro:
Das ist so ziemlich das Gegenteil von dem, was ich gesagt habe.
Ich habe einen Haufen Runden erlebt, wo Powergamer fröhlich vor sich hin powergamen und eigentlich jede Nische ausfülllen und der nicht-powergamende Teil der Runde hat trotzdem Spaß. Wenn das nicht klappt, dann liegt das eher nicht daran, dass die Runde nicht homogen ist, sondern daran, dass es einen Spieler gibt, der die Unterschiedlichkeit der Spielstile nicht akzeptieren kann.*
*EDIT: am ehesten ist diese Form des Powergamens mit den "Besserspielern" der Kiesow-Ära zu vergleichen.
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