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Jeder Mann ein winselnder Idiot?

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tartex:
Also Inspector Gadget ist schon deutlich länger im Dienst. Der wurde auch immer von seiner Mary-Sue-Nichte gerettet.

First Orko:

--- Zitat von: tartex am  7.04.2020 | 17:09 ---Da würde ich dann doch gerne ein paar Beispiele erfahren, wo man die "winselnden Idioten"-Männer in den Medien der letzten 10 Jahre so finden kann. Mir selbst fällt da leider kein einziges Beispiel dafür ein.

Also: präsentiert sie mir!

--- Ende Zitat ---

Ich sehe diesen "Gegenpol" auch nicht bzw. diese vermeintliche "Schwemme".  Meine ganz persönliche These dazu: Die übertrieben wirkenden Beispiele sind einfach mal realistische Darstellungen von Männern, die es tatsächlich so gibt!

Das ist mir zuletzt bei Midsommar aufgefallen: Christian ist beziehungsseitig ein so dermaßen klischeebeladener Volldepp! Er ist (a) eh nicht der Hellste (b) kein Kommunikationsgenie (c) generell plump - auch und besonders bei seinen ständigen Entschuldigungen (d) nur noch aus Gewohnheit (und vermutlich einer Art psychischen Koabhängigkeit) in der Beziehung, hat aber nicht das Rückrad, daraus Konsequenzen zu ziehen und lässt sich überrollen.

Er ist ein Idiot. Aber: Solche Typen gibt es! Solche MENSCHEN gibt es. Shit... zum Teil war ich früherTM auch so und kann von Glück sagen, dass ich das reflektieren und hoffentlich überwinden konnte!
Und wo man in Horrorfilmen immer gern naive Blondchen gezeigt hat (gibt es auch!) zeigt man eben jetzt auch mal Typen, die eben NICHT den Tag retten, weil sie gar nicht kapieren, was um sie herum passiert.

Fühlt sich als Mann halt blöd an, weil man aus seiner Gewohnheit rausgerissen wird und das erzeugt einen Widerwillen, der einen glauben lässt, dass es jetzt überall von "übertrieben dummen Schwächlingen" in den Medien so wimmelt.
Wo es natürlich auffällt: Wenn der weibliche Gegenpart eben dann die starke Figur ist. Kann man doof finden. Ist aber zT wohl auch den Genres geschuldet, die Opfercharaktere brauchen. Da wäre die Weiterentwicklung, diese aufzubrechen - und das findet in anderen Filmen abseits des Mainstreams statt. Letzterer ist in seinen Rollen dermaßen erstarrt, dass aus Verzweiflung im Sinne von Diversität eben mal schnell die Rollen getauscht werden. Das kann aber nur die erste Iteration sein. Als nächstes müsste man Opfer/Helden-Tropen hinterfragen und aufbrechen... tja. Viel Glück damit - und reden wir in 500 Jahren nochmal  ;)

Issi:

--- Zitat ---Wo es natürlich auffällt: Wenn der weibliche Gegenpart eben dann die starke Figur ist. Kann man doof finden. Ist aber zT wohl auch den Genres geschuldet, die Opfercharaktere brauchen. Da wäre die Weiterentwicklung, diese aufzubrechen - und das findet in anderen Filmen abseits des Mainstreams statt.
--- Ende Zitat ---
Ich nehme mal als Beispiel "Spiderman"- Spiderman ist vor seiner Verwandlung eigentlich auch eine Art "Opfer", aber dann passiert etwas mit ihm und er entwickelt sich zum "Helden".

Charakter Entwicklungen in Helden- Geschichten fangen häufig damit an, dass der Protagonist noch kein Held ist, sondern eher normal oder sogar "Verlierer."
Aus dem einfachen Grund, weil der Zuschauer sich dann leichter mit der Figur  identifizieren und zum Helden mitwachsen kann. (a la- "Ach das ist doch auch nur ein Typ wie du und ich")
Etwas Ähnliches ist ebenso für weibliche Rollen problemlos denkbar und wird auch teilweise gemacht. (Ich überlege gerade noch ob mir ein Beispiel einfällt)
Ach ja der Film "Anna" oder "Lucy" wobei die Charaktere da auch sehr schnell zu Helden werden. In GoT z.B. hat "Arya" etwas mehr Zeit um sich vom kleinen Wildfang zur Super Assassinin zu entwickeln.

Ein "Opfer" (mit Stempel drauf ) ist bzw. bleibt eine Figur eigentlich nur, wenn sie sich trotz vieler Prüfungen und Herausforderungen schlicht nicht weiterentwickelt.
Also  hilflos bleibt, statt daran zu wachsen.

Manchmal dient eine schwache Figur natürlich auch nur dafür, einen starken Charakter im Kontrast noch stärker aussehen zu lassen.
(Bitte kreischen sie jetzt!  :D) Aber so extrem, hab ich das eigentlich bislang höchstens in irgendwelchen alten Schinken gesehen.
Im Normalfall wächst auch das "Opfer" mit der Zeit mit, und wird auch mutiger, heldenhafter etc. ***
***
Nachtrag. Das "Opfer" muss dabei nicht zwangsläufig weiblich sein. Häufig  hat der Held auch einfach nur einen "Loser-Freund" der im Gegensatz zu ihm- wenig auf die Reihe kriegt.

Edit. Mir ist gerade zum Strang ein wunderschönes Beispiel eingefallen- "So finster die Nacht" (2008).
Da ist das Mädchen auch die Starke, und der Junge der Sensible. (Mehr verrate ich mal nicht)
(Es sind allerdings Kinder, im weitesten Sinne.... :gasmaskerly: )


.

Tyloniakles:
Kylo Ren ist imho eine Art winselnde Memme von Bösewicht. Ein Abklatsch von Darth Vaders Übermacht.

Auch Luke Skywalker der Alte ist irgendwie schlecht gealtert. Rey hingegen kann alles schaffen.

Zed:
Big Bang Theory und Two and a half Men (der Bruder). King of Queens; Pastewka.

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