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Rauben uns aktuelle Rollenspiele die kreativität?
Achamanian:
--- Zitat von: pan narrans am 16.12.2019 | 13:55 ---
Einfach nur das Kapitel über die Charaktererschaffung durchzuarbeiten hat mit Kreativität nichts zu tun. Auch dann nicht, wenn das Spiel dazu auffordert Herkunft, Beruf und ähnliche Hintergründe aus einer Liste von Vorschlägen auszuwählen oder gar durch Würfe auf Zufallstabellen zu bestimmen.
--- Ende Zitat ---
Puh, diese Forderung von "Eigenleistung vs. Vorgabe" finde ich mindestens problematisch ...
Ich persönlich mache regelmäßig die positivsten Kreativerfahrungen mit Mischformen - ich arbeite z.B. bei Mythras die Charaktererschaffung durch und verwende die Zufallstabellen zu Verwandtschaft, besonderen Eigenschaften und Ereignissen als Inspiration für die Entwicklung einer Hintergrundgeschichte. Und tatsächlich ist das Arbeiten mit einer Reihe relativ willkürlicher Vorgaben eine anerkannte Methode des Creative Writing. Die Vorstellung, kreativ sei das, was aus dem luftleeren Raum entsteht, ist Unsinn, weil nichts aus dem luftleeren Raum entsteht; und wer glaubt, seine Inspiration aus dem Nichts zu holen, hat wahrscheinlich einfach nur nicht über sie reflektiert (wobei es total okay ist, so was nicht zu reflektieren; ich weiß aber, dass ich persönlich eher zu interessanten und ungewöhnlichen Ideen gelange, wenn ich Zufallselemente einbeziehe, als wenn ich einfach das mache, was mir als erstes einfällt).
LushWoods:
--- Zitat von: Infernal Teddy am 16.12.2019 | 12:50 ---Nein.
Nächste einfache Frage bitte :D
--- Ende Zitat ---
Magst du Rollenspiele?
Koronus:
Für mich persönlich kann ich sagen nein tuen sie nicht weil ich schon vorher unkreativ war und diese starke Verregelung eher die Kreativität erhöht anstatt senkt.
Infernal Teddy:
--- Zitat von: LushWoods am 16.12.2019 | 14:44 ---
Magst du Rollenspiele?
--- Ende Zitat ---
Sehr.
pan narrans:
--- Zitat von: Rumpel am 16.12.2019 | 14:42 ---Ich persönlich mache regelmäßig die positivsten Kreativerfahrungen mit Mischformen - ich arbeite z.B. bei Mythras die Charaktererschaffung durch und verwende die Zufallstabellen zu Verwandtschaft, besonderen Eigenschaften und Ereignissen als Inspiration für die Entwicklung einer Hintergrundgeschichte. Und tatsächlich ist das Arbeiten mit einer Reihe relativ willkürlicher Vorgaben eine anerkannte Methode des Creative Writing. Die Vorstellung, kreativ sei das, was aus dem luftleeren Raum entsteht, ist Unsinn, weil nichts aus dem luftleeren Raum entsteht; und wer glaubt, seine Inspiration aus dem Nichts zu holen, hat wahrscheinlich einfach nur nicht über sie reflektiert (wobei es total okay ist, so was nicht zu reflektieren; ich weiß aber, dass ich persönlich eher zu interessanten und ungewöhnlichen Ideen gelange, wenn ich Zufallselemente einbeziehe, als wenn ich einfach das mache, was mir als erstes einfällt).
--- Ende Zitat ---
Um das nochmal klarzustellen: Ich halte das reine Anwenden der Charaktererschaffungsregeln für nicht kreativ. Aber die Charaktererschaffung muß ja nicht mit der Regelanwendung beendet sein. Als Spieler kann ich mir jederzeit mehr zu meinem Charakter ausdenken, als die Regeln verlangen. Daran hindern mich weder Spiele, die ausführliche Charakter- und Weltenbeschreibungen liefern, noch solche, die diesbezüglich vager bleiben. Aus dem luftleeren Raum muß ich nur dann was ziehen, wenn es gar keine Beschreibungen gibt, an die sich anknüpfen lässt.
Um auf das Beispiel zurückzukommen:
--- Zitat von: 1of3 am 16.12.2019 | 11:42 ---Also meinetwegen ist es völlig in Ordnung einen Hintergrund zu haben, in dem sich kleine Fürstentümer streiten. Dann sage mir, wie ich solche Fürstentümer selber mache.
--- Ende Zitat ---
Wenn mir jemand zeigt, wie es geht, arbeite ich nicht im luftleeren Raum und sollte ein Ergebnis bekommen können, das in die Spielwelt passt.
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