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Rauben uns aktuelle Rollenspiele die kreativität?
Klingenbrecher:
Was ich sehr schön finde hier zu lesen ist:
--- Zitat von: Crimson King am 16.12.2019 | 12:01 ---Davon abgesehen darf man Metaplots und regularische Einschränkungen gerne als kreative Beschränkungen ansehen. Die fördern bekanntermaßen die Kreativität.
--- Ende Zitat ---
Leider habe ich da andere Erfahrungen gesammelt mit verschiedenen Gruppen. Kommt es meist zu einer Form der Blockade greift eher die Unmut als den die kreativität. Leider schlägt letzteres erst wieder zu wenn es um die Optimierung von Schadensausstoß oder Imberness geht.
Crimson King:
--- Zitat von: Klingenbrecher am 16.12.2019 | 12:14 ---Was ich sehr schön finde hier zu lesen ist:
Leider habe ich da andere Erfahrungen gesammelt mit verschiedenen Gruppen. Kommt es meist zu einer Form der Blockade greift eher die Unmut als den die kreativität. Leider schlägt letzteres erst wieder zu wenn es um die Optimierung von Schadensausstoß oder Imberness geht.
--- Ende Zitat ---
Liegt da das Problem nicht eher auf Spielerseite? Wovon fühlen sich die Spieler denn konkret eingeschränkt? Der zweite Satz deutet für mich darauf hin, dass die Spieler eigentlich übermächtige Mörderhobbos spielen wollen. Da ist die Vorgabe, sich irgendwie zu beschränken, weniger ein Kreativitätsaspekt als ein persönlicher.
Meine persönlichen Erfahrungen sind jedenfalls vollkommen andere. Einschränkungen durch Spielwelt und Kampagnethema bieten mir immer die Möglichkeit, aufs Thema fokussierte Charaktere zu erstellen.
takti der blonde?:
--- Zitat von: First Orko am 16.12.2019 | 12:13 ---Für ein dediziertes Abenteuer oder Kampagne: Ja. Aber wenn es einfach darum geht, unzusammenhängende Module hintereinander "wegzuspielen" wird das mit dem maßschneidern schon schwierig. Und wenn man dann noch Zirkusgruppen hat á la "Ein Dunkelelf, ein Paladin, ein Barbar, eine Feen-Nekromantin und ein Halblingbarde kommen in ne Taverne" die dann munter von Nord nach Süd und Osten nach Westen springen und ständig die Arbeit anderer Leute machen sprengt das mein SoD.
Trotzdem KANN man natürlich so spielen: Der Fokus liegt dann eben auf "Wir wollen die Story miterleben" und der kreative Anteil bei den Spielern beschränkt sich darauf, den Charakter auszuspielen. In der härtesten Ausprägung zumindest.
--- Ende Zitat ---
Zirkusgruppe trifft es sehr gut. Aber das ist eine Geschmacksfrage und -entscheidung und keine Notwendigkeit bei "Kaufabenteuern", selbst wenn diese nur "weggespielt" werden. Selbst in solchen Konstellationen lassen sich in meinen Augen ein Rahmen finden. Was wäre denn z.B., wenn es eine tatsächliche Zirkusgruppe wäre? Oder eine zwergische Expedition zur Vermessung der Welt? Usw. Wenn es alle Spieler möchten, lässt sich selbst für die ausgefallensten Figuren-Konzepte ein gemeinsamer struktureller Rahmen finden.
Wahrscheinlich lässt sich OPs These besser vertreten, wenn wir festellen, dass es Spieler.innen gibt, die sich durch Metaplot/Regeln/euklidische Geometrie eingeschränkt fühlen in ihrer Kreativität. Das ist aber keine Funktion der Regeln/des Metaplots/a²+b²=c².
Grüße
Hasran
Edit: Crimson King war schneller
Sir Markfest:
--- Zitat von: Klingenbrecher am 16.12.2019 | 10:30 ---Jedoch finde ich aktuell kein Spiel das nicht ein Regelwerk besitzt das stark mit dem Metaplot oder der Welt verzahnt ist.
--- Ende Zitat ---
Du kennst Splittermond? Charaktererschaffung recht frei innerhalb seiner Parameter und eine Welt deren minimaler Metaplot ohne Probleme vernachlässigbar ist.
Andere Systeme wurden ja auch bereits genannt, also so ist es durchaus nicht, dass aktuelle Spiele dies nicht bieten.
Grubentroll:
--- Zitat von: Klingenbrecher am 16.12.2019 | 11:34 ---Meine Frage ist wie viel Kreativität ist in einem Rollenspiel mit starken Meta-Plot oder vielen Regeln noch möglich?
--- Ende Zitat ---
Die Frage ist eher, warum du dann sowas spielen willst.
Wir sind nicht mehr in den 80ern, mit DSA und D&D beim Karstadt in der Auslage und sonst nix.
Mir fallen allein nach kurzem Nachdenken locker zwei drei Systeme ein, wo du keins dieser Probleme hast.
Wahrscheinlich gibt es hunderte.
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