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Jeder Mann ein winselnder Idiot?

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@toht: Na denn. Wenn Du es selber immer weiter anleierst: Viel Spass mit dem Thema über Sinn und Unsinn von starken Frauen als Charakterrollen. :)

Alexandro:

--- Zitat von: Toht am  9.04.2020 | 14:50 ---Von Charles Bronson, Chuck Norris oder Dolph Lundgren (es geht hier übrigens nicht um Schauspieler sondern um fiktionale Charaktere) kenne ich übrigens nichts wirklich. Flasch Gordon auch nur vom Namen. Kann ich also nicht bewerten. Beispiele bitte.

--- Ende Zitat ---

Ein paar Beispiele:
- Flash stalkt am Anfang Dale Arden und beschließt, dass die beiden zusammenkommen müssen (und das passiert dann auch recht schnell - ohne Agency von Dale) - wird vom Film als "total romantisch" dargestellt
- Prinzessin Aura wird, obwohl sie den Helden ständig hilft, als "durchtriebenes Miststück" dargestellt und deswegen ist es OK, wenn sie ständig rumgeschubst und im Stich gelassen wird (und dann (etwa in der Mitte des Films) in einer recht unangenehmen Folterszene entsorgt - die Hauptcharaktere interessieren sich den ganzen restlichen Film nicht dafür, was eigentlich mit ihr passiert ist)
- Dale wirkt gelegentlich noch halbwegs kompetent, wird am Ende aber demontiert, damit Flash sie retten kann
- Flash muss sich ständig "opfern" (leiden), um die Frau und den alten Mann (der übrigens nicht so versagt, wie die Frau, sondern einfach seinen Platz kennt und deshalb nicht gedemütigt werden "muss") zu retten
usw. usf.


--- Zitat ---Wenn es heißt, dass selbst Leute wie Indiana Jones oder John McClane toxisch sind warum wollen die Leute dann weibliche Helden, die wie diese Leute sind? Ich verstehe die Argumentation dann einfach nicht.
--- Ende Zitat ---

Charlies Angels (der neue) hat versucht was anderes zu machen und eben nicht einfach nur toxische Klischees auf Frauen zu übertragen. Ebenso Birds of Prey (bzw. wurde da ein ursprünglich toxisches Klischee (das des "einsamen, wortkargen Rächers, mit der tragischen Hintergrundgeschichte(TM)") gebrochen und ins Gegenteil verkehrt). Ellen Ripley war im ersten Teil auch eine recht normale Frau, kein toxisches Abziehbild auf einem Frauenkörper (und ich fand die Szenen in Teil 2 und 4, in denen sie Empathie mit ihren Mitmenschen/-androiden zeigt, auch einen deutlichen Bruch mit dem Klischee des toxischen Actionhelden). Es gibt also durchaus Versuche in die Richtung. "Jupiter Ascending" war wohl auch ursprünglich in einer Weise intendiert, dass eine weibliche Actionheldin geschaffen werden sollte, die intelligent und nicht-toxisch agiert (leider ist davon nach diversen Recuts nicht viel übrig geblieben). Insgesamt ist setzt die Übertragung von toxischen Stereotypen (Sarah Connor, The Bride, etc.) diese aber erstmal in einen anderen Kontext, was schonmal interessanter sein kann.

Ein Dämon auf Abwegen:

--- Zitat von: AlucartDante am  9.04.2020 | 13:03 ---Dazu passend erinnere ich nochmal an den Bechdel-Test, bei dem erstaunlich viele Filme durchfallen:

- Gibt es mindestens zwei Frauenrollen?
- Sprechen sie miteinander?
- Unterhalten sie sich über etwas anderes als einen Mann?
- Haben die beiden Frauen im Film einen Namen?

--- Ende Zitat ---
Ich hab irgendwo mal gehört das Last Jedi so geschrieben wurde das es den inversen Test (mit männlichen Charakteren) nicht besteht.

Alexandro:
Ich wüsste nicht, dass Kylo und Luke bei ihrem Duell am Ende über Rey reden. Oder dass es beim Gespräch zwischen Hux, Kylo und Snoke um was anderes als Machtansprüche geht.  ;)

Jiba:

--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am  9.04.2020 | 15:51 ---Ich hab irgendwo mal gehört das Last Jedi so geschrieben wurde das es den inversen Test (mit männlichen Charakteren) nicht besteht.

--- Ende Zitat ---

Ach, Leutz, hört doch bitte mit dem Bechdel-Test auf. Der ist kein nuanciertes, kulturwissenschaftliches Instrument sondern das medienkritische Äquivalent zur Bauernregel.

Es sind auch feministische Filme denkbar, die ihn nicht bestehen. Und Filme mit Brachial-Männer-Protagonisten, die ihn bestehen.

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