Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
[Rant] Schlechte Regelwerke
Vash the stampede:
--- Zitat von: 1of3 am 14.12.2019 | 12:58 ---Doch. Ich bitte. Danke sehr.
--- Ende Zitat ---
Ich sekundiere dies.
Huhn:
Weltengeist hat den Beweis erbracht: Es macht schlechte Laune, sich zu lange mit Regeln zu behängen. ~;D
nobody@home:
Also, ich zumindest habe "mein" System einstweilen(*) gefunden. Das ist allerdings auch nicht mit einem einzigen Donnerschlag perfekt vom Himmel gefallen, sondern hat ein paar Versionen gebraucht, bis es endlich "klick" gemacht hat -- und einige der Vorgänger hatten dabei durchaus auch ihre handwerklichen Probleme in Sachen z.B. "okay, was ist jetzt mehr Kern- und was Zusatzregel?" oder eben mal wieder Layout. Ich kann also den einen oder anderen Kritikpunkt selbst da noch locker nachvollziehen. ;)
(*) Und ja, im Prinzip kann es eines Tages wieder von einem anderen abgelöst werden; das wäre nicht das erste Mal. Einstweilen sehe ich einfach nur keinen neuen Herausforderer, wenn sich nicht gerade mein Spielgeschmack noch einmal radikal ändern sollte.
Ich kaufe trotzdem noch mit einiger Regelmäßigkeit auch mal andere Regelbücher. Das sind dann allerdings mehr Neugierkäufe von "kleinen" Produkten, die im Regal (oft, wen wundert's, bei den ganz neu hereingekommenen Sachen) ansprechend aussehen und von denen ich vielleicht auch ohne Wechselabsicht einfach nur mal wissen möchte, wie sie ihre Ideen ihrerseits umgesetzt haben; die große Investition in ein komplettes "neues" Mainstream-Mammutregelmonster ist im Moment dagegen einfach nicht mehr so meins.
Der Läuterer:
--- Zitat von: 1of3 am 14.12.2019 | 12:58 ---Doch. Ich bitte. Danke sehr.
--- Ende Zitat ---
Da geht es mir genau andersrum.
Ich habe mit den alten Systemen nach wie vor mehr Spass.
Weltengeist:
--- Zitat von: Isegrim am 14.12.2019 | 12:08 ---Wenn es kein System gibt, was die gewünschten handwerklichen Qualitätsstandards aufweist, würde ich mal behaupten, es liegt daran, dass du dir schlicht etwas unmögliches wünschst. Das handwerklich gut gearbeitete perpetuum mobile, sozusagen...
--- Ende Zitat ---
Ich habe (glaube ich) nirgends gesagt, dass es die gar nicht gibt. D&D 5E wurde hier als Beispiel schon genannt - das weiß, was es will, und setzt es ziemlich elegant und präzise um. Da habe sogar ich kaum noch was zu meckern. Das Splittermond-GRW war ähnlich elegant entworfen. Leider passen beide mit ihren haufenweise Traits/Feats/Stärken/Meisterschaften und ihrer stark taktischen Ausrichtung nicht in meinen präferierten Spielstil, aber sie sind Beispiele dafür, dass das, was ich mir da wünsche, durchaus möglich ist.
--- Zitat von: YY am 14.12.2019 | 12:46 ---Die Probleme fangen ja schon vorher an, wenn z.B. ein Poolsystem wilde Behauptungen aufstellt, was irgendein Fertigkeitswert bedeuten soll und man dann schon beim groben Überschlagen merkt, dass etwa ein Unterschied von zwei Fertigkeitspunkten so gut wie nichts ausmacht, einem aber als Unterschied zwischen Anfänger und angehendem Großmeister verkauft wird.
--- Ende Zitat ---
Wie ich neulich schon mal in anderem Zusammenhang schrieb: Der YY versteht mich! :d
Das ist sogar ein ziemlich häufiger Punkt: Die Autoren wissen schlicht selbst nicht, was ein Spielwert in ihrem System eigentlich bedeuten soll. Das geht schon da los, wo bei der Charaktererschaffung steht: "Sie können ihre acht Attribute entweder jeweils mit 3W6 auswürfeln oder einfach 84 Punkte frei auf die Attribute verteilen". Wer so etwas macht, der sagt im Grunde nur: Diese Werte sind eigentlich scheißegal, Hauptsache da steht halt irgendeine Zahl.
Und das geht dann gerne überall im System weiter. Da wird einfach nach Gutdünken mit Schwierigkeiten, Boni, Mali, Bonuswürfeln und was weiß ich um sich geschmissen, bis keiner mehr das Gesamtergebnis überblickt und man eigentlich auch hätte sagen können: "Der Spielleiter sagt eine Zahl an - würfel mit W10 und schau, ob das Ergebnis höher ist." Der Grund, warum man das nicht macht, sondern Spielwerte verwendet, ist ja eigentlich, um zu wissen, was die Figur kann. Wenn die Verteilung und Bedeutung der Spielwerte dann aber irgendwie beliebig wird, kann man es eigentlich auch lassen.
--- Zitat von: Huhn am 14.12.2019 | 13:10 ---Weltengeist hat den Beweis erbracht: Es macht schlechte Laune, sich zu lange mit Regeln zu behängen. ~;D
--- Ende Zitat ---
Bei mir: Definitiv. Ich mag eigentlich keine Regeln; die Beschäftigung mit den Regeln ist der Preis, den ich für das Hobby zahle. Und gerade deshalb werde ich so sauer, wenn ich dann zum x-ten Mal feststellen muss, dass ich schon wieder Stunden meiner kostbaren Lebenszeit damit verschwendet habe, ein Regelwerk zu lesen, das von Amateuren für Hausregel-Fans geschrieben worden ist und das für mich am Spieltisch nicht funktionieren würde.
--- Zitat ---Willst du komplett selbst erstellen oder nimmst du eine weitgehend genehme Grundlage?
Anpassen ist ja selbst bei größeren Umbauten meist leichter als komplett neu zu machen.
--- Ende Zitat ---
Ich würde das schon von Grund auf neu aufbauen, aber natürlich klauen wie ein Rabe (für irgendwas muss das ganze Regelstudium der letzten Jahre ja auch gut sein ;)). Von daher gäbe es sicherlich weitreichende Ähnlichkeiten zu existierenden Sachen.
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